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Meinungen von Männern, die Frauen nützlich sind

Der shitlord hat mal wieder einen interessanten Text ausgegraben und bereits auf seine unnachahmliche Weise kommentiert. Das gibt mir die Chance, zu dieser netten Flirtanleitung von Frauen für Männer zu sagen, wozu bisher keine Zeit war.

Wenn Frauen öffentlich zu Männern als potentielle Partner sprechen, kann man bekanntlich sicher sein, das jedes Wort dazu gedacht ist, männliches Verhalten zu instrumentalisieren, i.e. Männer via Selbstkontrolle dazu zu bringen, für Frauen maximal nützlich zu sein. Und Männer sind in der Regel erstaunlich schlecht darin, solche Manipulationen zu erkennen. Unklar ist in der Regel die Methode und der Zweck einer verbalen Manipulation, die darauf abzielt, in Männern Überzeugungen zu wecken, die geeignet sind, ein Verhalten seitens der Männer hervorzubringen, welches für Frauen in einer noch darzulegenden Weise erfreulich oder nützlich ist.

  • Das impliziert natürlich, daß Frauen in keiner Weise den biologistischen Standpunkt teilen, nach dem Männer ohnehin allein durch biologische Triebe gesteuert wären und daher von Männern gehegte Meinungen für ihr Verhalten als völlig nebensächlich einstufen: Die These, daß Männer nur mit dem Schwanz denken, ist folglich ebenfalls lediglich Teil der verbalen Manipulationsstrategie der Frauen.

I. Was so die Theorie angeht ….

Gehen wir diesen Ratgeber von Frauen für Männer Schritt für Schritt durch:

  • Verbringe zu viel Zeit im Internet und du wirst zu dem Schluss gelangen, dass junge Männer heute in eine von zwei Kategorien fallen: übersensible Welpen, die versuchen, sich die wahre Liebe zu erkaufen, oder Typen, die denken, Flirten bedeutet, sich hackevoll zu saufen und auf der Straße mit einem Verkehrskegel als Megaphon Mädchen Vergewaltigungsdrohungen entgegenzubrüllen.

Das Wichtigste am Anfang ist, dem Beratenen klar zu machen, daß er dringend Rat braucht – weil er offenbar alles falsch macht. Im Normalfall braucht Rat nur derjenige, der selbst ein Problem hat. Doch hier wird kein Problem bei Männern diagnostiziert, sondern es wird offenbart, daß Frauen ihre wahre Unzufriedenheit mit Männern bisher verschwiegen und Männern irgendetwas vorgegaukelt haben. Interessanterweise erwarten unsere beiden Autoren Lucy Hancock und Amelia Abraham nicht, daß sich das negativ auf die Glaubwürdigkeit ihres vorliegenden Ratgebers auswirkt – woran wir unmittelbar nicht das Wirken eines evolutionären Zusammenhangs erkennen, sondern die Gültigkeit einer sozialen Norm:

  • (1) Frauen glaubt man, was sie sagen, weil sie Frauen sind – und zwar auch dann, wenn sie vorher gelogen haben, daß sich die Balken biegen.

Nehmen wir an, der männliche Leser sei nun erwartungsgemäß eingeschüchtert und bereit, sich von den Autoren abrichten zu lassen. Was steht dann als Nächstes auf dem Programm? Natürlich: HOFFNUNG – noch ist nicht alles verloren:

  • Natürlich wissen wir, dass ihr nicht alle Flachwichser seid.

Als Männer sind wir daran gewöhnt, in ausssichtslosen Situationen als Verbrauchsmaterial verwertet zu werden und entsprechend wird jeder Mann von klein auf auf das Schema „mission impossible – und du hast nur eine Chance, es richtig zu machen.“ gedrillt. Frauen wissen das als Nutznießer dessen sehr gut und da verspricht ein solcher Anfang, den Anliegen der Frauen die volle männliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Doch worin besteht das Anliegen der Frauen?

  • Aber Tatsache ist nun mal, dass Jungs von heute sich beim Flirten wirklich gehen lassen.

