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Rezension: Sandra Hermann über Männer

Seit kurzem steht hier die Bachelor-Arbeit auf dem Gebiet der Sozialpsychologie von Sandra Hermann mit dem Titel „Männer sind Schweine – Negative Auswirkungen von Geschlechtsstereotypen auf Männer“ an der Fernuniversität Hagen online. Sandra Hermann ist von den maskulistischen Leitmedien weitestgehend gehypet worden, aber normalerweise kräht kein Hahn nach einer Bachelor-Arbeit. Schauen wir also mal nach, ob außer der Tatsache, daß diese Arbeit im akademischen Milieu entstand, irgendetwas an ihr bemerkenswert ist. Die Benotung der Arbeit ist mir leider nicht bekannt.

Übersicht:


quality: good

I. Der Verständnishorizont der Arbeit

Sandra Herman referiert zunächst, was die Literatur an Begrifflichkeiten zu bieten hat und bleibt damit meinem Verständnis nach auch innerhalb feministischer Vertrautheiten:

  • (1) „Bleiben wir bei der Definition von Güttler (2003), dann sind Stereotype die kognitive Komponente eines Vorurteils, eine vereinfachte Repräsentation der sozialen Umwelt, ein kognitives Schema zur effektiven Informationsverarbeitung und schnellen Orientierung in der Umwelt, welches auf fehlerhaften und formelhaften Denkprozessen beruht. In Anlehnung an das Dreikomponenten – Modell erfüllen Stereotype die kognitive Komponente von Einstellungen.“
  • (2) „Diese angenommene Korrelation zwischen einer Gruppenzugehörigkeit und bestimmten Persönlichkeitseigen schaften, wobei die Individualität einer Person außer Acht gelassen wird, definieren Stroebe, Hewstone und Stephenson (1996) als Stereotype.“
  • (3) „Soziale Stereotype sind sozial geteilte Überzeugungen. Das bedeutet, nicht nur von vereinzelten Personen, sondern von der Mehrheit einer Gesellschaft werden bestimmte Annahmen über bestimmte Gruppen und deren Gruppenmitglieder geteilt und sind daher soziale Konstrukte.“
  • (4) „Allein die Zuordnung zu diesem Geschlecht führt, wie oben bereits erläutert, zu einer Aktivierung bestimmter Annahmen und Erwartungen, die als Stereotype im Sinne von Wahrscheinlichkeitsannahmen wirken und als Rollenerwartungen normativen Charakter tragen können.

Die Existenz von Stereotypen demonstriert sie mittels eines von Wagner-Link (1997) geschilderten Experimentes, in welchem Müttern immer das selbe Schreien eines Babys von einem Tonband vorgespielt wurde.

  • (5) „Je nachdem, ob man den Müttern sagte, es schreie ein Junge oder ein Mädchen, beurteilten sie das Weinen des Säuglings anders. Bei vermuteten Mädchen bewerteten die Mütter das Schreien als Angst, bei Jungen als Wut. So betont Wagner-Link (2009) zum Beispiel, dass Jungs schneller und häufiger bestraft werden als Mädchen.“

Für die von einzelnen Beispielen unabhängige Wirkung von Geschlechterstereotypen durch die Mitglieder einer Gesellschaft stellt sie folgende Metapher bereit:

  • (6) „Während Geschlechterstereotype typische Eigenheiten von Männern und Frauen beschreiben und wie Wahrscheinlichkeitsannahmen wirken[…] beinhalten Geschlechterrollen nicht nur die Beschreibung, sondern auch die normative Erwartung bestimmter Eigenschaften und insbesondere Handlungsweisen.“
  • (7) „Der Begriff der Rolle bedeutet, dass eine Position existiert, an deren Inhaber/Inhaberin bestimmte Erwartungen, die Rollenerwartungen, gerichtet werden.“

Dabei gibt es nach Herman die folgende Besonderheit zu beachten:

  • (8) „Tajfel und Wilkes (1963) fanden in ihrer Untersuchung zur perzeptuellen Akzentuierung heraus, dass Unterschiede zwischen Mitgliedern innerhalb einer Kategorie unterschätzt werden, das bedeutet, dass Personen innerhalb einer Kategorie als ähnlicher wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind. Dies bezeichnet man als Assimilation. Unterschiede zwischen Personen in unterschiedlichen Kategorien, werden überschätzt, das bedeutet, dass sie als unterschiedlicher wahrgenommen werden, als sie es tatsächlich sind. Hier spricht man von Kontrastierung. Dieses Akzentuierungsprinzip liefert die Basis für die wahrgenommene Homogenität von Fremdgruppen (Stürmer, 2009).“

Zusätzlich finden wir angeblich für Geschlechtestereotype ein Exklusionsprinzip:

  • (9) „Was für Männer als erwünscht gilt, ist für Frauen unerwünscht und umgekehrt. Abweichungen vom vorherrschenden Männer-/Frauenbild werden nicht selten mit sozialen Sanktionen belegt (Moss-Racusin, Phelan & Rudman, 2010;Smith & Lewis, 2009)“

Man mag das für richtig halten oder nicht, man mag das für unvollständig halten oder nicht, nach meiner Ansicht sind dies die Eckpunkte des sozialen und psychologischen Verständnisses, das dieser Arbeit zugrundeliegt.

