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Was Frauen über Männer wissen

Aus meiner Sicht hat sich die manosphäre in ihrem kritischen Bemühen zu Unrecht auf die Aussagen des Feminismus konzentriert.

Damit will ich nicht sagen, daß ich irgendeine Aussage des Feminismus für richtig halte, sondern daß es einen Unterschied gibt zwischen den Aussagen des Feminismus und seinen sozialen Auswirkungen auf Frauen. Letzteres ist das Thema dieses postes.

Frau -> Mann:

Stellen wir uns einen durchschnittlichen Mann zwischen 20 und 35 Jahren vor, der nie etwas von Männerrechten gehört hat, vielleicht eine Ausbildung gemacht hat und irgendwo arbeitet. Welches Wissen meint eine durchschnittliche Frau über diesen Mann zu haben?

  1. Was immer der Mann einer Frau gegenüber macht und sagt – es ist ein Schritt eines mehr oder weniger klugen Plans, möglichst wenig offensichtlich in das Höschen einer Frau zu kommen. Frauen glauben, daß dies Männer in eine schwache Position bringt, die man für soziale, psychische und ökonomische Zwecke ausnutzen kann.
  2. Jeder Mann will mit jeder Frau ins Bett – sofern sie halbwegs passabel ist, aber unabhängig vom Verhalten dieser Frau. Männer sind daher grundsätzlich untreu und haben, ohne zu zögern, Sex mit anderen Frauen, wann immer sie ihn haben können. Und wenn sie ihn nicht haben können, dann bezahlen sie für Sex mit fremden Frauen.
  3. Männer lassen sich in ihrem ungezügelten Verhalten nur dadurch in einer Beziehung kontrollieren, daß die Frau den Mann dazu bringt, sich emotional an sie zu binden. Diese Kontrolle geschieht durch Entzug von Zuneigung, umfassender Distanzierung und sonstiger Kooperationssabotage, sowie dem umfassenden Einsatz von mehr oder weniger klugen Lügen, welche diese emotionale Kontrolle irgendwie für den Mann rationalisieren sollen.
  4. Das Wichtigste für Männer in einer Beziehung ist das Aussehen einer Frau – und zwar dasjenige Aussehen, welches Frauen an sich selbst attraktiv finden.
  5. Frauen sind für Männer ein Rätsel: Männer verstehen weder die wahren Gedanken, noch die wahren Emotionen, die wahren Intentionen oder die wahre psychologische Dynamik einer Frau. Frauen halten Männer im Grunde immer für in einem menschlichen und psychologischen Sinne zurückgeblieben und sie vertrauen fest darauf, daß die Männer glauben, die Frauen würden die Männer genauso lieben, wie die Männer die Frauen lieben. Und Frauen wissen genau, daß das nicht der Fall ist, daß sie niemals die Zuneigung und Hingabe an einen Mann entwickeln werden, zu denen Männer ihnen gegenüber fähig sind.
  6. Die konsequente soziale Exklusion der Männer durch die Frauen macht die Männer ein Leben lang emotional verletzlich. Männer sind in der Regel einsam, sie sehnen sich nach emotionaler Bindung und menschlicher Wärme. Auch das bringt Frauen in eine soziale stärkere Position, die wie oben beschrieben ausgenutzt werden kann und wird. Dafür reicht es oft auch schon, daß Frauen sich uneindeutig oder widersprüchlich verhalten, insofern das bei Männern Unsicherheit erzeugt. Auch die Kontrolle von Männern in einer Beziehung kann dadurch engmaschiger und rigider werden. Wenn nötig, dann ist es für eine Frau gelegentlich auch akzeptabel, fremdzugehen, und dies dann den betrogenen Männern vorzuwerfen, um die so zugefügte emotionale Verletzung des Mannes später ausnutzen zu können.

Ich möchte klarstellen, daß es einige bedauernswerte Männer gibt, die wirklich genau so sind, wie es gerade beschrieben wurde. Und selbstverständlich gibt es die seltenen Frauen, die unicorns, die mehr können als dise niveaulose Scheisse.

