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Schlagwort-Archive: Antiindividualismus

Kausalität und Typidentität intentionaler Zustände

Antiindividualismus ist für evolutionäre Psychologie und Biologismus, die beide auf einen methodologischen individualismus angewiesen sind, ein nicht zu überwindendes Problem. Dabei hat es an ernsthaften Versuchen, das zu schaffen, wirklich nicht gefehlt. Dieser post verfolgt die Gegenstrategie von Jerry Fodor, die deshalb so interessant ist, weil sie einerseits viel über die konzeptionelle Natur unserer Alltagspsychologie und andererseits viel über unser in den empirischen Wissenschaften dokumentiertes Kausalverständnis verrät. Zugleich blickt dieser post auf die bisherigen Analyseresultate der im analytischen Humanismus wesentlichen Alltagspsychologie zurück und legt auf eine neue Weise dar, warum der Biologismus nicht als Analyse der Alltagspsyhologie fungieren kann. (mehr …)

Warum analytische Philosophie des Geistes antibiologistisch sein muß

Einige werden sich gewundert haben, daß die in den von mir bisher geposteten Artikeln zur Widerlegung des Biologismus zitierte Literatur fast immer mindestens 25 Jahre alt ist. Das hat seinen Grund. Denn der Biologismus als Paradigma dessen, wofür empirische Daten über das Gehirn sprechen, gehört in ein ontologisches Paradigma des Verständnisses des Mentalen, daß mit Descartes begann und vor 25 Jahren unterging. Die zentralen Autoren des Biologismus wie Dawkins oder Pinker schrieben ihre Bücher vor dem Hintergrund des Wissens ihrer Zeit vor 15-40 Jahren und daß sie das neue, epistemische Paradigma in der analytischen Philosophie seit 1986 nicht heraufdämmern sahen, kann man ihnen wohl nachsehen, nicht aber, daß ihre Thesen auf einer überholten und irreführenden metaphysischen Fragestellung nach der Natur des Mentalen beruhen: Computerbiologismus teilt in diesem Sinne das Schicksal der veralteten Phlogistontheorie, die später von der Oxidationstheorie abgelöst wurde. (mehr …)

Die Naturalisierung des Inhalts intentionaler Zustände

Der sich in der manosphäre inzwischen auf dem Rückzug befindende Computerbiologismus vertritt einen methodologischen Individualismus in der Alltagspsychologie. Das bedeutet, daß danach alltagspsychologische Phänomene von nichts anderem als dem Gehirn der Personen abhängen und soziale Phänomene Aggregate dieser Phänomene sind. Ein weiteres experimentum crucis besteht daher darin, die Identitätsbedingungen des Inventars der Alltagspsychologie, der intentionalen Zustände zu untersuchen. Der Computerbiologismus wäre falsifiziert, wenn die Identitätsbedingungen der intentionalen Zustände nichts mit dem Gehirn zu tun hätten. Und genau das ist der Fall. (mehr …)