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Männerangelegenheiten – heute mal politisch instrumentalisiert

Einschleim-videos, in denen Frauen plötzlich die radikale Strategie verfolgen, die Wahrheit zu sagen, sind nicht neu und das nachfolgende video setzt diese Tradition fort. Doch die Frage ist, wie glaubwürdig solche Versuche von Frauen, Männer zurückzugewinnen, sein können, solange Worten keine Taten folgen. Bevor also auf genderama mal wieder ein neues Zeitalter der Geschlechterbeziehungen eingeläutet wird, hier schnell noch ein Kommentar zu dem video.

Zwei Dinge müssen sofort an diesem äußerst plumpen video auffallen:

  1. Zum einen preisen die Frauen die angeblich unvergleichlichen männlichen Tugenden wie protectivness, leadership und assertivness – die den heutigen Männern unter der Fuchtel von Frauen, Linken und Feministen angeblich abhanden gekommen sind. Was mir daran fehlt, ist eine Begründung, warum diese Tugenden angeblich so wertvoll sein sollen, so daß ich aus Gründen einsehen kann, inwiefern sich dieser Wert nicht allein aus der Nätzlichkeit speist, die die Tugenden für Frauen haben, wenn Männer versuchen, ihnen zu folgen.
  2. Zum anderen wird die übliche Erweiterungstaktik benutzt, die wir aus der Politik schon kennen: Während zuerst die Privilegien der Frauen mit Hilfe ihrer höheren sozialen Stellung in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft durchgesetzt wurden. Und nachdem sich die Massen an einen Sonderstatus gesellschaftlicher Gruppen gewöhnt haben, geht nun ohne weitere Begründung über von „Frauenförderung“ zu Förderung von Frauen und anderen Minderheiten“. Entsprechend heißt es im video, daß nicht nur die Frauen und Feministen die Männer in einem übertragenen Sinne entmannt hätten, sondern auch die (selbsternannten) Linken … irgendwie.

Aber immerhin geht es voran: Männer werden nicht mehr ausschließlich ignoriert, sondern es ist statthaft, diese Parierkaste unter den Geschlechtern zu politischen Zwecken zu instrumentalisieren. Bedauerlicherweise wird das die Schluchten des Geschlechterkampfes – eigentlich ist es ja mehr so, daß die Männer alles erdulden – höchstens neu verlegen und zwar mehr entlang der Linien politischer Konfrontation. Im Ergebnis wird das den Selbstverteidigungsinteressen der Männer nur schaden.

Diese video ist so plakativ, daß es weh tut, und wer ihm auf den Leim geht, dem ist vermutlich kaum noch zu helfen. Und an die Liebe der politisch konservativen Frauen zu den Männern glaube ich auch erst dann, wenn ich einen statistisch signifikanten Zusammenhang erkenne zwischen der politischen Einstellung und dem engagement für die Anliegen der Männer. Denn nichts anderes ist normal: Man engagiert sich für die, die man liebt, während man für diejenigen, die einem egal sind, höchstens noch die Zeit für leere, plakative Sprüche aufbringt.

Frauen, denen man glauben kann, handeln so, daß ihr Handeln für sich selbst spricht – schon gleichstellungshalber: Weibliche Worte sind schon lange nichts mehr wert.


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