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Ist intentionaler Realismus ein akzeptabler nicht-reduktiver Physikalismus?

Humanisten und Metaphysikkritiker wollen mit obskuren Objekten wie überempirischen Akteuren, Seelen oder mentalen Substanzen verständicherweise nichts zu tun haben. Die meisten versuchen sich daher an reduktiven Theorien des Geistes, bleiben stecken und schöpfen das volle Potential des Humanismus im Hinblick auf politische und gesellschaftliche Initiativen daher unnötigerweise nicht aus: Humanistische Positionen können nur dann für praktische Zwecke ausreichend präzisiert werden, wenn klar wird, worauf man sich einläßt, wenn man die Existenz mentaler Zustände zugibt. In der analytischen Philosophie nennt man das das Problem des nicht-reduktiven Physikalismus, der überraschenderweise eine gewisse Portion Wissenschaftstheorie erfordert. In diesem post gehen wir dem nach. (mehr …)

Kann eine Naturalisierung des Geistes reduktionistisch sein?

Reduktionistische Theorien des Geistes sind in der Popkultur und damit im Biologismus weit verbretet. Ihre Attraktivität rührt daher, daß sie ihren Anhängern versprechen, sich mit einem großen Teil des sozialen Lebens nicht beschäftigen zu müssen und die Notwendigkeit sozialer Kompetenzen weitgehend ignorieren zu können. In der Realität aber schlugen bisher alle Reduktionsversuche fehl: Wenn man überhaupt zugibt, daß es mentale Zustände gibt, dann kann die damit verknüpfte Redeweise nicht ersetzt werden durch eine Redeweise über Physisches. Zwar ist es widerspruchsfrei, die Existenz mentaler Zustände überhaupt zu leugnen, doch zu den Kosten eines eliminativen Materialismus gehört der komplette Verlust des moralischen Diskurses und damit des Humanismus – ein Preis, der eindeutig zu hoch ist. (mehr …)

Die Naturalisierung des Humanismus als Erbe des Atheismus

Wer Metaphysikkritiker oder Atheist ist, muß sich Gedanken darüber machen, wie das Gehirn den Geist erzeugt. Dabei gibt es nur zwei ernstzunehmende Optionen: Reduktive Theorien identifizieren auf die eine oder andere Weise die mentalen Zustände einer Person mit ihren zerebralen Zuständen. Nicht-reduktive Theorien akzeptieren neben Dingen und Ereignisssen auch Personen in ihrer Ontologie und das verschafft der Alltagspsychologie einen von der Neurobiologie unabhängigen Status als empirische Theorie der Personen. Letzteres genügt, um die Naturalisierung des moralisch motivierten analytischen Humanismus wenigstens im Prinzip zu garantieren. Und nur darauf kommt es an. (mehr …)