Nehmen wir für den Moment einmal an, daß das alles stimmt, daß dies die epistemische Standardperspektive einer durchschnittlichen Frau auf Männer ist. Welche Folgen hat das dann für Frauen?

  • (1) Aus 1. folgt, daß Frauen sich menschlich und moralisch den Männern überlegen fühlen. Es fehlt Frauen daher grundsätzlich an Respekt für Männer und sie kommen kaum auf die Idee, daß deren Intentionen und damit die Gedanken, die sie ermöglichen, komplizierter sein mögen. Insbesondere reagieren Frauen auf Initiativen von Männer, die über das Niveau des Hosenstalls hinausgehen, nicht, Es kommt ihnen gar nicht in den Sinn, etwas Wesentliches verpaßt zu haben.
  • (2) Aus 2. folgt, daß Frauen sich nicht wirklich an Männer binden. Sie sind daher – gewollt oder ungewollt – Männern gegenüber oft kalt und lieblos, und sie verhindern, daß Männer sie wirklich kennenlernen – was ihnen ein immerwährendes Gefühl von Fremdheit in einer Beziehung beschehrt.
  • (3) Aus 3. folgt, daß Frauen am Anfang gegenüber Männern alles tun, von dem sie selbst meinen, daß sich die Männer dadurch an sie binden. Doch das ist alles nur ein Potemkinsches Dorf. Nach ein paar Wochen, wenn in den Augen der Frauen die emotionale Bindung des Mannes an die Frau eingetreten sein muß, meinen sie, es sich leisten zu können, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Das zeigt im Grunde, daß Worte für eine Frau nur Mittel sind, deren Einsatz allein pragmatischen Überlegungen folgt – was wir als bullshit bezeichnen. Verbale Ehrlichkeit bedeutet ihnen gar nichts. Nur was im Grunde wortlos getan werden kann, ist ein Fakt, der zur Beurteilung der Wahrheit von Aussagen herangezogen wird. Daneben halten Frauen die mit Männern geteilte Sexualität für etwas mehr oder weniger Unpersönliches: Die Dimension von Sexualität als einer Körpersprache der Intimität kommt ihnen gar nicht in den Sinn und sie versuchen auch nicht, ihrer Sexualität diesen Sinn zu geben.
  • (4) Aus 4. folgt, daß Frauen Männern grundsätzlich mißtrauen und jede Art von mind game spielen, um Männer als so oberflächlich zu entlarven, wie dies nahegelegt wird. Das verkennt in den meisten Fällen die Interessen der Männer und macht Frauen für Männer oberflächlich und langweilig. Das Interesse, welches sie Frauen entgegenbringen, reduziert sich folglich durch das Verhalten der Frauen auf genau den unerwünschten sexuellen Aspekt.
  • (5) Aus 5. folgt, daß Frauen von Männern gelangweilt sind. Entsprechend wundern sie sich gar nicht darüber, daß die Zuneigung der Männer ihnen gegenüber viel tiefer ist als umgekehrt. Ja – sie verachten diese Zuneigung im Grunde und halten sie für naiv und kindisch. Und da die Gefühle eines Mannes für eine vernünftige Frau kein Gegenstand von Interesse sind, ist es nur allzu menschlich, daß sich eine Frau andere Motive sucht, welche rechtfertigen könnten, daß eine Frau mit einem Mann Zeit verbringt.
  • (6) Aus 6. folgt, daß Frauen Männer für Waschlappen halten, die quasi danach schreien als das schwächere Geschlecht ausgenutzt zu werden: Es gibt immer jemanden, der ausnutzt und einen, der sich ausnutzen läßt. Gerechtigkeit kann nach Sicht der Frauen nicht darin bestehen, sich ständig auf das würdelose Niveau der Männer herab begeben zu müssen, sondern eine Frau wünscht sich einen Mann, der fähig ist, auch für sich selbst die Dinge in die Hand zu nehmen und Erfolg zu haben, anstatt dauernd zu versagen.

Warum das alles?

Aus welchem Grund sollten wir glauben, daß Frauen das wirklich glauben? Denn würden wir sie danach fragen, würden sie uns im besten Fall auslachen. Warum also sollten sie in dem Punkt lügen?

