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Die public diplomacy des Feminismus

Christian Schmidt von AllesEvolution verdanke ich den Hinweis auf das unten stehende Video des bloggers Michael Buchinger, der sich rühmt, Kurse in Gender Studies belegt zu haben, und das sehr schön deutlch macht, welche Propaganda der Feminismus in Bezug auf sich selbst an der Universität durch den Studiengang Gender Studies betreibt. Als eine der wichtigsten antifeminsitischen Aktivitäten erweist sich überraschenderweise immer wieder die Aufklärung und dieser post wird deutlich machen, warum das so ist.

Feministische Praxis hat wenig zu tun mit feminstischer Theorie, die denjenigen Basisintuitionen folgt, die den Feminismus ausmachen und deren Ursprung im wesentlichen auf den literarischen Feminismus von Simone de Beauvoir zurückgehen. Daher ist die Analyse der feministischen Praxis und auch der Gender Studies ein eigenes genre, dem ich hier schon einmal gefolgt bin und das viel größeren praktischen Nutzen hat, als jedes Verständnis von Feminismus.

Am einfachsten ist es, wenn ich dem Beitrag chronologisch folge, in dem der video-blogger Michael Buchinger insgesamt sieben Gründe anführt, warum er sich selbst als Feminist versteht.

  • Dabei hat es mich zu Anfang sehr gewundert, daß Michael Buchinger meinte, nicht in einem Satz sagen zu können, warum er Feminist ist. Denn ich kann in einem Satz sehr gut zusammenfassen, warum ich Antifeminist bin – here we go: „Ich bin Antifeminist, weil jeder Feminismus geschlechterrevanchistisch, antihumanistisch und damit unmoralisch ist und die feministische Annahme, daß das Leben der Menschen dominant durch ein Machtgefälle der Geschlechter strukturiert wird, empirisch falsch ist.„. Vielleicht wäre meine Begründung dafür länger als ein einziger Satz, aber auf den Punkt bringen kann ich meinen Standpunkt in jedem Fall.

Obwohl man bei einem frei gesprochenen video weniger Zeit für Präzision und überlegte Stringenz hat, so daß man nicht alles und jedes Wort auf die Goldwaage legen darf, können wir annehmen, daß Michael Buchinger uns zeigt, was er in seinen Gender Studies gelernt hat. Ich werde daher versuchen, seine Gründe sinnvoll zusammen zu fassen und zu analysieren. Folgen wir also zunächst schrittweise seinem video, denn ich habe meine Zweifel, ob man überhaupt verstehen kann, was er uns sagen möchte, weil sein Beitrag hochgradig suggestiv ist.

Erster Grund von 0:44 min bis 01:47 min:

„Manche Leute sagen, sie hassen Feminismus. Die Leute denken bei dem Wort „Feminismus“ aber immer an das Bild, daß sie in dem Medien vermittelt bekommen: Daß es sich um radikale Frauen handelt, die Männer ausrotten wollen. Das stimmt aber nicht, denn es gibt viele verschiedene Sorten von Feminismus wie Radikalfeminismus, Differenzfeminismus, Gleichheitsfeminismus, queer-Feminismus, sozialistischer Feminismus oder spiritueller Feminismus. Wenn man sagt, man hasse Feminismus, dann gilt das für alle Sparten von Feminismus. Das ist im Grunde so, als würde man sagen, man haßt Musiker, während man nur Gitarrenspieler haßt. Im Feminismus geht es nicht um die Unterdrückung des Mannes oder die Hervorhebung der Frau, sondern um die Gleichberechtigung der Geschlechter – und ich finde nicht, daß das etwas Schlechtes ist. Und deshalb bin ich Feminist.“

Mein Kommentar:

Wie üblich wird hier kein Unterschied zwischen der Ideologie des Feminismus und seinen Vertretern gemacht: Angeblich wird Feminismus abgelehnt, weil böse Frauen abgelehnt werden – wobei eben offenbleibt, ob die Frauen für ihre Radikalität nicht gute Gründe haben, die aber eben nur von denen fieser Weise ignoriert werden, die diese Frauen und ihren Feminismus ablehnen. Damit funktioniert diese Verteidigung des Feminismus nur, wenn Michael Buchinger sicher sein kann, daß in unserer Gesellschaft Einigkeit darüber besteht, daß Frauenhaß unmoralisch oder unzivilisiert ist – eine Annahme, die Feminismus eigentlich unnötig machen sollte.

