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What nature gives to all of us

Es gibt endlose und inzwischen mehr als sinnlose Debatten in der manosphere darüber, womit wir geboren wurden und was kulturell erworben wurde. Bisher dominiert der Biologismus, der alle kulturellen Phänomene auf natürliche reduziert.

Inbesondere wird darüber spekuliert, welches Verhalten der Geschlechter gegenüber einander denn angeblich genetisch oder biochemisch oder sonst wie natürlich bedingt sei.

  • Und dieser nervige Scheiss wird bei mir auch schon seit Ewigkeiten abgefragt. Aber ich bin ja nicht so der Typ dafür, voreilig das Maul aufzureißen. Das überlasse ich anderen …..

Wie auch immer …. bin ich in diesem Punkt nach längerer Beschäftigung mit Philosophe und Kognitionswissenschaft zu einer Art vorläufigem Zwischenergebnis in dieser Sache gelangt – vielleicht ändere ich meine Meinung aber auch noch mal. Wir werden sehen.

here we go:

Die Natur stattet uns aus – nicht unbedingt alles ab Geburt – mit etwas, was man als cognitive priors bezeichnen könnte.

Ich habe da mal eine eher unvollständige Liste gemacht von all dem, was wir alle nicht vermeiden können zu benutzen oder nicht vermeiden können, zu lernen – jedenfalls meiner Meinung nach:

  1. mentale Repräsentationen von Objekten
  2. strukturierte algebraische Repräsentationen wie sie z.B. beim Begründen laufend vorkommen
  3. kognitive Operationen mit Variablen
  4. Typ-Token-Unterscheidungen
  5. ein geometrisches Verständnis, d. h. die Fähigkeit, Mengen, Orte, Trajektorien, Hindernisse und persistente Einzeldinge mental zu representieren – und zwar inklusive dem, was sie können, was ihnen von einem Standpunkt intuitiver und vorsprachlicher Physik aus passieren kann
  6. ein vorsprachliches Verständnig von räumlich-zeitlicher Kontinuität
  7. Erhaltung der Masse
  8. ein vorsprachliches Verständnis kausaler Beziehungen
  9. geometrische Translationsinvarianz, was wesentliche Konsequenzen für unser intuitives mereologisches Konzept von Einzeldingen und Ereignissen hat
  10. eine vorsprachliche und keineswegs fehlerlos arbeitende Kosten-Nutzen-Abwägung

Der Biologismus hingegen glaubt bedauerlicherweise, daß z.B. die sprachlichen Strategien der Frauen, Männer zu täuschen, um sie auszubeuten, irgendwie genetisch prädisponiert sein.

  • In Wahrheit aber erkennen sie nur nicht, wovon die kognitiven Leistungen der Menschen wirklich abhängen, weil sie bereits völlig in der Aufgabe aufgehen, ihren eigenen Alltag zu strukturieren.

Was wir im Alltag mit Frauen erleben, ist aus meiner Sicht primär ökonomisch motiviert oder soll psychologische oder soziale Vorteile einbringen – Dinge, deren Existenz der Biologismus nicht gerne zugeben mag.

  • Stattdessen werden diese einfachen Ausformungen ungezügelter Gier historisch romantisiert, was am Ende nur dem ohnehin grassierenden Gynozentrismus Vorschub leistet.

Im Grunde sollte es bei ruhiger Überlegng einleuchten, daß, je schlechter Menschen etwas lernen, lernen, sich anzupassen, lernen etwas aufzugeben oder eine neue Perspektive auf etwas erlernen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie auf die entsprechenden Aufgaben nicht schon durch die Natur bereits vorbereitet wurden. Und das Geschlechterverhältnis widersteht bekanntlich beharrlich seit Jahrhunderten wesentlichen Änderungen, was gerade dafür spricht, daß es kulturell dominiert ist. Denn alle natürliche variiert lokal mit der Veränderung der natürlichen Lebensbedingungen.

  • Als Folge dieser Ignoranz hat sich MGTOW – primär über youtube und reddit – zum weltweiten Trend entwickelt, während der Biologismus – sperrig und nutzlos – weitestgehend ausgeblendet wird.

Doch damit nimmt das Drama der deutschen Männerbewegung erst seinen Anfang: Denn politisch links zu sein, könnte heute (anders als vor 1960 Jahren) kaum abschreckender sein. Und trotzdem werden sich die selbsternannten mainstram-Männerechtler mit diesen Angeboten weiterhin genau so an all die Männer da draußen wenden, sie werden weitermachen, als sei nichts geschehen. Das Resultat: die beiden dominierenden Strömungen in der deutschen Männerbewegung geben sich alle Mühe, Interessierte abzuschrecken.

Warum nur?

Ja, richtig. Ich will mit diesen Leute, die mehr schaden, als nützen, echt nichts zu tun haben. Ist reine Zeitverschwendung und genauso sinnlos, wie mit Politikern über die sogenannte Pandemie oder den von der NATO provozierten Krieg in der Ukraine zu reden.


3 Kommentare

  1. „Der Biologismus hingegen glaubt, daß z.B. die sprachlichen Strategien der Frauen, Männer zu täuschen, um sie auszubeuten, irgendwie genetisch prädisponiert sein“

    Fundstelle im Biologismus?

  2. […] die aller anderen Lebenwesen auf diesem Planeten unter anderem deshalb überragen, weil sie angeborene und erworbene kognitive priors verwenden. Dazu gehört auch die Fähigkeit zu deskriptiven und normativen […]

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