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slides zum Zwangsvaterschaft-workshop

Da die workshops auf dem Genderkongress in nur zwei panels angelegt waren, konnte einige Teilnehmer nicht an meinem workshop zum Thema „Zwangsvaterschaft“ teilnehmen.


Daher stelle ich wenigstens die Folien des workshops noch einmal hier als pdf zum download zur Verfügung.

Der inhaltliche Stand der Analyse der Zwangsvaterschaftsproblematik, den dieses pdf dokumentiert, ist aber keineswegs endgültig. Das Thema wird auf diesem blog weiter verfolgt werden.


20 Kommentare

  1. Emannzer sagt:

    Gute Arbeit, vielen Dank Elmar. Sehr anspruchsvolle Themen und ich hätte den Vortrag gerne gehört bzw. den Workshop teilnehmend gesehen. Eventuell hätte ich ans Ende noch eine Linkliste eingefügt zwecks nachträglicher Weiterbildung. Aber mäkeln ist ja immer einfacher, als es selbst zu machen …

    Insofern: Danke, dass du dich des Themas mitangenommen hast und vor Ort referiertest. Klasse, das!

    • emanzer

      Na ja, es gibt eigentlich kaum was Brauchbares zum Weiterbilden. Man muß sich einzeln aus einer großen Menge von Schund heraussuchen, was brauchbar ist. Und das label Zwangsvaterschaft gibt es schon gar nicht. Da hilft im Moment nur: Selber denken – wir sind da absolut die Pioniere.

  2. […] Slides zum Zwangsvaterschaft-Workshop […]

  3. […] Geldern überschütteten Feminazi-Vereinen – aber die Veranstalter haben ja nun leider Elmars Vortrag mit dem von Karen McFly zusammengelegt, so dass ich die nicht beide hören konnte. Da ich […]

  4. Thomas sagt:

    Lieber Elmar,

    ich kann mich da nur anschließen, sehr wichtige und wertvolle Pionierarbeit. Auch ich konnte Deinen Vortrag in Nürnberg leider nicht hören, freue mich aber umso mehr über die nun zur Verfügung stehenden Folien, Danke!

    Man spürt, dass Du ein Wissenschaftler bist, manches von Dir muss ich zwei Mal lesen, um die Essenz Deiner Worte zu verstehen – weniges erfasse ich gar nicht. Doch das schmälert nicht meinen Gewinn, den ich aus Deinen Überlegungen ziehe.

    In der eklatanten Ungleichverteilung reproduktiver Rechte und Pflichten zwischen Frauen und Männern liegt für mich der größte gesellschaftliche Sprengstoff unserer Zeit.

    Was werden die vielen „jungen“ Männer tun wenn sie erst einmal begreifen, dass sich die durchschnittlich schlechtere Schulbildung, höhere Arbeitslosigkeit und verbreitete Empathielosigkeit strukturell gegen deren Zukunftsperspektiven richten und dies in der Konsequenz ihnen – da Frauen ja bekanntlich nach oben heiraten – JEDE Chance auf Reproduktion raubt?

    • @Thomas

      „In der eklatanten Ungleichverteilung reproduktiver Rechte und Pflichten zwischen Frauen und Männern liegt für mich der größte gesellschaftliche Sprengstoff unserer Zeit.“

      Volle Zustimmung.

      „Was werden die vielen „jungen“ Männer tun wenn sie erst einmal begreifen, dass sich die durchschnittlich schlechtere Schulbildung, höhere Arbeitslosigkeit und verbreitete Empathielosigkeit strukturell gegen deren Zukunftsperspektiven richten und dies in der Konsequenz ihnen – da Frauen ja bekanntlich nach oben heiraten – JEDE Chance auf Reproduktion raubt?“

      Gute Frage – einerseits kann man Frauen nicht verbieten, ihre Entscheidungen auf diese Weise zu treffen: Systemaitische Partnerwahlkriterien sind zwar nicht nett, aber auch nicht illegal. Andererseits werden die Männer als berechtigte Reaktion darauf entweder aus der Gesellschaft ausscheren – wie dies einige MGTOWs tun und die von Frauen als sehr viel gefährlicher als wir Männerrechtler angesehen werden – oder aber sie werden, weil sie eine sehr große Gruppe bilden (ungefähr 60%) jede gesellschaftliche Solidarität mit den Frauen aufkündigen und auf diese Weise eine neues soziale Gleichgewicht des Schreckens installieren.