Wir als Männer werden hier von der Tatsache überrascht, daß es für eine Frau wesentlich ist, auf die richtige Art und Weise angeflirtet zu werden: Der Pfad der sozialen Entwicklung spielt hier die wesentliche Rolle, und nicht, wie der Biologismus insistieren würde, das potentiell sexuelle Ergebnis dieser sozialen Entwicklung – so evolutionär bedeutsam es auch sein würde. Und Frauen haben auch durchaus eine Vorstellung davon, wie dieser Pfad aussieht – die sie aber natürlich nicht mitteilen (das würde dem Mann die sehnlichst herbeigewünschte Mühe und Anstrengung für die Frau ersparen) sondern lediglich andeuten, wie dieser Pfad nicht aussieht:

  • Eine Frau zu finden, die dich liebt, hat nichts damit zu tun, ihr einen Jutesack über den Kopf zu stülpen und sie auf einen Karren zu verladen. Es hat auch nichts damit zu tun, mit irgendwelchen ekligen Pick-up-Artist-Sprüchen angeschleimt zu kommen und zu versuchen, sich bei ihr einen Fick zu er-mobben. Wir verlangen nicht, dass ihr Rainer Maria Rilke seid; wir wollen einfach nur umworben werden und wir wollen, dass ihr dabei keine Arschlöcher seid.

Als männliche Volltrottel, als die uns die Frauen gerne hinstellen, lernen wir: die primitive tour zieht nicht. Auch wenn für Frauen erkennbar Wissen darüber eingesetzt wird, daß Frauen untereinander erstaunlich gleich sind, so daß immer dieselbe Art von Sprüchen jede noch so katholische Hose von selbst aufspringen läßt, kommt das nicht gut an: pickup ist böse, denn es macht implizit klar, daß Frauen als himmlische Inkarnationen von Weiblichkeit weit weniger originell sind, als sie es selbst gern verkaufen würden. Folglich kommt es bei Frauen sehr gut an, wenn der Mann keine Ahnung davon hat, daß ihm jetzt genau das angeboten wird, was er an Frauentypen in vergangenen Jahren bereits ohne Gewinn längst ausprobiert hat.

Auch hier zeigen sich wieder soziale Normen, die spezisch nur für Frauen gelten:

  • (2) Notwendige Bedingung der Entstehung von Gefühlen bei Frauen für Männer ist das geeignete Werben, i.e. eine vorab kostenlos erbrachte Leistung von Männern. Und was immer das für Gefühle sein mögen, die auf die Schmeicheleien der Männer zurückgehen, diese Art von Narzismus ist bei Frauen nicht etwa psychologisch seltsam, sondern ganz normal und hat als echte und unbezweifelbare Liebe zu gelten. Und das, obwohl wir Männer es gewohnt sind, daß unsere Verliebtheit solche Vorleistungen seitens der Frauen überhaupt nicht braucht, sondern wir uns aus dem Stand in Tagträumen für eine Frau völlig begeistern können, von der wir gerade mal das Aussehen kennen. Also: Wir haben zwar nicht den geringsten Grund, zu glauben, daß die Liebe der Frauen für Männer der Liebe der Männer für Frauen irgendwie gleicht, aber wir müssen dem denselben Namen geben, um den Unterschied unsichtbar zu machen.
  • (3) Daß der Mann durch die Manipulationen um die Erfüllung seiner Wünsche und unwiederbringliche Lebenszeit betrogen wird, zählt nicht: Männer sind Menschen zweiter Klasse.

Nicht weniger interessant ist, daß Frauen sich als Menschen entwürdigt fühlen, wenn sie von männlichen Arschlöchern umworben werden – eine psychologische Abhängigkeit, die Männer nicht kennen: Wenn wir von ordinären Schlampen angemacht werden, dann fühlen wir uns vielleicht belästigt, aber nicht entwürdigt. Diese Idee würde uns niemals kommen – woran wir die nächste soziale Norm ablesen:

  • (4) Was immer es Negatives über Frauen zu sagen gibt, wir haben so zu tun, als hätten wir nichts bemerkt.