II. Männerprobleme

Vor diesem Hintergrund möchte die Arbeit von Sandra Hermann die folgenden Fragen beleuchten:

  • Wie wirken sich negative Stereotype auf Männer aus?
  • Haben Geschlechtsstereotype, auch wenn diese a priori nicht als negativ gelten, negative Auswirkungen auf Männer?
  • Wirkt sich nicht stereotypkonformes Verhalten negativ auf Männer aus?
  • Welche Auswirkungen können Stereotype auf das Verhalten der Umwelt gegenüber Männern haben?

und referiert zunächst ausführlich darüber, daß das Thema „Männer“ generell kaum beackert wurde und gerade deutsche Quellen und Untersuchungen so gut wie gar nicht zu haben sind. Die Geschlechterstereotype, mit denen die Arbeit zu tun hat, sind die Folgenden:

  • (10) „Wer als „richtiger Mann“ oder „echter Kerl“ gelten will, sollte leistungsorientiert, durchsetzungsfähig, selbstständig, unabhängig, stark, hartnäckig und furchtlos sein. Sein Vorgehen ist von Aktivität, Aggressivität und Dominanzgeprägt. Von Gefühlen lässt sich ein richtiger Mann nicht beeinflussen. Er weiß was er will und setzt dies ohne Rücksicht in die Tat um. Sein Körper ist gestählt, er kennt keinen Schmerz, zeigt keine Furcht und keine Schwäche. Unter Einsatz seines Lebens bekämpft er seine Feinde, verteidigt sein Besitz und beschützt die, die ihm Nahe stehen.“
  • (11) „Eigenschaften wie Gefühlsausdrücke erkennen, Gefühle wahrnehmen, zeigen oder sogar äußern, kommunikativ, mitfühlend und umsorgend sein, Schwächen zeigen und zugeben sind Attribute die eher dem weiblichen, also dem „schwachen“ Geschlecht zugeschrieben werden. Von Männern wird erwartet, dass diese bei ihnen nicht oder nur sehr schwach ausgeprägt sind. Besitzen Männer diese Eigenschaften, sollten sie dies nicht all zu öffentlich zeigen, wenn sie weiterhin als richtiger Mann gelten wollen. Zuwiderhandlung wird geächtet und sozial sanktioniert. Im schlimmsten Fall wird ihnen die Männlichkeit selbst abgesprochen.“
  • (12) „Männer sind laut den gängigen Stereotypen gewalttätig, gefährlich, kriminell und triebgesteuert. Sie wollen und denken ständig an Sex und Gewalt – dies auch in Kombination. Männern wird grundsätzlich die Täterrolle zugeschrieben, Opfer sein ist weiblich. Zudem wird kriminelles Verhalten bei Männern eher auf personelle (interne) Ursachen, bei Frauen eher auf situative (externe) Ursachen zurückgeführt. Männern wird also eher ein schlechter Charakter unterstellt, Frauen sind Opfer der Umstände. Brownmiller (1975) geht sogar soweit zu behaupten, alle Männer seien potentielle Vergewaltiger.“

Interessant ist, daß in der Arbeit nichtsdestoweniger feministische Annahmen akzeptiert werden und als Folge davon Nachteile für Männer gefunden werden – eine Position, die auch häufig bei Vertretern des Bundesform Männer oder Agitatoren wie Thomas Gesterkamp zu finden sind. Negative Auswirkungen durch Geschlechtsstereotype sieht Hermann durch stereotype Bedrohung gegeben:

  • (13) „Stereotype threat ist eine Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit aufgrund vorliegender negativer Stereotype für eine Gruppe in einem bestimmten Bereich. Werden diese negativen Stereotype in das Selbstbild übernommen, wirken diese wie eine „sich selbsterfüllende Prophezeiung“ .“

Die Wirksamkeit stereotyper Bedrohungen spielt Hermann am Beispiel einiger Studien durch. Die wesentlichen Ergebnisse hierzu sind:

  • (14) „Aronson, Lustina, Good, Keough, Steele und Brown (1999) fanden heraus, dass die Zugehörigkeit zu einer benachteiligten Gruppe eine hinreichende, jedoch keine notwendige Voraussetzung für die Wirkung einer stereotypen Bedrohung ist.“
  • (15) „Als zweite wichtige und interessante Untersuchung zu Stereotype threat ist die Studie von Inzlicht und Kang (2010) zum „Stereotype threat spillover“ hervor zu heben. Die Autoren fanden heraus, dass eine Konfrontation durch stereotype Bedrohung sich zusätzlich negativ auf Bereiche auswirkt, die der Selbstkontrolle unterliegen und im eigentlichen Sinne nichts mit dem stereotypisierten Bereich selbst zu tun haben.“

Das gilt z.B. für aggressives Verhalten, Zuckerkonsum zur Stressbewältigung, Risikobereitschaft und gesteigerte Aufmerksamkeit.