      • Thomas sagt:

        @ Elmar

        Nun, ich weiß die Antwort natürlich auch nicht, halte aber den zutiefst menschlichen Wunsch nach einem eigenen Kind für so tiefgehend und weitgreifend, dass ich die MGTOW-Bewegung als Ventil für verwehrte Reproduktionschancen für zu schwach halte, denn die Not der betroffenen Männer wird dadurch nicht gelindert.

        MGTOW eignet sich – in meinen Augen – bestenfalls als Mittel der Rache nach dem Motto „die Frauen werden schon sehen was sie davon haben“. Ein Kind hat der Betreffende dann trotzdem nicht, muss aber zusehen, wie die Frauen seiner Altersgruppe von gut situierten Männern Kinder bekommen.

        Deshalb glaube ich – so wie Du – eher an die Aufkündigung der gesellschaftlichen Solidarität. Allerdings fürchte ich, dass der Hass dieser Männer sich gegen die vermeintlich „privilegierten“ Männer richten wird. Eine neue Form des „Krieg den Palästen“ Ansatzes der 1920ziger. Frauen bleiben – da begehrt – auch hier hoch geschätzt.

        Oder es gibt Krieg. Ein Krieg in dem Männer gebraucht werden und sei es als Kanonenfutter.

        Was in diesem Zusammenhang jedoch besonders verblüffend ist: Es ist wissenschaftlich weitgehend unstrittig dass die Menschheit von mehr Müttern als Vätern abstammt – das Thema Kuckucksvater ist also so alt wie die Menschheit. DOCH während der Gehörnte bis in die 50ziger des vergangenen Jahrhunderts aus der ihm vorenthaltenen Reproduktionschance zumindest moralischen Vorteil generieren konnte, scheinen Männer im Jahr 2017 zu reinen Zahlautomaten verkommen.

        Fanal dieser Entwicklung ist in meinen Augen die Diskussion um das Recht auf Rückforderung (begrenzt auf zwei Jahre) von durch den Kuckucksvater geleisteten Unterhalt gegenüber dem leiblichen Vater. Mit welcher Ernsthaftigkeit Frauen dabei als außen vor betrachtet werden und mit welcher Gleichgültigkeit Männer auch das hinnehmen, bekomme ich kaum noch in meinen Kopf.

        • @Thomas

          Ich frage mich, ob ich deine Antwort richtig verstehe .. einfach, weil Verschiedenes durcheinander zu gehen scheint.

          Der soziale Sprengstoff liegt in meinen Augen weniger darin, daß den Männern die Reproduktionschance vorenthalten wird, sondern darin, daß ihnen lebenslang eine unrealistische Hoffnung vorgegaukelt wird, die dazu führt, daß die Männer ihr Leben mit kostenlosen Dienstleistungen für Frauen verbringen, die sich mit Sicherheit niemals auszahlen werden. Das ist wie wenn sich ein Geschäft als unfair herausstellt. Denn meiner Einschätzung nach hängt der Wunsch von Männern nach Kindern stark von der Beziehung zu einer Frau ab. Ich habe noch nie erlebt, daß ein Mann ein Kind wollte, ohne sich für die Mutter dazu zu interessieren. Der Grund dafür liegt imho darin, daß nur das soziale Ideal der Weiblichkeit mit Reproduktion gekoppelt ist, Männlichkeit eher wengier. Und das ist natürlich eine Feststellung die völlig unabhängig davon ist, ob einige Männer Kinder ganz generell mögen oder nicht.

          MGTOW ist daher sowas wie eine psychologische Reaktion auf die Einsicht der Sinnlosigkeit und der Konzentration auf eigene Belange. Generell halte ich es für einen guten Rat, daß Männer in ihrem Leben nicht auf Frauen warten sollten. Sonst kann es leicht passieren, daß in so einem Leben gar nichts passiert.