Eine vom Biologismus völlig übersehene Tatsache besteht darin, daß allen Menschen eine kulturelle Wahlfreiheit gegeben ist, wie sie als Person ihrem Leben einen Sinn geben können:

  • (A) deskriptive Variante: Ein Mensch kann seinem Leben einen Sinn geben, indem er etwas von Bedeutung tut – und ist frei zu bestimmen, worin diese Bedeutung liegt. Und indem erst etwas getan werden muß, ist so ein Mensch immer historisch eingebettet.
  • (B) normative Variante: Ein Mensch kann seinem Leben einen Sinn geben, indem er etwas von Wert darstellt – und ist frei zu bestimmen, worin dieser Wert liegt. Würde dieser Wert von eigenen Tun abhängen, würde sich der Wert nicht von obiger Bedeutung unterscheiden. Also ist dieser Wert immer ahistorisch und höchstens der Zugang zu diesem Wert ist historisch eingebettet.

Erzählung wird Identität: Wer das nicht mitbekommen hat, sollte mal unter Menschen gehen. Der überwältigende Teil der Männer wählt oder wächst in Variante (A) hinein und orientieren sich daher an Figuren wie z.B. Held, Schurke, Herrscher, Krieger, Schöpfer, Weiser, Rebell oder Entdecker. Der überwältigende Teil der Frauen macht das mit Variante (B)  und orientiert sich an Figuren wie z.B. Mutter, Königin, Tochter, Liebhaberin, Hexe oder Jungfrau in Not  – meist aus selbstsüchtigen, zunächst mal ökonomischen Motiven:

  • Denn wer selbst die Initiative übernimmt und etwas erreicht, neigt dazu, dieses Vorgehen auf den vom Menschen geschaffenen Bereich zu verallgemeinern in der zweifellos sinnvollen Annahme, daß ein bereits erfolgreich erprobtes Paradigma auch in anderen domains nützlich sein könnte – wenigstens im ersten Anlauf. Wer aber von den Erfolgen anderer Menschen profitieren und etwas abhaben möchte, wird ein Narrativ benötigen, welches diese Subventionierung rechtfertigt. Da bietet es sich an, anderen weißzumachen, daß man etwas von Wert repräsentiere, was mit ihm etwas zu machen oder in dessen Gegenwart zu sein, eine Entschädigung rechtfertigen würde.

Die epistemische Standardperspektive der Frauen auf Männer formuliert das aus für den Körper und die Sexualität der Frauen. Es ist daher kein Zufall, daß sie vom Feminismus, einer politischen Bewegung, welche die Herrschaft und die Privilegien der Frauen in der Gesellschaft zu radikalisieren sucht, wiederholt wird.

Es kann daher kein Zweifel daran bestehen, daß die epistemische Standardperspektive einer durchschnittlichen Frau auf Männer einem weiblichen Wunschbild eines idealen Mannes gleichkommt – sofern es darum geht, irgendwelche Trottel systematisch auszubeuten, ohne daß sie es bemerken.

  • Ein solcher Trottel zu sein, macht einen Mann natürlich keineswegs per se sexuell attraktiv. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Eine Frau wäre daher bemerkenswert dämlich, wenn sie in diesem Punkt nicht lügen würde, daß sich die Balken bieten.

Mann -> Frau:

Die Pointe des Feminismus aus der Sicht eines sozial engineering besteht in meinen Augen darin, Frauen glauben zu machen, daß es eine ausgefeilte, empirisch belegte, soziale oder philosophische Theorie gäbe, die die epistemische Standardperspektive rechtfertigt:

  • Das Patriarchat bringe – so der Feminismus – Männern bei, Frauen zu objektifizieren und die wahre emotionale Komplexität und sonstigen Kompetenzen der Frauen zu ignorieren – mit absehbarem Ergebnis. UND MEHR GEBE ES ÜBER MÄNNER NICHT ZU WISSEN.

Letzteres ist die Quelle einer verhängnisvollen Entwicklung der Männer, welche das Verständnis der Frauen weit übersteigt – eine so unwahrscheinliche Option, daß sie von keiner Frau ernst genommen wird.