Referiert werden in der Arbeit außerdem als Nachteile für Männer die lange bekannten Zahlen zu Suizid, Lebenserwartung und Obdachlosigkeit, häusliche Gewalt, Vergewaltigung sowie die Straflust der Öffentlichkeit Männern gegenüber als allgemeine Indikatoren. Hermann kommt zu dem Zwischenergebnis:

  • (16) „Die Folgen für das gesellschaftliche Ansehen von nicht geschlechtskonformen Männern sind deutlich höher, als die Folgen für sich normabweichend verhaltende Frauen.“

Darüberhinaus habe ich Studien oder wenigstens qualitative Abschätzungen zu der Frage vermißt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Nachteilen für Männer in den westlichen Gesellschaften und stereotyper Bedrohung gibt – ein klarer Mangel an der Arbeit. Es gibt überhaupt keine eigenen Erklärungen für die erwähnten Phänomene auf männlicher Seite, nicht mal Spekulationen oder Hinweise auf die Ideen anderer.

Für Maskulisten ist besonders sehr schade:

  • (17) Die negativen Geschlechterbilder der Männer werden für stereotype Bedrohung nicht durchgespielt, die positiven schon.
  • (18) Die positiven Geschlechterbilder der Frauen werden für stereotype Bedrohung nicht durchgespielt, die negativen schon.

Beide Teilaufgaben hat der Feminismus schon oft mit der ihm eigenen Zerrbrille durchgekaut, für Maskulisten sind natürlich eher die anderen, offenen Aufgaben interessant. Das hat die Autorin auch durchaus bemerkt, sieht ihre Aufgabe aber nur in einer Zusammenstellung bekannter Studien.

III. Zusammenfassung

Die Zusammenfassung, die Sandra Hermann selbst von ihrer Arbeit gibt, schöpft den Inhalt dieser Arbeit dann leider auch so ziemlich aus:

  • (19) „Dass Stereotype sich genauso negativ auf Männer – die gesellschaftlich dominante Gruppe – auswirken können, wurde bisher weitgehend übersehen. Dabei scheinen Männer sogar in doppelter Hinsicht unter negativen Auswirkungen von Stereotypen zu leiden: einerseits, wenn sie den gängigen Stereotypen entsprechen, andererseits aber auch, wenn sie dies nicht tun. Zudem lässt sich aufzeigen, dass für die Gruppe der Männer negative Auswirkungen nicht nur von negativen Stereotypen ausgehen, sondern dass auch Stereotype, die zunächst nicht als negativ gelten, durchaus negative psychische und physische Auswirkun gen auf Männer haben können. Der Druck, den die Erfüllung der männlichen Geschlechtsrolle mit sich bringt, kann erhebliche Auswirkungen auf das seelilsche und körperliche Wohlbefinden von Männern haben. Zudem erfahren Männer in vielen Bereichen des täglichen Lebens Benachteiligungen und Ungleichbehandlung allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht. Bestimmte Eigenschaften oder Rollen, wie zum Beispiel die Opferrolle, werden ihnen abgesprochen. Andere Attribute hingegen – wie zum Beispiel Härte und Stärke – werden überbetont. Hieraus resultieren unter anderem härte und schnellere Bestrafungen oder Sanktionen. Empathie und soziale Unterstützung gegenüber Männern bleiben dadurch häufig versagt.“

Über das Referat schon länger vorliegender Studien geht die Arbeit insgesamt nicht hinaus und enthält keinerlei eigene Gedanken, keine neuen Vorschläge oder andere eigene Versuche, Argumente zu rekonstruieren oder zu kritisieren.

Für eine Bachelorarbeit ist das nach meinem Verständnis ein wenig dünn. Informationen, die nicht schon ohnehin ständig in der maskulistischen Blogosspähre zirkulieren, enthält die Arbeit ebenfalls nicht. Das einzig Bemerkenswerte an der Arbeit liegt meiner Ansicht nach dann auch eher darin, daß  das Thema überhaupt an einer akademischen Institution in Deutschland als Abschlußarbeit akzeptiert wurde.


31 Kommentare

  1. wollepelz sagt:

    Ich habe auch schon an anderer Stelle festgestellt, dass die Informationen allesamt schon bekannt sind.

    Sie hat in der Wahrnehmung hier ebenfalls einen Frauenbonus. Das bemerken aber viele nicht.

    Dein Fazit trifft es aber zu 100%.

    • Viel wesentlicher ist meiner Ansicht nach, daß Maskulisten durch ihre Begeisterung für diese Arbeit so tun, als würden die für uns wesentlichen Probleme angesprochen werden – was aber meiner Ansicht nach nicht der Fall ist.

