jungs & mädchen

Startseite » post-gender

Archiv der Kategorie: post-gender

20 Themenfelder maskulistischer Theorie

Eine maskulistische Theorie zu haben, hätte Vorteile: Erstens könnte man den soziologischen und metaphysischen Erklärungsansprüchen der feministischen Theorie für viele Geschlechterphänomene eine glaubhafte und fundierte Alternative entgegensetzen, die es erlauben würde, maskulistische Ansprüche und Forderungen solide zu begründen. Zweitens erzeugt eine adäquate maskulistische Theorie einen Überblick über bsher unbeackerte Themenfelder männlichen Lebens, so daß man nicht mehr darauf angewiesen wäre, in der persönlichen Erfahrung und daher mehr oder weniger zufällig auf sie zu stoßen. Und drittens würde sich die maskulistische blogossphäre von der Methode des learning by doing verabschieden und es erlauben, daß Maskulisten über Männerthemen hinaus als kompetent wahrgenommen werden. Letzteres wird vermutlich die Glaubwürdigkeit erzeugen, die Maskulisten mit Männerthemen alleine bisher nicht erringen konnten. Daher listet dieser post 20 Themen auf, die in aus Sicht des analytischen Maskulismus lohnenswert sind. (mehr …)

Studie zum Geschlechterdiskurs – Euphemismen, Teil 2

Dieser post setzt meine Rezension aus dem letzten post der Studie des Vienna Circle über den Geschlechter- diskurs von Johannes Meiners und Christine Bauer-Jelinek vom Februar 2015 fort. Da ich mit dem B-Teil deutlich stärker übereinstimme als mit dem A-Teil, es aber recht unwahrscheinlich ist, daß auf einmal besser gearbeitet wurde, brauchen wir ein Wort der Warnung: Offensichtlich hängen meine Meinungen über Maskulismus stark von den news auf genderama ab. Und obwohl nicht-feminist.de, only_me und gleichmaß.wordpress.com zu meiner Pflichtlektüre zählen, kann das diese Abhängigkeit offenbar nicht ausgleichen: Ich sorge selbst in völlig unzureichendem Maße für NICHT vorselektierte Informationen zu Geschlechterthemen – dafür fehlt mir einfach die Zeit. Letzteres ist einer der Gründe dafür, warum in diesem blog nur Grundsatzfragen behandelt werden, bei denen ich selbst Korrektheit und Vollständigkeit der benutzen Materialien sicherstellen kann. Es bleibt zu hoffen, daß nicht-feminist.de personelle Verstärkung erhält, um Einseitigkeiten wirksam abbauen zu können. (mehr …)

Quo(te) Vadis?

Das Herz vieler feministischer Gleichstellungsforderungen liegt in der Annahme, daß die Geschlechtergleichheit bei der Auszählung von Ämtern, Chancen oder Ressourcen inkompatibel sei mit der Annahme einer völligen Gleichheit der Geschlechter. Wir geben in diesem post ein einfaches Argument dafür, daß diese Annahme falsch ist. Wir zeigen weiter, daß deshalb viele – aber nicht alle – Auszählungsungleichheiten gesellschaftlicher Güter in Bezug auf Geschlechter nicht auf Geschlechterprivilegien zurückgeführt werden können. Frauenquoten herkömmlichen designs verletzen daher in der Regel die Chancengleichheit und eine Geschlechtergleichheit bei Auszählung deutet sogar eher auf einen unfairen Auswahlprozeß beim Zugang zu Ämtern, Chancen und Ressourcen hin. Ein vernünftiges post-gender design von Quoten hingegen wäre im Falle ihrer tatsächlichen Notwendigkeit dagegen kompensatorisch: Quoten erweisen sich als Mittel der Verteilungsgerechtigkeit innerhalb eines humanistischen social engineering und nicht als Mittel der persönliche Satisfaktion Einzelner oder ganzer sozialer Klassen. (mehr …)