Seit der Weltfrauenkonferenz 1995 in Beijing geht es dem Feminismus ganz offiziell nicht mehr nur um Gleichberechtigung, sondern um Gleichstellung. Von der bescheideneren Gleichberechtigung wird immer nur dann geredet, wenn der Feminismus verteidigt werden soll. Die stärkere Forderung der Gleichstellung der Geschlechter als Klassen aber liegt allen politischen Forderungen zugrunde. Das Problem daran ist natürlich, daß die Folgen individueller Entscheidungen ausgeblendet und so getan wird – wir nehmen die Annahme der biologischen Geschlechtergleichheit einmal hin – als seien die kulturellen Gründe der Geschlechter, ein bestimmtes und kein anderes Leben freiwillig zu wählen und sich dafür zu engagieren, ebenfalls gleich. Doch das verträgt sich mit den Annahmen des Feminismus natürlich nicht, die allein die Frauen allein gesellschaftsbedingt im Nachteil sehen.

Jeder Feminismus, der seine eigenen Thesen ernst nimmt, muß mehr als Gleichberechtigung fordern. Denn Feminismus besagt, daß Frauen aufgrund einer längs eines Machtgefälles zwischen den Geschlechtern zuungunsten der Frauen strukturierten Kultur, die natürlich auch Rechtsnormen gebildet hat, benachteiligt sind. Die Rechtsnormen aufzuheben genügt daher nicht, weil Recht zu haben und Recht zu bekommen, nicht dasselbe sind. Die vom Machtgefälle profitierenden Männer müssen daher auch dazu gebracht werden, faktisch den Frauen zu geben, was den Frauen von Rechts wegen gebührt. Daher fordert kein Feminismus NUR gleiche Rechte, sondern IMMER MEHR nämlich gleiche Macht und gleiche Verteilungen – was Michael Buchinger aber entweder nicht weiß oder verschweigt.

Die eigenen Feminismuskenntnisse von Michael Buchinger sind auch kaum wahrnehmbar, denn er behauptet, daß Radikalfeminismus, Differenzfeminismus, Gleichheitsfeminismus und queer-Feminismus etc. verschiedene Sparten von Feminismus seien – so als hätten sie nichts miteinander zu tun, sondern wären nicht nur verschiedene Geschmacksrichtungen, sondern verschiedene Gerichte, unter denen man wählen kann. Doch das stimmt nicht. Denn wer nachließt, was diese Richtungen behaupten, der bemerkt, daß jede feministische Theoriebildung offenbar auf zwei verschiedene Weisen erfolgen:

  • (A) Sie analysiert und erklärt ihre Basisintuitionen und ihre Folgerungen. Dann geht es nicht um die Frage, ob der Feminismus recht hat, sondern wie man sich erklären kann, daß er recht hat.
  • (B) Sie begründet, daß die Realität wirklich so beschaffen ist, wie es der Feminismus behauptet.

Die von Michael Buchinger genannten Feminismusvarianten sind alles Projekte i.S.v. (A), d.h. sie versuchen alle die metaphyische Frage zu beantworten, worin die wahre Natur der Geschlechterrealität besteht und was die ersten Ursachen und Prinzipien dieser wahren Realität sind. Die Antworten darauf sind unterschiedlich z.B.:

  • Radikalfeminismus: der teuflische Sexdrang des Mannes
  • Differenzfeminismus: die böse Natur des Mannes und seine falsche Moral
  • queer-Feminismus: die Tatsache, daß sexuelles Begehren primär immerhalb einer Geschlechterdichotomie stattfindet

Entsprechend stimmen alle Feminismen darin überein, daß es einen gesellschaftsweiten, soziologischen Geschlechterkonflikt gibt – nur die Begründung variiert – was Michael Buchinger aber entweder nicht weiß oder verschweigt.

Und last not least gibt es immer wieder Feministen wie Andrea Dworkin, Valerie Solanas oder Krista Milburn, deren Männervernichtungsphantasien öffentlich und in den Medien immer wieder beklatscht und umjubelt werden, oder als wichtige Beiträge zur feministischen Theorie bezeichnet werden. Mit Gleichberechtigung hat das wohl kaum etwas zu tun – was Michael Buchinger aber entweder nicht weiß oder verschweigt.

Zweiter Grund von 01:48 min bis 03:02 min:

„Es gibt in meinem Bekanntenkreis tief verankerte gender-Normen, die ich für gefährlich halte. Nur ein Beispiel einer Bekannten:

  • Männer können alles besser als Frauen.
  • Denn Männer sind biologisch dazu veranlagt, alles besser zu machen als Frauen.
  • Deshalb sind Frauen zweitrangig.
  • Frauen sind schlechter geboren als Männer.