      • wollepelz sagt:

        Das liegt ja auch immer in der Art und Weise der Auseinandersetzung mit dem Thema.

        Aus oberflächlicher Sicht ja vielleicht schon. Ich bezweifle auch, dass die meisten die über die Bachelorarbeit reden, diese auch gelesen haben. 😉

  2. Bemerkenswert ist es schon, daß es so einfach zu sein scheint viele Maskulisten glücklich zu machen. 🙂

    Vielleicht sollte man unter einem Frauennamen die gleichen Inhalte kommentieren, dann sind die Herren bestimmt aus dem Häuschen.

    Ich wundere mich immer wie zB die Monika Ebeling immer als Heldin rumgereicht wird. Die Dame war Gleichstellungsbeauftragte! Sie ist nicht aus Überzeugung gegangen, sondern rausgeflogen. Die hat Gleichstellung vertreten und teilweise davon gelebt. Gleichstellung ist doch eines der Hauptprobleme für Männerrechte. Warum fällt das kaum jemandem auf und warum sagt fast keiner was zu diesen Aspekten dieser Damen?

    Ich denke auch, daß die hier besprochene Arbeit die Probleme nicht erfasst hat.

    • „Gleichstellung ist doch eines der Hauptprobleme für Männerrechte. Warum fällt das kaum jemandem auf und warum sagt fast keiner was zu diesen Aspekten dieser Damen?“

      Das ist doch ganz klar: Die gemäßigten Maskulisten glauben, daß sie endlich von den Massenmedien zur Kenntnis genommen werden, wenn sie sich dem Feminismus anbiedern und ihm irgendwie entgegenkommen.

      Meiner Meinung nach ist der Preis, den sie dafür zu zahlen bereit sind, zu hoch.

      • LoMi sagt:

        “ Die gemäßigten Maskulisten glauben, daß sie endlich von den Massenmedien zur Kenntnis genommen werden, wenn sie sich dem Feminismus anbiedern und ihm irgendwie entgegenkommen.“

        Wer glaubt das? Hat das irgendjemand explizit so gesagt?

        Die einzige Äußerung, die annähernd in diese Richtung ging, stammte von Leszek: Er meinte, dass gewisse „Brachialmaskulisten“ durch ihren Stil verhindern würden, dass der Maskulismus mainstreamfähig werden könnte. Dabei ging es aber um Wortwahlen, also Beleidigungen, Abwertungen usw., genau genommen war das eine Kritik an einem gewissen Rantismus ^^

        Dass jemand wie Leszek dann noch Schnittmengen sucht zwischen Männernrechtlern und Frauenrechtlern, hat damit erst einmal nichts zu tun. Das begründet sich eher durch seine eigene Weltanschauung.

        Deshalb würde ich das trennen: Die Kritik am „Stil“ und den Trend mancher Leute, mit Feministinnen Dialog zu suchen. Die Dialogsuche gibt es freilich. Doch diese Dialogsuche begründet sich inhaltlich und nicht taktisch. Taktisch wäre sie, wenn der Dialog nur das Vehikel wäre, um salonfähig zu werden. Aber ich meine, dass z.B. jemand wie Christian hier nicht taktisch denkt, sondern aus echter Überzeugung der Meinung ist, es könne einen akzeptablen gemäßigten Feminismus geben.

        Das wird man dann auch inhaltlich diskutieren müssen: Ist Feminismus an sich problematisch oder ist DER Feminismus bloß die schlechte Ausführung des an sich vorstellbar guten Feminismus? Taktiken bezüglich der Medien spielen für diese Diskussion keine Rolle.

        Diesbezüglich wird es meiner Meinung nach zwei Formen von gemäßigten Maskulisten geben: a) die dialogorientierten Gemäßigten, die meinen, dass man die eigenen Ziele gemeinsam mit „guten“ Feministen verwirklichen können, b) die „akademischen“ Gemäßigten, die zwar antifeministisch gesonnen sind, aber ihre Kritik vor allem sachlich-argumentativ statt kämpferisch-aggressiv vorbringen wollen.

        • LoMi sagt:

          Als Ergänzung dazu dieser von Arne Hoffmann verlinkte Comic: http://www.tickld.com/x/what-people-really-need-to-know-about-sexism-this-is-so-refreshingly-accurate

          Past hervorragend als Illustration des Standpunktes, dass es eine Form des „vernünftigen“ Feminismus geben könnte.

          • Das wäre ein ganz anderer Feminismus. Ich sehe schon, wir müssen noch mal alles von vorne diskutieren.

            Ich denke, daß muß man in das Verständnis von Mäßigung hinzunehmen.

            • LoMi sagt:

              Definitiv. Ich glaube, dass Du das Wesen der „Mäßigung“ noch nicht ganz erfasst hast. Man müsste dieses eher beschreiben als den Glauben an eine Männer und Frauen integrierende Weltsicht, also eine Form von humanistischer Supertheorie, die jeden Konflikt aufheben könne. Das jedenfalls scheint mir die Form der „Mäßigung“ zu sein, gegen die Du Dich positionierst.