Daß Frauen sich wünschen, von Männern aufgewertet zu werden und das für sie auch echt wichtig ist, führt auf den nächsten, wichtigen Punkt im Manipulationsverfahren der Frauen:

  • Versuch nicht, so zu tun, als hättest du nicht jede Toilettenpause diesen Monat damit verbracht, mit hungrigem Blick die Bikinifotos von Mädchen auf Tinder zu durchforsten.Wir wissen, dass die ganze Dating-App-Sache für dich kein „Neuland“ ist, und allem Anschein nach findest du es auch nicht „seltsam“.

Hier wird ganz klar gesagt, welche Männer von Frauen als wertlos angesehen werden, so daß sie deren Umwerbungen als Herabwürdigungen ansehen würden – weshalb sie diejenigen Männer, die in ihren Augen keine Frauen verdient haben einfach mal direkt auffordern, sich zu outen, indem sie so tun, als hätten sie Verständnis für solche Männer. Aber das ist gelogen – haben sie nicht. Sie wollen es sich nur einfacher machen, zu entscheiden, mit welchen Männern sie Zeit verbringen und mit welchen nicht. Doch das ist natürlich nicht das einzige Kriterium, daß einer Frau, die durch Bewunderung seitens wertvollen Männermaterials etwas gelten möchte,  am Herzen liegt. Wichtig ist auch:

  • „Nenn dich in deiner Bio niemals „Gin-begeistert“ oder „Kaffee-Snob““ – Eine Frau kann nicht bei solchen Diskussionen in einem sozialen Sinne Gesicht gewinnen, wenn andere Menschen sie dabei beobachten.
  • Du musst nicht unbedingt deine Größe angeben“ – Doch, das ist für Frauen richtig wichtig. Was für Männer die Körbchengröße ist, ist für Frauen die Körperlänge.
  • deine krassen Wochenendpläne“ – Frauen wissen, daß sie oft nicht sehr viel zu bieten haben, einen Mann zu halten, und wenn ein Mann viel unterwegs ist, könnte ihm leicht auffallen, wie klein diese Unterschiede zu anderen Frauen wirklich sind. Und genau dann fällt es eben ins Gewicht, wenn z.B. die Möpse der anderen Frauen etwas größer sind.
  • dein zweifellos krasser Kater“ – Männer, die einen Kater haben, verdienen kein Geld, daß eine Frau ausgeben könnte und sie sind auch nicht unterhaltsam – und was soll eine Frau mit solch einem Mann schon anfangen?
  • Musikrichtungen, welche Abifächer du hattest, Urlaube“ – Denn dazu fällt Frauen einfach nichts ein.
  • Mit einer völlig Fremden Flirt-Jonglieren zu betreiben ist total unnötig—bitte sie einfach um ein Date.“ – Klare Aufforderung: Bitte mach dich selbst zum Idioten, damit die Frau das nicht rausfinden muß. Denn dieser komplexen Aufgabe ist sie nur selten gewachsen.
  • Denkt dran, es gibt Zeitpunkte, da will ein Mädchen einfach nicht angequatscht werden—wenn wir so aussehen, als kämen wir ohnehin gerade von einer wilden Nacht, zum Beispiel, oder vor einer Abtreibungsklinik.„.  – Denn erstens würden Frauen dann nicht verstehen, warum sich die Männer für sie interessieren, und zweitens könnten sie sich dann nicht auf ihr Aussehen verlassen, wenn es darum geht, eine Unterhaltung zu überstehen. Denn nun kommt es auf einmal auf den Inhalt ihrer Äußerungen an, weil drittens weibliche Manipulationen fast immer auf die Tatsache angewiesen sind, daß Männer sexuell von Frauen angezogen sind. Wenn aber die üblichen Mnnipultionen nicht ziehen, dann ist eine Frau mit der Komplexität eines ehrlichen Dialog mit einen Mann schnell überfordert.