Es hat mich traurig gemacht, daß diese erwachsene Frau mit dieser Ansicht zufrieden ist. Ich würde nicht sagen, daß diese Frau dumm ist, aber wenn man solche Aussagen oft genug hört, dann glaubt man sie irgendwann. Aber diese Ansicht stimmt gar nicht und deshalb bin ich Feminist.“

Mein Kommentar:

Doch, diese Frau ist definitiv dumm und ich habe so einen Quatsch nicht mal von meinen Großeltern erzählt bekommen. Doch die wesentlichen Fragen sind natürlich folgende:

  • Wie kann ich wissen, daß eine Ansicht ein Beispiel für eine gültige, soziale Norm ist? Nicht jedes dumme Geschwätz wird von der Gesellschaft beachtet. Wenn ich z.B. behaupten würde, daß der Mond aus grünem Käse besteht, würde das allein dann schon eine gesellschaftliche Aufklärungsbewegung erforderlich machen, weil eine Norm in die Welt gesetzt wurde? Wenn dem aber nicht so ist, dann beweist die Schilderung dieses Beispiels gar nichts.
  • Noch absurder ist die Idee, daß eine Behauptung, die oft genug wiederholt wird, irgendwann geglaubt wird. Wenn ich z.B. behaupten würde, daß ich ohne bodyguards keinen Schritt aus dem Haus machen kann, weil sonst alle Frauen sofort kreischend über mich herfallen würden, um mit mir eine Sexorgie abzuhalten, würde der Rest der Welt das dann deshalb glauben, weil ich die Geschichte ausreichend oft wiederholt habe? Natürlich nicht. Also: Warum sollte für Geschlechterklischees etwas anderes gelten?

Die Diagnose ist hier völlig klar: Michael Buchinger gibt die eigentlich benötigten Argumente gar nicht an, sondern appelliert an seine Adressaten, sich selbst diese Argumente zu suchen, weil der Zweck, die Förderung der Frauen, schließlich etwas Gutes sei. Darin müssen sich bereits alle einig sein, sonst klappt das Ganze nicht – was den Feminismus schon irgendwie überflüssig macht.

Dritter Grund von 03:03 min bis 03:49 min:

„Ich bin Feminist, weil ich gender marketing hasse. Das Problem an der Rubrik „freche Frauen“ in einem Buchladen z.B. ist nicht nur, daß Frauen vielleicht das Gefühl haben, sie müßten dort einkaufen, sondern daß ich als Mann selbst dort das Gefühl habe, daß ich dort nichts verloren habe – obwohl mich die Themen dort interessieren. In einer feministischen Buchhandlung würde es sowas nicht geben, sondern es würde Literatur für alle Geschlechter geben, schließllich kann ich genauso gut ein frecher Mann sein.“

Mein Kommentar:

Wenn es in einer feministischen Buchhandlung Abteilungen für alle Geschlechter geben würde, dann würde sich an den Gefühlen der Geschlechter in den falschen Abteilungen immer noch nichts ändern. Also – feministisch oder nicht, das scheint gar keinen Unterschied zu machen.

Zweitens frage ich mich, worum es dem Feminismus eigentlich geht: Daß alle in ihrer Wohlfühlkomfortzone durch ihr Leben gehen? Und wenn es so ist, warum gilt es nur für Frauen, daß sie allein mit Hilfe ihres Gefühls durchs Leben kommen dürfen, während die Männer angestrengt nachdenken müssen? Wie kann es dem Feminismus um Gleichheit gehen, wenn die Männer, die ja zwangsläufig die andere Seite des Gleichgewichts bilden müssen, nie zur Sprache kommen?

Vierter Grund von 03:50 min bis 04:29min:

„Ich habe das Buch How to be a Woman von Caitlin Moran gelesen. Darin gibt es einen Test auf Feminismus. Er lautet:

  • Wenn du eine Vagina hast und der Meinung bist, daß nur du über diese Vagina bestimmen dürfen solltest, dann bist du Feministin.