              Wo ich da selber stehe, weiß ich nicht. Einerseits finde ich eine solche Vorstellung furchtbar naiv. Andererseits könnte mein Faible für argumentative Verständigung bereits implizit eine solche naive Theorie enthalten.

            • „Ich glaube, dass Du das Wesen der “Mäßigung” noch nicht ganz erfasst hast.“

              Stimmt, ich rätsele sowohl über die Thesen, die Argumente als auch die motivierenden Intuitionen – das ist mir alles noch viel zu schwammig.

              Humanistische Supertheorie … so eine Art Neuauflage von Faust II?

              Ja, dagegen positioniere ich mich: Ich hab nichts dagegen, alle Konflikte in mit so einer Supertheorie zu vermeiden, aber wenn sie mal da sind, dann muß auch Gerechtigkeit herrschen – und meiner Ansicht nach fehlt Gemäßigten jeder Gerechtigkeitssinn.

              Und das ist mein Ernst. Handlungen und Entscheidungen, die Gerechtigkeit als Leitprinzip vergessen, verlieren – wenn ich mal metaphorisch werden darf – den Kontakt zur Realität: Wir kreieren mit solchen Handlungen eine Scheinwelt und können uns alle alethischen Ansprüche gleich sparen.

              „Andererseits könnte mein Faible für argumentative Verständigung bereits implizit eine solche naive Theorie enthalten.“

              Das war immer meine Vermutung. Der Konflikt zwischen Fundamentalismus und Gemäßigten wird genau an dieser Stelle interessant.

              Und wir heißen nicht nur deshalb Fundamentalisten, weil wir Arne auf die Füße treten wollen, sondern weil wir Relativismus und Konstruktivismus ablehnen – zwei Elemente, die meiner Vermutung nach diese naive Theorie benutzen muß, wenn sie konsistent sein will.

              Aber das ist natürlich eine andere Diskussion, die wir in mehreren blogs führen müssen.

        • „Dabei ging es aber um Wortwahlen, also Beleidigungen, Abwertungen usw., genau genommen war das eine Kritik an einem gewissen Rantismus.“

          Der letzte post, der zugegeben hat, ein rant zu sein, kam von EvoChris – es ging um meinen post, wenn ich mich richtig erinnere.

          „Dass jemand wie Leszek dann noch Schnittmengen sucht zwischen Männernrechtlern und Frauenrechtlern, hat damit erst einmal nichts zu tun.“

          Hab ich das gesagt? Leszek bezeichnet sich meines Wissen nach nicht als gemäßigt.

          „Die Kritik am “Stil” und den Trend mancher Leute, mit Feministinnen Dialog zu suchen.“

          Diese Trennung hab ich schon immer gemacht. Wir oft müssen wir das wiederholen?

          „Die Dialogsuche gibt es freilich. Doch diese Dialogsuche begründet sich inhaltlich und nicht taktisch.“

          Woher weißt du das? Der nachdenkliche Mann sieht da inhaltliche Überschneidungen, aber wir wissen nichts darüber, daß alle anderen das auch so sehen.

          „Taktisch wäre sie, wenn der Dialog nur das Vehikel wäre, um salonfähig zu werden. Aber ich meine, dass z.B. jemand wie Christian hier nicht taktisch denkt, sondern aus echter Überzeugung der Meinung ist, es könne einen akzeptablen gemäßigten Feminismus geben.“

          Ach, du meine Güte …..

          „Das wird man dann auch inhaltlich diskutieren müssen:“

          Ja, klar – wir wissen ja auch NICHTS über den Sexismus der feministischen Ideologie // Ironie aus

          „Diesbezüglich wird es meiner Meinung nach zwei Formen von gemäßigten Maskulisten geben: a) die dialogorientierten Gemäßigten, die meinen, dass man die eigenen Ziele gemeinsam mit “guten” Feministen verwirklichen können, b) die “akademischen” Gemäßigten, die zwar antifeministisch gesonnen sind, aber ihre Kritik vor allem sachlich-argumentativ statt kämpferisch-aggressiv vorbringen wollen.“

          Ah, meine alte Unterscheidung zwischen dick-gemäßigt und dünn-gemäßigt – meine Vokabeln sagen dir nicht zu?

          • LoMi sagt:

            Korrekt, Deine Vokabeln treffen es nicht. Sonst gäbe es nicht den Irrtum, dass es Gemäßigten nur um Medienaufmerksamkeit ginge.

            „Ach, du meine Güte …..

            “Das wird man dann auch inhaltlich diskutieren müssen:”

            Ja, klar – wir wissen ja auch NICHTS über den Sexismus der feministischen Ideologie // Ironie aus“

            Elmar, ich beschreibe nur, ich habe hier keinen eigenen Standpunkt formuliert. Ich glaube, das hast Du missverstanden.

            „“Die Dialogsuche gibt es freilich. Doch diese Dialogsuche begründet sich inhaltlich und nicht taktisch.”

