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Schlagwort-Archive: Reduktionismus

Kulturbegriffe der politischen Philosophie und der Biologismus

Ob Biologismus oder Multikulturalismus – der Kulturbegriff steckt einfach überall drin. Trotzdem wird er fast nie bemerkt oder diskutiert. (mehr …)

Warum analytische Philosophie des Geistes antibiologistisch sein muß

Einige werden sich gewundert haben, daß die in den von mir bisher geposteten Artikeln zur Widerlegung des Biologismus zitierte Literatur fast immer mindestens 25 Jahre alt ist. Das hat seinen Grund. Denn der Biologismus als Paradigma dessen, wofür empirische Daten über das Gehirn sprechen, gehört in ein ontologisches Paradigma des Verständnisses des Mentalen, daß mit Descartes begann und vor 25 Jahren unterging. Die zentralen Autoren des Biologismus wie Dawkins oder Pinker schrieben ihre Bücher vor dem Hintergrund des Wissens ihrer Zeit vor 15-40 Jahren und daß sie das neue, epistemische Paradigma in der analytischen Philosophie seit 1986 nicht heraufdämmern sahen, kann man ihnen wohl nachsehen, nicht aber, daß ihre Thesen auf einer überholten und irreführenden metaphysischen Fragestellung nach der Natur des Mentalen beruhen: Computerbiologismus teilt in diesem Sinne das Schicksal der veralteten Phlogistontheorie, die später von der Oxidationstheorie abgelöst wurde. (mehr …)

Warum Wünsche keine Dispositionen sind

Die soziale Welt ist schon ziemlich übervölkert mit eigenartigen Gewohnheiten, noch seltsameren Phämonenen und Leuten, die man am liebsten nie getroffen hätte. Der Computerbiologismus macht alles noch verrückter und hier ist ein weiterer Grund, warum das so ist. (mehr …)

Kann eine Naturalisierung des Geistes reduktionistisch sein?

Reduktionistische Theorien des Geistes sind in der Popkultur und damit im Biologismus weit verbretet. Ihre Attraktivität rührt daher, daß sie ihren Anhängern versprechen, sich mit einem großen Teil des sozialen Lebens nicht beschäftigen zu müssen und die Notwendigkeit sozialer Kompetenzen weitgehend ignorieren zu können. In der Realität aber schlugen bisher alle Reduktionsversuche fehl: Wenn man überhaupt zugibt, daß es mentale Zustände gibt, dann kann die damit verknüpfte Redeweise nicht ersetzt werden durch eine Redeweise über Physisches. Zwar ist es widerspruchsfrei, die Existenz mentaler Zustände überhaupt zu leugnen, doch zu den Kosten eines eliminativen Materialismus gehört der komplette Verlust des moralischen Diskurses und damit des Humanismus – ein Preis, der eindeutig zu hoch ist. (mehr …)