          MGTOWs Rachegefühle zu unterstellen, grenzt da schon fast an Polemik – und zwar schon deshalb, weil Frauen Männer besonders leicht ersetzen. Angesichts dessen wäre der „Du wirst schon sehen, was du davon hast“-Gedanke eher kindisch, denn ein Mann, der nicht als Erzeuger, sondern nur als Versorger in Betracht kommt, wird meistens so leicht ersetzt, daß es seitens der Frau nicht mal zu einem Achselzucken kommt. Zu solchen Versorgungsleistungen zähle ich übrigens auch Sexualität.

          „Deshalb glaube ich – so wie Du – eher an die Aufkündigung der gesellschaftlichen Solidarität.“

          Aber das ist ja im Kern nichts anderes als MGTOW.

          „Allerdings fürchte ich, dass der Hass dieser Männer sich gegen die vermeintlich „privilegierten“ Männer richten wird.“

          In meinen Augen spricht nichts dafür: Seit Jahrhunderten sehen 60% aller Männer zu wie die anderen 40% Kinder bekommen – und nichts passiert.

          „Frauen bleiben – da begehrt – auch hier hoch geschätzt.“

          Ich sehe noch nicht, wie diese Prognose zustande kommt. Kannst du mir da einen Hinweis geben?

          „Oder es gibt Krieg. Ein Krieg in dem Männer gebraucht werden und sei es als Kanonenfutter.“

          Es gab viele Kriege in der Vergangenheit und geändert hat es nichts. Auch die Knappheit von Männern allein führt nicht zur Wertschätzung. Sieh dir nur die Situation in Russland an: Dort fehlen 3ß% der Männer. Zwar müssen es die Russinnen hinnehmen, daß die Männer mal fremdgehen, aber sie haben deshalb keine höhere Meinung von ihnen – ganz im Gegenteil, sie verachten die Männer um so mehr, denn sie glauben, daß ausgewandert ist, wer die Qualitäten dafür hatte.

          „DOCH während der Gehörnte bis in die 50ziger des vergangenen Jahrhunderts aus der ihm vorenthaltenen Reproduktionschance zumindest moralischen Vorteil generieren konnte, scheinen Männer im Jahr 2017 zu reinen Zahlautomaten verkommen.“

          Welchen moralischen Vorteil meinst du? Und inwiefern ist daran was verblüffend?

          „Mit welcher Ernsthaftigkeit Frauen dabei als außen vor betrachtet werden und mit welcher Gleichgültigkeit Männer auch das hinnehmen, bekomme ich kaum noch in meinen Kopf.“

          Wirklich? Ich sehe darin nicht mehr als das, was ich jeden Tag beobachte: Daß Frauen alles tun, um für die Konsequenzen ihres Handelns nicht oder noch besser: jemand anderen verantwortlich machen zu können.

  5. Thomas sagt:

    @ Elmar (ich starte neu, damit der Text nicht so schmal wird)

    Du siehst den sozialen Sprengstoff in (unerfüllten) unrealistischen Hoffnungen (der Männer), die zu kostenlosen Dienstleistungen für Frauen führen. Soweit kann ich Dir folgen. Aber WORAUF beziehen sich diese Hoffnungen? Ganz darwinistisch gedacht doch ganz allein auf die Chance zur Reproduktion, zumindest in meinen Augen.

    Entsprechend hängt der grundsätzliche Wunsch eines Menschen nach einem eigenen Kind gerade NICHT von einem bestimmten Partner ab, auch wenn sich die Liebe und Zuneigung zu einem bestimmten Menschen dann häufig mit der Ausprägung des Kinderwunsches verbindet. (Junge) Menschen ohne Partner danach befragt, ob sie sich vorstellen könnten später Kinder zu haben, werden darauf in der Regel mit JA antworten.

    Insofern ist das sich-Kinder-wünschen nach meinem Dafürhalten in Frauen und Männern gleichermaßen ABSTRAKT angelegt, obgleich das soziale Ideal, da gebe ich Dir recht, in erster Linie Frauen zum reproduktiven Quell macht.

    MGTOW: Es liegt mir fern zu polemisieren und meine Bemerkung sollte auch nicht polemisch klingen, entschuldige. Vielleicht ist Rache in der Tat in diesem Zusammenhang ein zu großes mithin unpassendes Wort.

    Du schreibst von psychologischer Reaktion auf die Einsicht der Sinnlosigkeit und der Konzentration auf eigene Belange. Aber liegt darin nicht gerade die Abkehr, eine Art Enttäuschung, ein weg von?