Ich möchte das ausweiten: Wenn man das will, dann ist man ebenfalls Feminist auch wenn man keine Vagina hat. Und das sehe ich so.“

Mein Kommentar:

Dieser Test ist schon ziemlich seltsam, denn Vergewaltigung war schon immer eines der schwersten Delikte überhaupt. Und zwar auch zu den Zeiten, von denen der Feminismus behauptet, sie seien patriarchalisch gewesen. Nun kann es aber nicht sein, daß Gesellschaften zugleich feministisch und patriarchalisch sind, das wäre ein Widerspruch. Der Test macht also entweder gar keinen Unterschied oder er ist unverständlich.

Aha.

Und das soll ein guter Grund für Feminismus sein? Spricht das nicht eher dagegen?

Fünfter Grund 04:30 min bis 05:16 min:

„Ich bin Feminist, weil ich, als ich jünger war, gerne Frauenkleidung getragen habe und dafür immer ausgelacht worden bin. Aber gleichzeitig war es absolut ok, wenn Mädchen T-shirts aus der Männerabteilung gekauft haben, weil ein Mann zu sein, ist super und toll, aber es ist lächerlich für einen Mann etwas so Degradierendes zu tun, wie Frauenkleidung zu tragen. Deshalb brauchen wir Feminismus.“

Öhm … Moment mal: Sagtest du, lieber Michael Buchinger, gerade nicht, daß Frauen etwas „dürfen“, was Männer nicht „dürfen“? Und heißt das nicht, daß Frauen mehr Freiheiten haben, als Männer? Und spricht das dann nicht für einen Feminismus, der sich für Männer engagiert? Und warum tut er das nicht? Und selbst, wenn es wahr wäre, daß die Männer nicht in Frauenkleidern rumrennen „dürfen“, weil es für sie erniedrigend wäre, ändert das doch nichts an ihren geringeren Möglichkeiten. Oder will der Feminismus nur etwas an den Gründen ändern, aus denen wir das tun, was wir schon vorher getan haben? Das wäre nicht gut, denn für die realen Möglichkeiten wäre das reine Augenwischerei und etwas ändern würde das nur an den Verfahren, Kritik an den bestehenden Verhältnissen abzuschmettern. Also: Was will der Feminismus sein – progressiv oder konservativ?

Sechster Grund 05:32 min bis 07:24 min:

„Ich bin Feminist, weil es Werbung gibt, die vorgibt, feministisch zu sein, aber für Frauen nicht ermutigend genug ist.“

Na ja … die Werbung sagt mir auch, daß es gut ist, mehr zu konsumieren, und das sehe ich jetzt auch nicht als guten Grund an, NOCH MEHR zu konsumieren. Oder will uns Michael Buchinger sagen, daß er Feminist ist, weil die anderen nicht feministisch genug sind? Und wenn es so wäre, würde das nicht wieder bedeuten, daß hier ein Mann versucht, mit der Emanzipation die Angelegenheiten der Frauen an sich zu reißen? Bevormundung? mansplaining? Hm, na?

Siebenter Grund 07:25 min bis 07:24 min:

„Ich bin Feminist, weil das Wort Feminismus in unserer Gesellschaft negativ behaftet ist aus Gründen, die nicht stimmen und deshalb sollten alle Menschen so oft wie möglich über Feminismus reden.“

Ein Müllmann zu sein, ist in unserer Gesellschaft auch ohne Grund negativ behaftet und das ist für dich sicher kein guter Grund, dich selbst als Müllmann zu bezeichnen. Also: Warum bist du wirklich Feminist, lieber Michael Buchinger?

Aber vielleicht war dieses ganze Video ja auch nur Satire, denn wenn das das Ergebnis des Studiums der Geschlechter sein soll, dann mache ich mir wirklich Sorgen, worin nach dem Abschluß die ökonomisch verwertbare Kernkompetenz bestehen soll.

Nachtrag: Einen anderen Kommentar zu diesem Video kann man sich hier ansehen.


52 Kommentare

  1. wollepelz sagt:

    “Ich bin Antifeminist, weil jeder Feminismus geschlechterrevanchistisch, antihumanistisch und damit unmoralisch ist und die feministische Annahme, daß das Leben der Menschen dominant durch ein Machtgefälle der Geschlechter strukturiert wird, empirisch falsch ist.“

    Du kannst ja auch recht kurz formuliert. Es sind allerdings zwei Sätze. 😉

  2. wollepelz sagt:

    Entschuldige, ich habe Deinen Beitrag nicht richtig gewürdigt:

    Er ist gut und hervorragend argumentiert.

    Hoffentlich zahlt sich die investierte Zeit aus.

    Danke!