            Woher weißt du das? Der nachdenkliche Mann sieht da inhaltliche Überschneidungen, aber wir wissen nichts darüber, daß alle anderen das auch so sehen. “

            Doch, das wissen wir, weil Christian zum Beispiel ganz offen die Meinung vertritt, es könnte einen akzeptablen gemäßigten Feminismus geben. Ebenso formuliert er häufiger den Standpunkt, es gäbe einen Humanismus,der sowohl Männer- als auch Fraueninteressen beinhalte. Auch begründet er öfter, warum es gut sei, mit Feministinnen ins Gespräch zu kommen. Da sehe ich einfach eine Überzeugung am Werk und keine Taktik.

            Wie man diese Überzeugung beurteilt, ist eine ganz andere Frage. Ich beschreibe hier nur. Besonders dialogwillig bin ich nämlich nicht, was die Femis angeht.

            • „Elmar, ich beschreibe nur, ich habe hier keinen eigenen Standpunkt formuliert. Ich glaube, das hast Du missverstanden.“

              Ja, hatte ich anders verstanden, danke für die Korrektur.

            • LoMi sagt:

              „Ja, hatte ich anders verstanden, danke für die Korrektur.“

              Gerne. Genau diese Distanz und nüchterne Beobachtung ist typisch soziologisch (eigentlich).

    • „Gleichstellung ist doch eines der Hauptprobleme für Männerrechte.“

      – Woran machst du das fest?

      Ich persönlich sehe mich als durchaus gemäßigt und kann dem Feminismus in Teilen auch etwas abgewinnen. Ich habe ein Problem nicht mit der grundsätzlichen Idee von Gleichstellung, sondern damit, dass sie falsch verstanden wird: Dass nämlich zum einen nur dort eine Gleichstellung gefordert wird, wo dies vermeintlich oder tatsächlich zum Vorteil der Frauen gereichen würde, nicht aber umgekehrt; und dass zum anderen Gleichstellung in eine Gleichverteilung münden soll, ungeachtet der Möglichkeit, dass Frauen und Männer unterschiedliche Präferenzen haben können. Das sind die einzigen Kritikpunkte, die ich an der Gleichstellung habe, aber das ist keine grundsätzliche Ablehnung von Gleichstellung.

      Wieso meinst du, dass – hinausgehend über das, was ich schon schrieb – Gleichstellung das Hauptptoblem für Männerrechte sei?

      • Du hast doch selber geschrieben was uA gegen Gleichstellung spricht.

        Gleichstellung bedeutet willkürliche Gruppenrechte bei gleichzeitigem Entzug oder Einschränkung der Rechte anderer Gruppen. Dir werden Rechte gewährt oder vorenthalten weil Du zu einer willkürlich festgelegten Gruppe gehörst oder eben nicht. Du kannst an dieser Mitgliedschaft zu einer Gruppe iA auch nix ändern noch hast Du daran eigene Verdienste. Hast Du Dir ausgesucht zB ein Mann zu sein?

        Jetzt werden Vaginen gezählt und weil Du eben keine hast, hast Du entsprechend weniger Rechte. Das soll weiter kein Problem sein? Der Wink mit dem Zaunpfahl des Dir willkürlich vorenthaltenem Wahlrechts zu Gleichstellungsbeauftragten, einfach weil Du ein Mann bist, ist bei Dir wohl noch nicht angekommen?

        Gleichstellung ist ein Gegenteil von Gleichberechtigung! Aber das scheint für Soziologen nicht begreifbar zu sein und entsprechend sehen diese im Feminismus und Genda auch kaum Probleme …

        • Ach ja:

          „Wieso meinst du, dass – hinausgehend über das, was ich schon schrieb – Gleichstellung das Hauptptoblem für Männerrechte sei?“

          Ich meine nicht, daß es DAS Hauptproblem ist! Ich denke es ist EIN Hauptproblem!

          Das ist immerhin ein kleiner Unterschied, denkst Du nicht?

        • Du hast die Welt gerne schwarz und weiß. Schön wär’s, aber so ist es nunmal nicht. Wenn du zum einen die Fähigkeit des sorgfältigen Lesens erlernt hättest bzw von dieser Gebrauch machen würdest, dann würdest du sehen, was du mir da für einen kolossalen Unfug vorhältst.
          Man muss sich schon fragen, wie du auf die Idee, kommst, ich sähe im Feminismus und Genderismus kaum Probleme. Natürlich sehe ich da Probleme. Aber wenn du daher kommst und behauptest, dort sei alles des Teufels und du seist der einzige, der vom Kuchen der Weisheit genascht hat und das erkennt, dann bist du genauso verbohrt wie die Feministen selbst und ihnen damit viel ähnlicher als ich.