    Ganz abgesehen davon das niemand auf der Welt ist, um die Erwartungen anderer zu erfüllen und es insofern stets ein guter Rat ist nicht auf irgendwas oder irgendwen im Leben zu warten. Die Vorstellung das eigene Leben wird besser sobald sich ein Partner darin befindet, ist infantil oder eben Hollywood.

    MGTOW 2: Das darin im Kern damit die gesellschaftliche Solidarität aufgekündigt wird, halte ich für zu kurz gesprungen, mag aber daran liegen, dass ich ein anderes Verständnis von gesellschaftlicher Solidarität habe.

    Der alleinstehende, sich um seine Belange kümmernde Mann erarbeitet in der Regel in Deutschland die meisten Überstunden, arbeitet derzeit bis 67 also am längsten, ist am seltensten krank, zahlt im Verhältnis zu seinem Bruttoeinkommen die höchsten Steuern, wird in Unisextarifen bei Versicherungen zu seinem Nachteil assimiliert und hat wirklich nirgendwo eine Lobby. Sein Beitrag zur gesellschaftlichen Solidarität ist im Vergleich zu dem, was er als „Gegenleistung“ bekommt mit Abstand am größten!

    Und an dieser Stelle schließt sich für mich der Kreis, denn wenn die Einsicht in die Sinnlosigkeit (wie Du es so schön nennst) um sich greift, wenn die (jungen) Männer begreifen, dass sie WEDER eine Chance auf sozialen Aufstieg – da der Arbeitsmarkt 2017+ nur highend-Profilen das verspricht – NOCH eine Chance auf Reproduktion haben, gegen wen wird sich dann der Zorn aus dieser Erkenntnis richten?

    Sehr interessant ist dabei Dein Hinweis, dass seit Jahrhunderten 60% aller Männer zusehen, wie die anderen 40% Kinder bekommen! Wow. Gibt es eine Quelle dazu? Ich würde das gern vertiefen. Mich würde zum Beispiel interessieren, wie das Verhältnis bei den Frauen aussieht – bekommen vielleicht grundsätzlich nur 40% einer Generation Kinder? Außerdem interessiert mich, ob es peaks gibt – wie sah es bspw 1913 im Vergleich zu heute aus?

    Schließlich Deine Frage nach dem moralischen Vorteil: Es ist noch nicht allzu lang her, da wurde vor deutschen Gerichten schuldig geschieden. Damit verbundenen war oft ein ökonomischen aber in jedem Fall ein moralischen Vorteil für den/die Betreffende(n) und seine/ihre Einbettung ins soziale Umfeld.

    Heute sind Männer in jeder großen gesellschaftlichen Debatte im Hintertreffen, „nein-heißt-nein“, Unterhaltspflicht für Kuckucksväter, you name it, … Das Schweigen der Männer dazu, DAS ist für mich verplüffend.

    • luisman sagt:

      Zum Thema MGTOW habe ich schon desoefteren geschrieben, wie z.B. hier:
      https://luismanblog.wordpress.com/2017/04/04/let-it-burn-and-enjoy-the-decline/
      Und hier, mit ziemlich umfassenden Argumenten einer der Veteraninnen:
      https://luismanblog.wordpress.com/2017/04/25/wir-leben-bereits-im-matriarchat/

      Du sagst
      […] Ganz abgesehen davon das niemand auf der Welt ist, um die Erwartungen anderer zu erfüllen und es insofern stets ein guter Rat ist nicht auf irgendwas oder irgendwen im Leben zu warten. Die Vorstellung das eigene Leben wird besser sobald sich ein Partner darin befindet, ist infantil oder eben Hollywood.[…]

      Das stimmt so nicht. Der Mensch ist ein soziales Tier; jemand ohne soziale Kontakte wird als psychisch krank betrachtet. Doch die Grundlage fuer erstrebenswerte soziale Kontakte aller Art ist tit-for-tat. MGTOW ersetzen den eigentlich gewollten intensiven sozialen Kontakt mit einer Frau und ihren Kindern durch beste maennliche Freunde. Die sexuellen Kontakte sind nur EIN Aspekt und lassen sich auch gegen Bezahlung mit entsprechenden Frauen erledigen.

      https://tierneylab.blogs.nytimes.com/2007/08/20/is-there-anything-good-about-men-and-other-tricky-questions/?_r=0
      Link zum Thema Reproduktionsrate Mann/Frau

      • Thomas sagt:

        @ luisman

        Du hast natürlich recht, Menschen sind soziale Wesen und als solche auf soziale Interaktion angewiesen, um psychisch gesund zu bleiben. Für mich gehört in diese Kategorie allerdings auch schon das wechselseitige „guten Morgen“ beim Bäcker – DAS ist für mich bereits ein (gesunder) sozialer Kontakt.