  3. emma sagt:

    Das war richtiger Blödsinn. Und ich habe nicht die Nerven und Zeit dich auf deine zahlreichen logischen Fehler hinzuweisen, weil ich tatsächlich einsehe, dass bei manchen Menschen Hopfen und Malz verloren sind. Nur eins: Du kannst dir sicher sein, dass du mit diesen dämlichen Aussagen auf einem Entwicklungsstand, der etwas weiter zurückliegt stehen geblieben bist. Und außerdem versichere ich dir auch, dass sich jeder intelligente, empathische Mensch der im 21. Jahrhundert angekommen ist mit dir mehr als zwei Wörter wechseln wird. Deine schlecht formulierten, nichtssagenden Pseudoargumente helfen dir da auch nicht. Um das Ganze abzuschließen: Jede Frau, die etwas mit dir zu tun hat tut mir von Herzen leid und ich hoffe sie entwickeln irgendwann soviel Selbstachtung um zu erkennen mit wem sie sich da abgeben.

    • Ah, eine Frau, die sich über den youtube-link eingefunden hat …so so …

      Außer Beschimpfungen hat sie aber nicht viel zu bieten.

      Liegt vermutlich nicht an den Chromosomen, sondern mehr an der feministischen Grundhaltung, die fast immer so derartigen Entgleisungen führt.

      Daran sieht man auch, daß in Wahrheit Frauen und Feministen die Macht in der Gesellschaft haben. Denn sie glauben, es nicht nötig zu haben, für ihre Sache zu argumentieren, so wie wir Humanisten das tun müssen. Stattdessen bekommen sie auch ohne Argumente, was sie wollen, weshalb sie sich den Versuch leisten können, ihre politischen Gegner niederzuschreihen.

      Nur … beeindrucken tut dieses jämmerliche Verhalten niemanden.

    • wollepelz sagt:

      Ah! Ein Traumkommentar! Ein Kleinod, eine empathische über-intellektuelle Perle! Sollte man direkt konservieren. Ein Musterbeispiel für die Überlegenheit des Feminismus‘. Schön! Danke! :-*

  4. Chiara sagt:

    Der Artikel zeigt eigentlich nur, dass der Autor nicht verstanden hat, was Feminismus ist. Zudem sind viele Beispiele und Argumente schlichtweg falsch, da sie nicht den Fakten entsprechen. Meiner Meinung nach sehr schlecht recherchiert und unlogisch Argumentiert. Außerdem ist der Schreibstil eher aggressiv und nicht sachlich. Frauen und Männer sollten in der heutigen Gesellschaft nicht unterschiedlich behandelt werden und wer anderer Meinung ist, handelt meiner Meinung und Erfahrung nach aus purem Eigennutz.

  5. pufaxx sagt:

    … ach, wie putzig. Jetzt auf der Rechtschreibung rumzureiten. Wie wäre es mit der Zeichensetzung? Eingeschobene Relativsätze zwar mit Komma eingeleitet, aber nicht umschlossen. Oder hier hat’s mal geklappt: “ das dürften sogar Männer wissen, die trotz etlicher Erklärungen nicht kapieren, das Feminismus nichts anderes heißt“ – Dafür aber beim „das“ vor „Feminismus“ das zeite „s“ vergessen. Ausgerechnet in dem Satz, der jeden, der „dass“ noch mit „ß“ schreibt, als Idioten hinstellen soll.

    Schapoo.

    • Auseinandersetzungen auf diesem Niveau will ich auf diesem blog nicht sehen.

      Ich lösche Beleidigungen und Schwachsinn einfach.

      Das gilt für alle.

      • pufaxx sagt:

        Okay. Das war aber echt ne Steilvorlage. Sorry, dass ich drauf eingestiegen bin.

        • Aufeinander einzubrüllen bringt nichts und ist was für Feministen.

          Antifeministen sind zu allererst Humanisten.

          Danke.

          • pufaxx sagt:

            Ich empinde meine Antwort nicht „brüllend“, aber da man im Internet schwer einen Tonfall mitschicken kann … Nuja. Tatsächlich bin ich grad vollkommen entspannt.

            Es war nur eben wieder genau das, was ich so „liebe“. Irgendwer findet keine plausiblen Argumente, einen Text zu zerlegen, kommt dann mit Grammatik oder Rechtschreibung – und macht in genau DIESEM Text AUCH lauter Fehler. Das meinte ich mit „Ach, wie putzig“.

            Egal. Führt zu nix, da hast Du recht – und kannst den Kram gern löschen.

