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Archiv der Kategorie: Occupy Biologism

Kulturbegriffe der politischen Philosophie und der Biologismus

Ob Biologismus oder Multikulturalismus – der Kulturbegriff steckt einfach überall drin. Trotzdem wird er fast nie bemerkt oder diskutiert. (mehr …)

Warum Frauen in Wahrheit promiskuitiv sind und es nie ein Patriarchat gab

Daniel Scholten von belleslettres.eu hat ein interessantes Video gemacht, dessen ziemlich gewitzte, biologische Argumentation ich hier in geschlossener Form wiedergebe. (mehr …)

Warum analytische Philosophie des Geistes antibiologistisch sein muß

Einige werden sich gewundert haben, daß die in den von mir bisher geposteten Artikeln zur Widerlegung des Biologismus zitierte Literatur fast immer mindestens 25 Jahre alt ist. Das hat seinen Grund. Denn der Biologismus als Paradigma dessen, wofür empirische Daten über das Gehirn sprechen, gehört in ein ontologisches Paradigma des Verständnisses des Mentalen, daß mit Descartes begann und vor 25 Jahren unterging. Die zentralen Autoren des Biologismus wie Dawkins oder Pinker schrieben ihre Bücher vor dem Hintergrund des Wissens ihrer Zeit vor 15-40 Jahren und daß sie das neue, epistemische Paradigma in der analytischen Philosophie seit 1986 nicht heraufdämmern sahen, kann man ihnen wohl nachsehen, nicht aber, daß ihre Thesen auf einer überholten und irreführenden metaphysischen Fragestellung nach der Natur des Mentalen beruhen: Computerbiologismus teilt in diesem Sinne das Schicksal der veralteten Phlogistontheorie, die später von der Oxidationstheorie abgelöst wurde. (mehr …)

Was ist so wichtig an alltagspsychologischen Phänomenen?

Daß die Alltagspsychologie im nicht-reduktiven Physikalismus eine Theorie ist, ist für den Computerbiologismus ein ungeheures, systematisches Problem. Dabei sind gerade einige ziemlich seltsame, mentale Alltagsphänomene gute Indizien dafür, daß die Alltagspsychologie eine besondere, empirisch-normative Theorie und keine wie immer geartete Verlängerung der Neurobiologie ist. Das zeigt, daß der Computerbiologismus von unseren psychischen Phänomenen im Alltag nicht die leiseste Ahnung hat. (mehr …)

Warum Wünsche keine Dispositionen sind

Die soziale Welt ist schon ziemlich übervölkert mit eigenartigen Gewohnheiten, noch seltsameren Phämonenen und Leuten, die man am liebsten nie getroffen hätte. Der Computerbiologismus macht alles noch verrückter und hier ist ein weiterer Grund, warum das so ist. (mehr …)

Ist intentionaler Realismus ein akzeptabler nicht-reduktiver Physikalismus?

Humanisten und Metaphysikkritiker wollen mit obskuren Objekten wie überempirischen Akteuren, Seelen oder mentalen Substanzen verständicherweise nichts zu tun haben. Die meisten versuchen sich daher an reduktiven Theorien des Geistes, bleiben stecken und schöpfen das volle Potential des Humanismus im Hinblick auf politische und gesellschaftliche Initiativen daher unnötigerweise nicht aus: Humanistische Positionen können nur dann für praktische Zwecke ausreichend präzisiert werden, wenn klar wird, worauf man sich einläßt, wenn man die Existenz mentaler Zustände zugibt. In der analytischen Philosophie nennt man das das Problem des nicht-reduktiven Physikalismus, der überraschenderweise eine gewisse Portion Wissenschaftstheorie erfordert. In diesem post gehen wir dem nach. (mehr …)

Was ist, wenn Prognosen keine Erklärungen sind?

Viele Biologisten und neuronale Deterministen verstehen ihre Position als Konsequenz einer Naturalisierung des Geistes. Naturalisierung bedeutet, daß die Welt identisch mit der Natur ist, daß es nichts Außer- oder Übernatürliches gibt. Naturalisierung des Geistes bedeutet, daß Geist und Bewusstsein das Naturgeschehen nicht übersteigen, insofern sie sich durch die Evolution des Nervensystems herausgebildet haben. Diese Position gehört zu den Kernüberzeugungen des analytischen Humanismus. Der nervtötende Streit mit den Biologisten dreht sich jedoch nicht darum, sondern um die Frage, was aus dieser Annahme eigentlich alles folgt. Und Biologisten sind sich interessanterweise mit Freudianern darüber einig, daß die Menschen im Grunde nicht Herr im eigenen Haus sind – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Was sie jeweils dafür benötigen, sind willensunabhängige Verhaltensprognosen. Doch interessanterweise werden Erklärungen weder durch Prognosen erzeugt, noch werden sie durch Erklärungen geliefert. (mehr …)