Denn nehmen wir nun einmal an, daß die epistemische Standardperspektive einer durchschnittlichen Frau auf Männer falsch ist. Was heißt das dann für die betreffenden Männer, welche gelernt haben, keine Trottel zu sein?

Um meine Position zu entwickeln, beschreibe ich einige Beobachtungen, die jeder Mann selbst wiederholen kann:

  • (i) Zusammen mit dem Primat der männlichen Intiative wird das Verhalten von Männern Frauen gegenüber vollständig künstlich sexualisiert. Die generelle Verteufelung der männlichen Sexualität, welche der künstlichen, ökonomischen  Aufwertung der weiblichen Sexualität in die Hände spielt, führt zuerst zu einer Spaltung der Gesellschaft und danach einer sozialen Exklusion der Männer, insofern deren Abwertung vorgibt, zu rechtfertigen, daß Männer im Grunde nur Verbrauchsmaterial sind. Auf ähnliche Weise ist der Rassismus gegen Schwarze entstanden: In Zeiten der Aufklärung brauchte man im England des 18. Jhr plötzlich ein Narrativ, welches rechtfertigte, warum man weiterhin tun durfte, was man immer schon profitablerweise getan hatte: Sklaverei sei moralisch unbedenklich, insofern es sich bei Schwarzen nicht um richtige Menschen handle.
  • (ii) Weil es folglich wahr ist, daß Männer seit Jahrzehnten oder länger das soziale exkludierte Geschlecht sind – einfach, weil eine Gesellschaft, die ein Geschlecht durch Schlechterstellung einer positiven Selektion aussetzt, deutliche ökonomische und militärische Vorteile hat – fühlen sich die meisten Männer einsam und sie entwickeln schnell eine große Sehnsucht nach einer Art Vereinigung mit dem den anderen Geschlecht in einer Beziehung: Viele Männer haben große Träume von und mit Frauen – seien sie nun Trottel oder verständnismäßig darüber hinaus gekommen.
  • (iii) Vermutlich hat vor allem das online-dating es der Masse der Männer ermöglicht, in kurzer Zeit so viele Erfahrungen mit Frauen zu sammeln, daß ihnen die Muster im weiblichen Verhalten nicht mehr entgehen konnten. Der weibliche Erfahrungshorizont hingegen hat sich kaum geändert, da sie die Initiative schon immer den Männern überlassen haben und daher schon immer schneller Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammeln konnten: Viel mehr Männern als vor 20 Jahren ist klar, daß fast alle Frauen mit geringen Variationen immer dieselben Geschichten erzählen – was aufgrund ihrer individuellen Biographie aber eigentlich nicht sein kann. Folgerung: Viele Männer wissen, daß Frauen ihnen eine Persönlichkeit vorspielen, die sie in Wahrheit gar nicht haben.

Zusammen verleiten diese Punkte immer mehr Männer mit fortschreitendem Alter dazu, genau nachzuprüfen, welcher ihrer Träume mit Frauen wie schnell in welchem Ausmaß in Erfüllung gegangen sind.

  • Für Frauen ändert sich mit zunehmendem Alter wenig: Ihr Weltbild bleibt bestehen, sie gehen ungehemmt ihren sexuellen Neigungen nach und spielen den Trotteln, die sie ausnutzen wollen, etwas vor, bis diese Männer ihrer Einschätzung nach verbraucht sind – ein solides Rezept, daß im Grunde unabhängig von der Zeit ist.

Doch das ist nur scheinbar so. Die meisten blogs z.B. glauben, daß die welkende Schönheit der Frauen die Ausbeutungsstrategie, deren Erfolg die epistemische Standardperspektive verspricht, unterminiert: Es ist quasi unmöglich, durch die sozialen Medien zu gehen und nicht auf die These von The Wall zu stoßen.

Meine These hingegen ist, daß der kritische Blick der Männer, weniger von der welkenden Schönheit der Frauen, denn von ihrem eigenen Lernprozeß geschärft wird, die nach und nach immer klarer sehen, daß ihr Traum von einem Leben mit Frauen mit der sozialen Wirklichkeit, die sie mit Frauen realisieren können, im Grunde nichts zu tun hat.