            • Feministen sind sich nicht zu schade, in dreistester Weise dumm zu lügen.

              Es geht ihnen um Macht, nicht um Argumente – weshalb sie keine Humanisten sein können.

              Gespräche, die von Feministen auf diese Weise geführt haben, sind reine Zeitverschwendung – wirklich. Löschen ist da die einzige Möglichkeit.

              Würden die Feministen die unterentwickelte Schwimmerbse zwischen ihren Ohren mal benutzen, dann würde ich mit ihnen reden. Normalerweise lösche ich keine abweichenden Meinungen auf meinem blog.

              Aber das hier war nur Trollerei.

    • pufaxx sagt:

      Oh. Und ich hab „zweite“ ohne „w“ geschrieben. So schnell kann’s gehen. Und das HTML-Tag für kursive Schrift habe ich auch nicht geschlossen.

  6. luisman sagt:

    Ich weiss ja dass Du alles auf rationale Argumente herunterbrichst, aber dem kleinen Kerlchen mit dem Moechtegern Bart und Schlafanzug Tshirt moechte ich intuitiv nur sagen : „Ja, ist ja gut mein Kleiner, jetzt mach dein Baeuerchen und geh ins Bett“.

    Der Grossteil sind wie ueblich Gefuehls-Argumente – 1. sie hassen, ich liebe Feminismus – 2. traurig gemacht, jetzt mache ich mich wieder happy – 3. Ich hasse Gender Marketing, ich liebe was anderes – 5. Ich mag mich nicht laecherlich fuehlen – 6. er braucht Ermutigung .

    4. und 7. sind was ich als Verschwurbelungs-Argumente bezeichne. Ich glaube Danisch hat einen besseren Ausdruck dafuer, der mir jetzt nicht einfaellt. Anders ausgedrueckt, er ist jetzt mal so richtig unlogisch und irrational, aber stolz darauf.

    • Das Interessante an der Sache ist, daß Michael Buchinger sich in einem anderen video als schwul outet.

      In der auf strikte Identitätspolitik festgelegten Queer Theory geht es bekanntlich u.a. darum, daß Schwule und Lesben infolge einer angeblich eigenen Lebensweise als ethnische und marginalisierte Minderheit etabliert werden sollen. Damit wird Sexismus ein Unterfall des Rassismus.

      Ich könnte mir daher vorstellen, daß Buchinger meint, als Schwuler dadurch Vorteile zu bekommen. Vielleicht sieht er sich auch wirklich diskriminiert, sucht Hilfe und fällt auf den Feminismus rein.

      Denn die hellste Kerze auf dem Kuchen ist er ja nicht gerade.

      Auf lange Sicht müssen wir uns daher etwas überlegen, wie Maskulismus für Schwule interessanter und eine Alternative zum Feminismus sein kann.

      • wollepelz sagt:

        Als ich das Video gesehen habe, konnte ich darauf schwören, dass er schwul ist. Klischeehafter kann man nicht wirken.

        Was er aber noch lernen muss: Er hat als Schwuler nichts vom Feminismus und am wenigsten von lesbischen Feministen zu erwarten.

  7. lucia sagt:

    denkst du wirklich dass michael buchinger nur schwul ist weil er sich dadurch irgendwelche vorteile erhofft?? anscheinend verstehst du weder was feminismus ist noch homosexualität 😀 wenn jemand schwul ist mahct er dass sicher nicht mit absicht oder um eine “ minderheit zu etablieren“ oder so man ist einfach so

    • „denkst du wirklich dass michael buchinger nur schwul ist weil er sich dadurch irgendwelche vorteile erhofft??“

      Das habe ich gar nich geschrieben. Verstehst du denn einen so einfach Text nicht?

      „oder so man ist einfach so“

      Ach? Ich dachte, Geschlecht seine in eurer Ideologie eine soziale Konstruktion. Bedeutet das nicht daß man sein Geschlecht und damit seine sexuellen Neigungen frei wählen kann?