          • Was willst Du mir sagen? Wer den entscheidenden Unterschied von Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht erkennen kann und dementsprechend Gleichstellung nicht für weiter schlimm hält, der braucht mich sicher nicht zu belehren. Bei Gleichberechtigungsgegnern mache ich allerdings keine Unterschiede … die sind für mich alle schwarze Lümmel. 🙂

            Du solltest anderen nix vom sorgfältigem Lesen erzählen, wenn Du bei, „ein“ Problem und „das“ Problem keinen Unterschied siehst.

            Ob Du mich den Feminist.I.nnen ähnlicher hälst als Dich selbst ist mir wirklich wurst!

            • Nun, die Frage ist ja: Was meinen wir, wenn wir über Gleichstellung reden?

              Eins finde ich ziemlich witzig: Ich schreibe, welches Problem ich mit Gleichstellung habe und frage dich, welche Problem darüber hinausgehend du darin siehst. Dann schreibst du, ich hätte ja schon geschrieben, was Gleichstellung u.A. ausmacht – und erzählst das selbe nochmal mit anderen Worten. Und im nächsten Post wirfst du mir dann vor, den entscheidenden Unterschied nicht verstanden zu haben.
              Wie passt das zusammen?

              Ja, du hast Recht: Es gibt einen Unterschied zwischen bestimmten und unbestimmten Aritkeln. „Das“ Problem heißt: Es gibt ein und nur ein Problem. „Ein“ Problem heißt, es gibt eines unter mehreren. Da du aber nur ein einziges Problem ansprichst, und nicht mehrere, wird das „eine“ Problem zu „dem“ Problem – dem Problem, über das wir hier reden. Darauf herumzureiten, dass man ja eigentlich mehrere Probleme sieht, ohne aber mehrere zu nennen, ist ein rhetorisches Mittel: Es dient dazu, sich nicht festlegen zu müssen. Du willst dich hier wie ein Aal aus meinem Griff herausschlängeln.
              Dass du auf dieser Unterscheidung so herumreitest, offenbart zudem nur, wie verzweifelt du auf der Suche nach Munition gegen mich bist.

            • “ …wie verzweifelt du auf der Suche nach Munition gegen mich bist.“

              Ach Du schei **! Nimm Dich mal nicht zu wichtig. Von mir kannst Du denken wat Du willst. Wer auf Gleichstellung besteht kann mir eh gestohlen bleiben. Ich hatte mit meiner Einschätzung von Sozialern schon doch richtig gelegen, zumindest in Deinem Fall.

              Mach was Du willst und halte Gleichstellung für eine feine Sache oder eben nicht. Wenn Du meinst persönlich werden zu müssen, suchst Du Dir lieber eine (n) anderen.

              Gibt übrigens genügend Stellen im Internetz wo Dir diese Unterschiede erklärt werden könnten. Ich habe es versucht, Du willst oder kannst nicht verstehen, also lass ich es.

              Wenn Du wirklich denkst ich hätte das Gleiche geschrieben wie Du, dann hat es mit unser beider Schreib/Leseverständnis wirklich keinen Zweck … 😦

  3. „Über das Referat schon länger vorliegender Studien geht die Arbeit insgesamt nicht hinaus und enthält keinerlei eigene Gedanken, keine neuen Vorschläge oder andere eigene Versuche, Argumente zu rekonstruieren oder zu kritisieren.

    Für eine Bachelorarbeit ist das nach meinem Verständnis ein wenig dünn.“

    Nun, tatsächlich ist das genau die Anforderung, die an Bachelorarbeiten gestellt wird. Mein Prof sagte es einmal so: „Das schlimmste, was Ihnen passieren kann, ist, dass Ihnen mitten in Ihrer Arbeit eine eigene Idee kommt.“
    Es ist halt eine wissenschaftliche Arbeit, kein Essay, da geht es nicht um eigene Ideen sondern um trockene Wissenschaft. Schon gar nicht ist es das Ziel von Wissenschaft, „Missstände“ zu „lösen“. Ob etwas ein Missstand ist oder nicht, ist Interpretationssache. Wissenschaft soll aber wertfrei sein. Um solche „Lösungsvorschläge“ zu machen, müsste also etwas erst einmal als problematisch identifiziert werden – und das ist nicht Sache der Wissenschaft. Würde Hermann dies tun, dann würde sie den selben unseglichen Weg beschreiten wie die Feministen und die Wissenschaft für private Wertvorstellungen missbrauchen.

    Ich muss hingegen sagen, dass dies hier nicht die Erwartungen erfüllt, die ich an eine Rezension richte. Du zitierst sehr viel wörtlich – das ist überflüssig. Statt die Arbeit als ganze zu rezensieren, kommentierst du nur ausgewählte Zitate.
    Von einer Rezension erwarte ich schon noch Antworten auf folgende Fragen: Folgt die Autorin stringent ihrem Fragenkatalog? Beantwortet sie ihre Fragen am Ende? Ist das Konzept in sich schlüssig (unabhängig davon, was du vom Inhalt hältst)? Gelingt es der Autorin, das Ziel ihrer Arbeit zu erreichen? Wie ist die Arbeit aufgebaut, wie ist der Stil?