  • Als Folge davon fühlen sich die Männer von den Frauen nicht nur maßlos gelangweilt, sondern auch abgestoßen, weil sie die Schlichtheit und Anspruchslosigkeit des mentalen Lebens der Frauen nicht mehr ertragen können. Ihr sexuelles Interesse an Frauen nimmt daher dramatisch ab.

Anders formuliert: Ältere Frauen könnten für Männer attraktiv bleiben – inklusive des Fortbestandes der ökonomischen Ausbeutungsoptionen – wenn sie die Träume der Männer bemerken und verstehen würden.

  • Doch welche Frau würde sich im Moment nicht dadurch entwertet fühlen, sich mit den Ideen der Männer zu beschäftigen, die von männlichem Leben handeln?

Nun könnte man meinen, daß Frauen, die ja genau wie Männer vernunftbegabt sind, als Folge des Schwindens ihrer ökonomischen, sozialen und psychologischen Privilegien, einfach losgehen und nach dem Fehler im Geschlechterverhältnis suchen. Ich bin auch sicher, daß dies geschieht – doch es geschieht am falschen Ort. Denn als allgemein akzeptierte Theorie des Zwischengeschlechtlichen legt der Feminismus fest, was es über Geschlechter zu sagen gibt und was nicht. Und der Männerhaß des Feminismus, seine Männerabwertung und Männerverunglimpfung sind legendär.

  • Der zunehmenden Enttäuschung der Männer haben Frauen daher in der Regel nichts entgegenzusetzen – außer der üblichen Beschämungstaktiken, die aber nur bei Trotteln funktionieren, deren Zahl immer mehr abnimmt.

Eine Frau, die gegen diesen mentalen mainstream ankommt, muß schon mit außergewöhnlichen Fähigkeiten begabt sein. Denn zu vermuten, daß Männer weniger primitiv sind, als der Feminismus es vorgibt, bedeutet, mental aus dem System der Narrative zur Rationalisierung der gesellschaftlichen Abläufe auszuscheren – ein System, daß Frauen seit Generationen massive Privilegien eingeräumt hat. Die Motivation bei Frauen dafür ist folglich nicht sonderlich hoch.

  • Natürlich wird es trotzdem solche klugen und mutigen Frauen geben. Der Punkt ist, daß sie nicht oft vorkommen werden.

Als Mann hat man daher im Moment zwei Möglichkeiten:

  • (a) Entweder ist man als Mann ein Trottel. Dann leidet man unter den emotionalen und psychologischen Asymmetrien in einer Beziehung.
  • (b) Oder man hat sich als Mann über die mediale Selbstbeweihräucherung der Frauen – z.B. via online-dating – hinaus entwickelt. Dann spürt man den Schmerz der zerfallenden Lebenstäume mit Frauen, die einem Mann vorher oft jahrelang Kraft und Hoffnung gegeben haben.

In dieser Situation wählen viele Männer die MGTOW-Alternative – was in meinen Augen nicht die beste Wahl ist, nicht für die Männer.

  • Was die manosphäre daher tun müßte, ist nicht nur eine gründliche Aufklärung, sondern darüber hinaus Männern eine Vision zu liefern, wie ein Leben ohne Frauen trotz alledem ein erfülltes Leben sein kann, ohne daß Männer Frauen im Grunde sozial ignorieren.

Und ihr werdet nicht erraten, daß nach meiner Überzeugung Behauptungen über die biologische oder evolutionäre Unvermeidlichkeit des asymmetrischen Geschlechterverhältnisses dafür nicht geeignet sind.

By the way: Ich bin davon überzeugt, daß, als der Neoliberalismus die Entwicklung des Feminismus der 2. Welle finanziell massiv förderte, um den Menschen auf diese Weise jeden kulturellen Grund zur Solidarität und Widerstand gegen die ökonomischen Eliten zu nehmen, er sich über die oben beschriebenen Folgen vollkomen im Klaren war. Insofern ist jede Männerbewegung inhärent systemkritisch und kann damit rechnen, bald ebenfalls zensiert zu werden.