      • lucia sagt:

        seit wann darf man „sein geschlecht und seine sexuellen Neigungen frei wählen“?? niemand wählt sein geschlecht oder seine sexuelle neigung! die sexualität eines menschen entwickelt sich in der pubertät oder später man kann sich doch nicht einfach aussuchen homosexuell oder heterosexuell zu sein niemand entwickelt eine sexuelle neigung einfach weil er es will 😀 und für das geschlecht gilt das gleiche nur stimmt bei manchen menschen das geschlecht ihres körpers halt nicht mit dem wahren geschlehct überein

        • „niemand wählt sein geschlecht oder seine sexuelle neigung!“

          Ach so? Na, dann ließ dir mal das das hier durch:
          https://en.wikipedia.org/wiki/Political_lesbianism

          „und für das geschlecht gilt das gleiche nur stimmt bei manchen menschen das geschlecht ihres körpers halt nicht mit dem wahren geschlehct überein“

          Offenbar weißt du gar nichts über Transsexuelität, denn es ist eine Vorliebe, die das Geschlechtsrolle beim Sex betrifft.

          Na ja … Feminismus ist halt wie ein Intelligenztest: Wer drauf reingefallen ist, kann nicht mehr ernst genommen werden.

          By the way: Versuch mal „gender“ zu definieren.

          • lucia sagt:

            was hat das jetzt mit political lesbianism zu tun? ich denke eher dass du nichts über transsexualtät weißt denn anscheinend hälst du das ja nur für irgendeinen fetisch bei dem es nur um „die geschlechterrolle beim sex“ geht was es eindeutig nicht ist! wie würdest du denn gender definieren? das ist doch einfach das englische wort für geschlecht egal inwiefern man das jetzt definieren will und egal ob es das geschlecht ist mit dem man geboren ist oder ein anderes :l außerdem bin ich immernoch nicht der meinung dass man sein geschlecht oder seine sexualität einfach ausssuchen kann selbst wenn anhänger des political lesbianism das sagen ich bin ja kein teil dieser bewegung

            • „was hat das jetzt mit political lesbianism zu tun?“

              Ah, ich muß dir das vorlesen? Ok, bis ja ne Frau, da hilft so’n nordischer Kleiderschrank wie ich doch gerne aus, Püppchen. 😉

              DU SAGGEN: Geschlecht nix wählbar.
              POL.LESB PRAKTIZIERT: freigewähltes Frauen-Ficken, weil Männer scheisse sind.

              Dämmert es?

              „was es eindeutig nicht ist!“

              Und hast du dazu noch irgendwas mehr zu bieten, als nur die Überzeugung moralisch auf der richtigen Seite zu stehen, während Leute, die es wagen, ihren Kopf zu benutzen, böse sein müssen, wenn die Feminismus nicht für die eine kulturelle Evolution weg von der primitiven Männlichkeit hin zu den Tugenden der Weiblichkeit, sondern für eine Rückkehr der McCarthy-Ära halten?

              „das ist doch einfach das englische wort für geschlecht“

              Schon mal ein Visum ausgefüllt? Das englische Wort für Geschlecht ist „sex“.

              gender gibt es nicht. Es gibt eine geschlechtsspezifische Alltagspsychologie. Das Geschlecht ist die Fähigkeit, eine biologische Funktion bei der Fortpflanzung auszuüben – egal auf Basis welcher Chromosomen auch immer.

  8. Shitlord sagt:

    Das ist ja eine schöne, ausführliche und nachvollziehbare Kritik, aber ich habe irgendwie das Bedürfnis, das abzukürzen:

    Ich bin Antifeminist, weil Frauen in Deutschland bereits heute mehr Rechte haben als Männer und der moderne Feminismus diese Ungerechtigkeit noch zu verschlimmern versucht.

    (1. Grund)

    > Manche Leute sagen, sie hassen Feminismus.

    Ich nicht. Ich verabscheue Feminismus, aber ich verabscheue auch stinkende Penner. Davon hasse ich sie nicht.

    [an dieser Stelle eine Kritik: „Sie (feministische Theorie) begründet, daß die Realität wirklich so beschaffen ist, wie es der Feminismus behauptet“ – nein, das tut sie nicht. Sie behauptet es. Feministische Theorie wie Feministen begründen einen feuchten Kehricht]

    (2. Grund)

    Die vier Punkte bilden keine logische Konsequenz. Selbst wenn Männer alles besser könnten als Frauen, folgt daraus nicht, dass Frauen zweitrangig seien. Siehe das Müllmann-Beispiel an anderer Stelle.

    (3. Grund)

    > Ich bin Feminist, weil ich gender marketing hasse.

    Und ich bin Antifeminist, weil ich meine Gefühle unter Kontrolle habe und nicht ununterbrochen allem nur einen „Hass“-Stempel aufdrücken muss? Ok, fassen wir es kurz: Ich bin kein Feminist, weil ich nicht geisteskrank bin.