        Meine Bemerkung zu den Erwartungen anderer bezog sich deshalb auf bilaterale Beziehungen, auf den allzu oft verklärten, romantisierten Partner fürs Leben mit dem dann alles besser wird, mit dem Man(n) ein besserer Mensch wird.

        Dein Link zur Reproduktionrate ist sehr aufschlussreich, vielen Dank. Ich muss gestehen mir ist der Anteil von Frauen (80%) und Männern (40%) die in einer Generation Eltern werden so eklatant unterschiedlich, dass ich es im Moment noch nicht so recht glauben kann.

        Wenn ich unterstelle (was ich tue), dass der Wunsch nach einem Kind zwischen den Geschlechtern gleichverteilt ist, dann muss das doch Konsequenzen haben, zumindest bei den ungewollt kinderlos gebliebenen Männern!

    • @Thomas

      „Aber WORAUF beziehen sich diese Hoffnungen?“

      Das ist die ganz entscheidende Frage.

      „Ganz darwinistisch gedacht doch ganz allein auf die Chance zur Reproduktion, zumindest in meinen Augen.“

      Das ist die übliche Spekulation. Und da ich dafür noch nirgendwo auch nur den Versuch einer Begründung gelesen habe, dürfte es sich um ein Verlegenheitsbehauptung sein: Man möchte um jeden Preis etwas erklären und erzählt irgendeine Geschichte – auch wenn sie einem nicht weiterhilft.

      De facto aber gibt es keinen Vermehrungstrieb – weil man es auch dann tun will, wenn man genau weiß, daß man sich nicht vermehrt. Folglich gibt es nur einen Geschlechtstrieb, der zwar funktional für Vermehrung ist, aber nicht impliziert, daß die Vermehrung auch intendiert ist. Es ist sogar das Gegenteil der Fall wie man im Fall von Bangladesh sieht: Dort wurde die mittlere Anzahl Kinder in wenigen Jahren von 6 auf 2 durch einen Faktor reduziert – durch Bildung bei Frauen. Nicht sehr darwinistisch, oder?

      “ ob sie sich vorstellen könnten später Kinder zu haben, werden darauf in der Regel mit JA antworten.“

      Und wieso kann das nicht daran liegen, daß die jungen Menschen noch nicht wissen, was sie wollen und sich daher alle Optionen offenhalten wollen? Deine ganze Argumentation hängt von einer unbewiesenen Annahme ab.

      „Aber liegt darin nicht gerade die Abkehr, eine Art Enttäuschung, ein weg von?“

      Zweifellos – und das nimmt deine Eingangsfrage auf. Denn meiner Ansicht nach führt die Tatsache, daß Männer sozial in jeder Weise unwillkommen sind, dazu, daß sie sich stark nach Nähe und Intimität von Personen sehnen – was bei heterosexuellen Männern eben zu einer sozialbegründeten Sehnsucht nach der Nähe zu Frauen führt sowie zu einer Aufladung von Sexualität mit einer Vorstellung von Sexualität als Körpersprache der Intimität. Diese Vorstellung teilen Frauen typischerweise nicht und sie sind stattdessen einfach geil – was sie nur zu gern den Männern unterstellen, denn das ist die einzige Vorstellung von Sexualität, die sie überhaupt haben. Die Forschungen der Biologin Meredith Chivers bestätigen das eindrucksvoll.

      „Die Vorstellung das eigene Leben wird besser sobald sich ein Partner darin befindet, ist infantil oder eben Hollywood.“

      Wirklich? Mir scheint diese Vorstellung unter Frauen sehr verbeitet zu sein. Und Frauen wechseln Männer auch schnell man aus, wenn sie ihr Leben nicht mehr ausreichend besser machen.

      „dass ich ein anderes Verständnis von gesellschaftlicher Solidarität habe.“

      Wie lautet das denn?