13 Kommentare

  1. luisman sagt:

    Der sog. Feminismus hat doch die erfolgreichste Gegenmassnahme gegen ihn selbst als den Teufel an die Wand gemalt: „Keep them barefoot and pregnant“. Eine 100% ‚biologistische‘ Loesung.

    • Na ja …. die Gier, Faulheit und Gewissenlosigkeit machen diese Option für das Geschlecht mit der geringeren Leistungskraft und Motivation eben attraktiv. Und die Männer tragen eine erhebliche Mitschuld an ihrer Situation, weil sie Frauen romantisieren, anstatt zu lernen.

  2. yvonne52 sagt:

    Leider sind an diesem Geschlechter-Disaster beide Geschlechter beteiligt. Und so platzen die Träume von Männern und Frauen. Allerdings findet man die tiefgründigen und ehrlichen Männer und eben auch Frauen selten auf Dating-Platformen. Ergo ist die Suche danach wie die sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen. Wirkliche Liebe zwischen Mann und Frau ist möglich, aber meistens erst nach einem Wachstumsprozess auf beiden Seiten. Und wer bringt heute schon die Geduld auf, Liebe wachsen zu lassen? Schnell, schnell (sofort) alles, ist doch die Devise. Also gehen beide, Mann und Frau letztlich leer aus und die Sehnsucht nach Verständnis und Liebe, Nähe und Intimität, Lachen und Lieben geht hinter Vorurteilen, Oberflächlichkeiten und falschen Erwartungen zugrunde.
    Was heute als „Liebe“ verkauft wird ist ein knallhartes Tauschgeschäft. Wer da nicht mitmachen will oder kann, bleibt mit seinen Träumen allein. Gilt für Männer und Frauen. Es ist gut, wenn man dann im Alter nicht zynisch und bitter wird, sondern sogar noch lachen kann. Gilt ebenfalls für Männer und Frauen. Es ist nämlich so, dass auch Frauen einen Preis zu zahlen haben. Ausserdem sind NICHT alle nur auf ökonomische Vorteile aus. Allerdings wollen sie auch keine ökonomische oder soziale oder emotionale Nachteile. Und ja, vermutlich sind sie „berechnender“. Aber viele Frauen berechnen halt „zukünftige Kinder“ samt Aufzucht gleich mit. Traurig ist es auf jeden Fall. Für beide Seiten.

    • Ich kann nicht erkennen, daß Frauen nach deiner Meinung etwas falsch machen oder an sich arbeiten sollten.

      • yvonne52 sagt:

        Was genau sollten denn die Frauen Deiner Meinung nach verbessern, an sich arbeiten und anders machen? Und die Männer? Zeige Du doch mal die Lösung auf. (Wobei: Wir wissen Beide, dass sich Menschen nur dann wirklich ändern, wenn es sich lohnt, oder das Verhalten zu schmerzhaft wird) Gilt für Mann und Frau.

    • othmar2 sagt:

      „Allerdings wollen sie auch keine ökonomische oder soziale oder emotionale Nachteile.“ Aber wenn sie keine Nachteile – egal welcher Art – wollen, bleiben doch nur noch die Vorteile. Dein „NICHT“ ist damit von dir selbst widerlegt worden und schreibst es ja auch: „Sie sind berechnender.“ … Ich würde sagen, sie berechnen a l l e, erst recht seitdem die Datingplattformen sie alle mehr oder weniger zu Narzistinnen gemacht haben, die sich selbst masslos überschätzen. ….

  3. […] zu verstehen, erinnern wir an die ökonomisch motivierten Geschlechterrollen, die auf diesem blog schon mehrfach Thema waren: Allen Menschen ist eine kulturelle Wahlfreiheit gegeben ist, wie sie als Person ihrem Leben […]

  4. othmar2 sagt:

    „….ein erfülltes Leben sein kann, ohne daß Männer Frauen im Grunde sozial ignorieren.“ Also, wenn man Frauen sozial ignoriert, sich mit ihnen nicht beschäftigt, weil sie sich alle mehr oder weniger hoch über dem Mann stehend sehen, kann man kein erfülltes Leben haben????

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