Nach dieser Orgie von „Tu das nicht“-Anweisungen, wird es nun für die Autoren klarerweise Zeit, darauf einzugehen, welcher Pfad des Umwerbens den Frauen diejenige Selbstbestätigung seitens der Männer zukommen läßt, derer sie wirklich so bedürftig sind, daß es sich lohnt, den oben zitierten Artikel ins Netz zu erbrechen:

  • dass ihr vergessen habt, wie man mit uns persönlich spricht.

Das ist so ziemlich das Höchstmaß dessen, was von einer Frau zu erwarten ist, der der Pfad des Umworbenwerden so dermaßen wichtig ist. Denn sie erhofft sich gerade durch die Interaktion mit dem sie umwerbenden Mann sich in einer unerwartenten, neuen, möglichst interessanten und schmeichelhaften Weise selbst zu entdecken und zu erfahren. Schmeicheleien des Mannes, zu denen eine Frau selbst nicht den geringsten Grund liefert, bedeuten nicht nur eine persönliche und gesellschaftliche Aufwertung, sondern sie amüsieren eine Frau auch mit sich selbst. Denn den Mann als Person kennenzulernen, seine Wünsche und Meinungen zu verstehen, ist für Frauen nur insofern interesant, als sie annehmen darf, daß sie selbst als Person diese Wünsche und Meinungen, die demonstrierte romantische Einstellung und die weithin sichtbare Sehnsucht des Mannes, sich von der umworbenen Frau zum Schönen, Wahren und Guten hinführen zu lassen, beim Recken hervorgerufen hat, der nun hoffentlich nichts Besseres mit seinem Leben mehr anzufangen weiß, als es komplett der umworbenen Frau zu weihen. Im Gegenteil: Ein Mann, der eine Frau mit der Wahrheit über sein Leben belästigt wie z.B. daß er ein Kaffee-Liebhaber ist, kann nur noch als unzivilisiert angesehen werden – Manieren sehen anders aus!!

II. Beispiele aus der Praxis

Damit die Selbstkontrolle der Männer im Dienste der psychologischen Bedürfnisse der Frauen auch keinesfalls schiefgeht und der Segen der öffentlich dokumentierten Aufwertung von Frauen durch wertvolle Männer auch wirklich bei den Bedürftigen ankommt, werden von den Autoren Beispiele aus dem Alltag durchgehechelt:

  • Hausparties-flits: Es tut Frauen in der Seele weh, einen sie umwerbenden Mann abweisen zu müssen, weil ihr jetziger Knecht mitbekommen könnte, wie sehr ihr diese Werbung gefällt, und er daraufhin seine finanzielle oder emotionale Unterstützung kürzen oder gar ganz einstellen könnte: Auf Hausparties kann eine Frau nicht so leicht vorspielen, daß sie single ist. Also: offen nach dem single-Dasein fragen, das erspart einer Frau Ärger und Frustration.
  • wir reden von Geld für ein Taxi, einer Flasche Smirnoff und (der Aussicht auf) eine bessere Party.“ Übersetzung: Gib Frauen, die auf Hausparties nicht zum Zuge gekommen sind, dein Geld, kauf ihnen Schnaps oder bring sie zu einem Ort, den sie nicht kennen, wo aber bessere Männer als du auf sie warten könnten. Aber erwarte keine Gegenleistung dafür, bevor nicht der letzte andere Mann gescannt ist, ob er nicht vielleicht besser ist als du, und sie sich dich danach aus Verzweiflung über den verschwendeten Abend schön gesoffen haben. Vor allem erwarte nicht, daß du sie am nächsten Tag anrufen darfst.
  • Clubs, Bars: Frauen, die bereits ihr gesammtes männliches Netzwerk auf der Suche nach Verehrern vergeblich abgesurft haben, greifen auf die Erniedrigung der anonymen Suche zurück. Nur online-dating ist noch entwürdigender für eine Frau als Frau – denn offenbar wird sie nicht ausreichend von Fremden im Supermarkt oder auf der Strasse angemacht. Dabei nützt es einer Frau auf der Suche nach Selbstbestätigung wenig, wenn du dich auf der Tanzfläche produzierst – nur, wenn du sie im persönlichen Gespräch mit einer ihr selbst schmeichelnder Weise bekannt machst, lohnt es sich für sie. Und vor allem: Bezahl für Frauen die Rechnung – das ist der minimalste Ausgleich, den ein Mann leisten muß, da die Zeit einer Frau sehr viel wertvoller ist, als die Zeit eines Mannes.
  • Raucherbereiche: Raucherinnen sind bei Männern besonders unbeliebt und schwer zu vermitteln. Männer sollten sich daher um die dringenden Bedürfnisse der Raucherinnen besonders kümmern.