      „gegen wen wird sich dann der Zorn aus dieser Erkenntnis richten?“

      Zorn? Warum werden Männer das nicht einfach als Erleichterung empfinden?

      „Gibt es eine Quelle dazu?“

      Das steht – glaube ich – in Arne Hoffmanns Buch „Sind Frauen die besseren Menschen?“ – mit Quelle.

      „bekommen vielleicht grundsätzlich nur 40% einer Generation Kinder?“

      Seid Jahrhunderten vermehren sich etwa 80% aller Frauen – Tendenz leicht fallend. Man weiß das aus kirchlichen Sterbebüchern.

      „Außerdem interessiert mich, ob es peaks gibt – wie sah es bspw 1913 im Vergleich zu heute aus?“

      Das habe ich leider im Moment nicht im Kopf.

      „Schließlich Deine Frage nach dem moralischen Vorteil: Es ist noch nicht allzu lang her, da wurde vor deutschen Gerichten schuldig geschieden.“

      Schlechtes Argument: Gerichte organisieren Gesellschaft und fragen nur gelegentlich nach Moral.

      „Das Schweigen der Männer dazu, DAS ist für mich verplüffend.“

      Für mich nicht: Es ist alles eine Frage der Normen.

      • Thomas sagt:

        @ Elmar

        „Für mich nicht. Es ist alles eine Frage der Normen.“

        Widerspruch: Schuldig geschieden zu werden hatte durch den „Schuldparagraphen“ (gestrichen Ende der 70er) ganz handfeste ökonomische und nach meinem Dafürhalten – durch die Einbettung der Betreffenden in ihr soziales Umfeld – auch einen erheblichen moralischen Vorteil/Nachteil.

        Außerdem glaube ich schon, dass Gerichte und Gesetze Norm setzend sind und damit auch die Moral beeinflussen.

        Ein eklatantes Beispiel hierfür ist für mich die „Nein-heißt-Nein-Debatte“ und die im Zuge von „Köln“ aus dem Boden sprießenden Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen.

        Explizites Ziel dieser Kurse ist es, Hemmschwellen herabzusetzen und den stets männlichen Täter auszuschalten.

        Entsprechend gibt es keinen Kurs der ohne „Eier-Reissen oder Hodentritt“ auskommt. Auf meine Nachfragen wie denn sichergestellt werde, dass diese Techniken einzig dem Notfall (Vergewaltigung/tätlicher Angriff) vorbehalten seien – da ich die Gefahr sehe, dass diese inflationär und unangemessen eingesetzt werden – legte man mir jedes Mal einzig einen Zettel mit „Haftungsausschluss“ des Kursanbieters vor.

        Diese gesellschaft legitimierte Erlaubnis zum saktionsfreien Einsatz von Gewalt gegen Männer ist m. E. eine neu gesetzte Norm, die Männer erkennbar schlechter stellt; und trotzdem herrscht breites Schweigen!

        Ist die Etablierung des „Feindbildes Mann“ – wo doch vermutlich 99 % der männlichen Population gegenüber Frauen stets respektvoll begegnen und nie übergriffig werden – die Norm oder gar moralisch? Sollte da nicht ein klares Nein zu Stigmatisierung der Männer zu hören sein?

        • @Thomas

          „Schuldig geschieden zu werden hatte durch den „Schuldparagraphen“ (gestrichen Ende der 70er) ganz handfeste ökonomische und nach meinem Dafürhalten – durch die Einbettung der Betreffenden in ihr soziales Umfeld – auch einen erheblichen moralischen Vorteil/Nachteil.“

          Aber bei Gericht ging es um Verantwortung im Sinne eines Herbeiführens des Scheiterns der Ehe. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hattest du argumentiert, daß das Urteil des Gerichtes die moralische Wertung zugunsten eines betrogenen Kuckucksvaters erzeugt. Doch die moralische Wertung sah damals und heute immer gleich aus – und zwar so: „Es gibt immer einen, der betrügt und einen der sich betrügen läßt.“. Frag mal rum, das sehen alle so, wenn es um Männer geht. Ich kann also deinen Punkt nicht sehen.

          „Außerdem glaube ich schon, dass Gerichte und Gesetze Norm setzend sind und damit auch die Moral beeinflussen.“

          Wie würdest du dafür argumentieren?