    Und in einer feministischen Buchhandlung gäbe es sicher kein Buch, was ich lesen würde, egal unter welcher Rubrik. Deswegen kaufe ich bei Amazon. Die sortieren nach literarischen Genres. Was soll denn „freche Frauen“ für ein Unsinn sein? Gibt es auch „minderjährige Zauberer“? „Dämliche Damsels in Distress, die nicht merken, wie doof und unfähig sie sind“?

    (4. Grund)

    ääääh… mich interessieren Vaginas herzlich wenig, sofern mein Penis da nicht drinsteckt. Ich nehme an, damit bin ich kein Feminist. Puh.

    (5. Grund)

    > Ich bin Feminist, weil ich, als ich jünger war, gerne Frauenkleidung getragen habe und dafür immer ausgelacht worden bin.

    Kann sein. Heute lachen die Leute wegen dem Unsinn, den du redest. Da hilft dir Feminismus auch nicht

    (6. Grund)

    > Ich bin Feminist, weil es Werbung gibt, die vorgibt, feministisch zu sein, aber für Frauen nicht ermutigend genug ist.

    Hä? Ich schaue keine Werbung. Kann ich weiterempfehlen.

    (7. Grund)

    > Ich bin Feminist, weil das Wort Feminismus in unserer Gesellschaft negativ behaftet ist aus Gründen, die nicht stimmen

    Doch, die stimmen alle. Ich muss das jetzt nicht begründen, machst du ja auch nicht.

    Boah, ist das dämlich. Aber nachdem sich ja schon oben jemand eingefunden hat, die Dir, Elmar, versichert, dass “ jeder intelligente, empathische Mensch der im 21. Jahrhundert angekommen ist mit dir mehr als zwei Wörter wechseln wird“, musste ich das ja wirklich schreiben – auch Feministen können Recht haben, wenn sie mal eine Negation weglassen.

  9. quellwerk sagt:

    Ich habe mich von deinem Blogbeitrag inspirieren lassen und bei Michael Buchinger ca. 18 Komentare geschrieben. Die meisten sind eben gerade von ihm gelöscht worden. Ich bin schwer beeindruckt von diesem Kämpfer der Gleichberechtigung.

    • quellwerk sagt:

      Jetzt sind sie wieder drin, zum Teil. Ein Kommentator namens Menetekel scheint dort zu moderieren und den Überblick zu verlieren. Kindergarten.

      • Ich berate mich gerade mit ein paar Freunden, wie wir in der Praxis mit der Rethorik, den Verleumdungen und den Verbalinjurien der Feministen fertig werden können.

        Ich denke, ich werde auch mal bei Nicht-Feminist nachfragen. Vielleicht können wir uns zusammen etwas Wirksameres überlegen, als sich gegenseitig nur anzubrüllen.

        Denn Mäßigung allein macht offenbar überhaupt keinen Unterschied.

      • Kleiner Nachtrag:

        Ich habe unter dem video gerade den folgenden Kommentar gefunden:

        „Danke für dieses Video Michael, ich versuche den Frauen in meinem Feministinnenclub ständig klar zu machen, dass wir als Frauen mehr Wert haben als die Männer. Und, dass Sachen wie „Manspreading“ ernstzunehmende Probleme sind.“

        Da bin sogar ich ein wenig sprachlos ….

    • Ja, ich bin erstaunt, daß er meinen link noch nicht gelöscht hat.

  10. lucia sagt:

    du wirst alleine sterben

    • Ich freue mich, daß du dich noch mal so intellektuell spritzig, aber in deinem gewinnenenden Wesen auch so empathisch und feinfühlig wie ein wärmendes Licht zu Wort meldest, mein Erdbeerfröschchen.

      Ich bin sicher, daß dein Wesen Vorbild für alle Frauen sein kann und daß alle anderen Männer deine Anmut gebührend zu würdigen wissen werden.

      😉

  11. Jüngling sagt:

    Ich habe den konjunktiv benutzt, weil ich meine wertvolle Lebenszeit nicht damit verschwenden will jemandem wie dir zu erklären warum Frauen es verdient haben gleichberechtigt zu werden.
    Nur so viel: wärst du ein richtiger Mann und kein erbärmlicher kleinschwänziger Abschaum, dann müsstest du dir von Anfang an nicht so viele Gedanken darüber machen ob Frauen privilegierter sind oder nicht sondern du würdest sie einfach lieben 😉

  12. Jüngling sagt:

    in welchem Satz hab ich bitte impiziert dass ich irgendein Geschlecht habe? 😀

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