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Die Naturalisierung des Inhalts intentionaler Zustände

Der sich in der manosphäre inzwischen auf dem Rückzug befindende Computerbiologismus vertritt einen methodologischen Individualismus in der Alltagspsychologie. Das bedeutet, daß danach alltagspsychologische Phänomene von nichts anderem als dem Gehirn der Personen abhängen und soziale Phänomene Aggregate dieser Phänomene sind. Ein weiteres experimentum crucis besteht daher darin, die Identitätsbedingungen des Inventars der Alltagspsychologie, der intentionalen Zustände zu untersuchen. Der Computerbiologismus wäre falsifiziert, wenn die Identitätsbedingungen der intentionalen Zustände nichts mit dem Gehirn zu tun hätten. Und genau das ist der Fall. (mehr …)

Biological Borderline

Das Bild von Pferd und Reiter ist eine von Biologisten gern benutzte Metapher, um anzudeuten, wie sie sich das Verhältnis der biologischen und sozialen Anteile bei der Hervorbringung sozialer Phänomen vorstellen. Die Hausbiologisten des linken Maskulismus benutzen ein ähnliches Bild: Die Metapher von Elefant und Reiter soll andeuten, daß biologische und evolutionäre Anteile – beides wird von ihnen fröhlich durcheinander geworfen – in einem unerklärten Sinn dominieren. Vulgärbiologisten sehen anders als Biologisten auch kein Problem darin, nicht zu wissen, wo die Erklärungskompetenz der Naturwissenschaften bei sozialen Phänomenen endet: Man fühlt sich in pubertären Allmachtsphantasien generell zuständig und man fühlt sich wohl: Sollen doch andere nachweisen, daß man irgendetwas nicht kann. Und im Grunde ist das nicht mal besonders schwer. Dieser post zieht – nach begrifflicher Vorarbeit – zwei Grenzlinien, die sich erfreulicherweise bei der Erklärung einzelner Handlungen einsetzen lassen. (mehr …)