          „Ein eklatantes Beispiel hierfür ist für mich die „Nein-heißt-Nein-Debatte“ und die im Zuge von „Köln“ aus dem Boden sprießenden Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen.“

          Das ist eigentlich kein gutes Beispiel: Denn hier geschieht die Normsetzung durch den Gesetzgeber und die Gerichte exekutieren die Gesetzesbindung. Auch die sprießenden Selbstverteidigungskurse allein – das sind deskriptive Tatsachen – erzeugen in meinen Augen noch keine Normen. Wenn du das anders siehst, dann bin ich auf dein naturalistisches Argument gespannt.

          „Diese gesellschaft legitimierte Erlaubnis zum saktionsfreien Einsatz von Gewalt gegen Männer ist m. E. eine neu gesetzte Norm, die Männer erkennbar schlechter stellt; und trotzdem herrscht breites Schweigen!“

          Den deskriptiven Sachverhalt würde ich nicht abstreiten. Aber die Sache mit den Normen kommt mir verdäctig vor. Vielleicht schreibst du wirklich mal auf, wie du meinst, daß Normen erzeugt werden. Wenn du da mehr Zeit investieren willst, kannst du gern auch keinen Gastbestrag bekommen. Ich bin selbst an dem Thema dran und halte es für sehr wichtig, so daß jede zusätzliche Meinung eine Bereicherung ist.

          • Thomas sagt:

            @ Elmar

            „…Gastbeitrag…“

            Gern. Wie sehen die Standards hierfür aus? Können wir uns hierzu kurz persönlich austauschen? Kann ich Dir eine PN schicken; wenn ja, an welche Adresse?

            …weil ich das Thema selbst für sehr wichtig halte, noch eine inhaltliche Bemerkung:

            Gesetze haben immer normativen Charakter und spiegeln den Zeitgeist bzw. setzen und dokumentieren gesellschaftliche Standards. Die Übertragung dieser Norm in den gesellschaftlichen Alltag – via das Gesetz exekutierende Gerichte – ist stehts ein zwingender Zusammenhang, findet aber nach meiner subjektiven Beobachtung bei der Verschärfung des Sexualstrafrechts („Nein-heißt-Nein“) bisher zumindest nicht statt. Ein Anschwellen an wegen Vergewaltigung oder sexueller Belästigung verurteilter Straftäter ist bisher nicht zu erkennen. D. h. für mich, die Norm ist zwar da jedoch ohne Niederschlag in der gesellschaftlichen Realität.

            • @Thomas

              „Wie sehen die Standards hierfür aus?“

              Du kannst machen und sagen, was du willst. Einziges Kriterium: Je klarer ist, was du sagen willst, und je transparenter deine Argumentation ist, desto besser. Ansonsten: blogs sind zum Ausprobieren von Ideen da. Wenn mal was schief geht, dann ist das kein Problem.

              „Kann ich Dir eine PN schicken; wenn ja, an welche Adresse?“

              Die offizielle Adresse dieses blogs ist: mindatwork.blog@gmail.com.

              „Gesetze haben immer normativen Charakter“

              Da ist was dran, aber nicht alle Gesetze bestehen aus Normen.

              „und spiegeln den Zeitgeist bzw. setzen und dokumentieren gesellschaftliche Standards.“

              Gesetze veralten aber auch und ob das neue Sexualstrafrecht wirklich einen gesellschaftsweiten Standard wiederspiegelt und nicht nur die Interessen einer ideologoschen Clique ist fraglich.

              „D.h. für mich, die Norm ist zwar da jedoch ohne Niederschlag in der gesellschaftlichen Realität.“

              Wir können ja einfach zwischen rechtlicher und gesellschaftlicher Norm unterscheiden.

  6. luisman sagt:

    @Elmar
    Loesch mal die Spam-Kommentare. Ist derzeit echt schlimm, 30-40 pro Tag werden von Askimet bei mir rausgefiltert, aber dennoch kommen 2-3 am Tag durch.

  7. […] weil dort niemand den Mut hat, gegen die von genderama verkündete Leitlinie, das Wort „Zwangsvaterschaft“ zu benutzen. Und wie nicht anders zu erwarten, wird die Diskussion dort eher von grobem […]

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