    Mit deiner eigenen Meinung immerhin hältst du nicht hinter dem Berg. Wenn ich das richtig sehe, gibt es dir zufolge nichts gutes an ihr.

    • „Nun, tatsächlich ist das genau die Anforderung, die an Bachelorarbeiten gestellt wird.“

      Ja, die Mediziner bekommen gelegentlich dafür sogar den Dr.-Titel.

      Aber lustig zu sehen, daß du dir Mühe gibst, deine Protagonistin zu verteidigen und eine Rezension kritisierst, ohne die rezensierte Arbeit gelesen zu haben.

      „Wenn ich das richtig sehe, gibt es dir zufolge nichts gutes an ihr.“

      Hm, hast du die Rezension gelesen? Sie macht nicht viel falsch, die Arbeit ist durchsichtig geordnet, es wird korrekt zitiert, aber Arbeit bringt uns nicht weiter. Daß du daraus „nichts Gutes“ machst, zeigt deine tendentiöse Einstellung nur zu gut.

      Schade, aber es ist auch gut zu wissen, was es heißt, gemäßigt zu sein.

      „Folgt die Autorin stringent ihrem Fragenkatalog?“

      Aber das siehst du doch selbst. Wenn du die Arbeit gelesen hättest, dann wüßtest du, daß das hier so ziemlich der ganze Inhalt der Arbeit ist. Und einige Fragen bleiben offen, das sagte ich schon.

      Mach doch mal eine eigene Rezension, ich freu mich schon darauf, von dir zu lernen. 🙂

  4. „Über das Referat schon länger vorliegender Studien geht die Arbeit insgesamt nicht hinaus und enthält keinerlei eigene Gedanken, keine neuen Vorschläge oder andere eigene Versuche, Argumente zu rekonstruieren oder zu kritisieren.“

    Das ist nun einmal das Wesen einer Bachelorarbeit 😛 Die Bologna-Reform wurde nicht eingeführt, um mehr wissenschaftliches oder gar kritisches Denken zu produzieren, sondern um die Ausbildungskosten einseitig auf die Auszubildenden abzuwälzen 😉

    Ich habe den Text auch durch und leider ist sie wirklich nur als Zusammenfassung und als Pflock zu Männerthemen im akademischen Umfeld zu gebrauchen.

    • „Das ist nun einmal das Wesen einer Bachelorarbeit 😛 Die Bologna-Reform wurde nicht eingeführt, um mehr wissenschaftliches oder gar kritisches Denken zu produzieren, sondern um die Ausbildungskosten einseitig auf die Auszubildenden abzuwälzen.“

      Wahr, aber zynisch. 😉

  5. LoMi sagt:

    Ich habe die Arbeit noch nicht gelesen.

    Aber ich bitte um etwas Nachsicht: Auch wenn Frau Herrmann hier keine Revolution vollbracht hat, muss man berücksichtigen, dass dies eine Bachelorarbeit ist. Das ist ähnlich dem Vordiplom. Die Erwartung an eigene Ideen darf hier nicht zu hochgehängt werden. Es wäre zwar wünschenswert, dass auch Bachelor-Studis in der Lage sind, kritisch zu reflektieren. Aber eigentlich ist es dafür noch zu früh in diesem Stadium der Ausbildung.

    Das hat übrigens auch wenig mit Bologna zu tun. Auch vor Bologna war zu diesem Zeitpunkt nicht so viel mehr zu erwarten. Das ist ganz normal. Nicht einmal die Diplomarbeit unterlag der Anforderung, etwas eigenes zu leisten. Sie diente dem Nachweis der Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Freilich darf man „informell“ bei einer Diplomarbeit (heute: Masterarbeit) mehr Eigenanteil erwarten.

    Aber eigentlich ist erst die Doktorarbeit der Zeitpunkt des Nachweises, durch wissenschaftliches Arbeiten etwas Neues einzubringen.

    Die Kritik freilich,d ass diese Arbeit von Männerrechtlern hochgejazzt worden ist, ist berechtigt.

    • „Das ist ähnlich dem Vordiplom. Die Erwartung an eigene Ideen darf hier nicht zu hochgehängt werden.“

      Seh ich nicht so: Als philosophische Hausarbeit z.B. hätte die Arbeit sicher Probleme, zu bestehen. Aber das ist ja eigentlich nicht unser Problem als Männerrechtler.

      „Aber eigentlich ist erst die Doktorarbeit der Zeitpunkt des Nachweises, durch wissenschaftliches Arbeiten etwas Neues einzubringen. “

      „was Neues“ ist mehr als „was eigenes“: Diese Arbeit enthält keine eigenen Gedanken, es gibt nicht mal eine argumentative Rekonstruktion. Das ist nach 3 Jahren Studium zu wenig.

      Aber es freut mich zu sehen, daß ihr Männer euch alle für eine Frau stark macht und es BÖSE findet, daß sie nicht gelobt wird. 😉

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