III. Die Rolle der Öffentlichckeit

Diese Rolle übernehmen die sogenannten Freundinnen. Dabei darf man als Mann natürlich nicht glauben, daß – wie bei Männern – Freunde Menschen sind, die sich um dich sorgen, die dir Gutes tun wollen oder dir wirklich was gönnen – weit gefehlt:

  • Ihre beste Freundin durchschaut dich von vorne bis hinten, und sie hat keine Hemmungen, dich zu zertrampeln, wenn der Übernachtungsbesuch, den du planst, ihre Brunchpläne zerstört.

Klarerweise ist die Rolle der besten Freundin hier janusgesichtig: Einerseits versucht hier die beste Freundin der Umworbenen das Einstreichen der Selbstbestätigung zu zerstören. Andererseits wird die Umworbene das dulden, weil sie hofft, daß der umwerbende Mann auch diesen Widerstand zertrümmern wird, was den Wert des männlichen Umwerben auf zweierlei Weise erhöht: Erstens wird der Wert der Umworbenen proportional zur männlichen Anstrengung heraufgesetzt und zweitens wird vom öffentlich auftretenden Mann handfest belegt, daß im Vergleich alle anderen Frauen ihn nicht interessieren, denn jede weitere Frau, die das Werben beobachtet, wird sich durch das öffentliche Erwählen natürlich zurückgesetzt fühlen und – wenigstens an diesem Abend – einem abgeblitzten Werber aus Rachsucht ihrerseits keine Chance mehr geben: Je öffentlicher die Werbung des Mannes also ist, umso mehr zeichnet er die Umworbene vor anderen Frauen aus. Frauen formunlieren das allerdings sehr viel kompakter:

  • Such dir eine von uns aus und bleib dabei. Abgesehen davon, dass niemand gerne die zweite Geige spielt, wirst du lediglich dafür sorgen, dass du deine Aufmerksamkeit zu weit aufteilst.
  • Wir wollen vielleicht nicht, dass du mit unseren Freundinnen flirtest, aber wir wollen, dass sie dich gut genug leiden können, um eifersüchtig zu werden.

Es bleibt die Frage, warum Männer, die sich für Frauen interessieren, diesen ganzen Quatsch mitmachen sollen. Aber auch darauf haben die Autoren eine Antwort parat. Zum Einen wird den Männern suggeriert, daß es ja so leicht wäre, bei Befolgung dieser Anleitung zum Ziel zu kommen, da die Mitbewerber ja alle sooooo furchtbar sind, insofern sie eine Frau herabwürdigen, ohne selbst etwas wert zu sein:

  • Du kannst dir nicht wirklich vorstellen, was es heißt, eine Frau zu sein, bevor du nicht von einem übergewichtigen Mann in einem Filzhut darüber informiert wurdest, dass du eine beschissene Tänzerin bist, von einem Mann, der als Copywriter für eine noch nicht entwickelte Unterhaltungs-App für Kinder gearbeitet hat, in Kenntnis gesetzt wurdest, dass dein Job Scheiße ist,

Zum Anderen wird so getan, als wäre diese Anleitung eine Art Rechtfertigung, um einer Frau gegenüber männliche Sexualität zum Thema zu machen – auf geeignete Weise natürlich:

  • Oft können es Feinheiten in deinem Verhalten sein, die entscheiden, ob wir ein Ziehen im Unterleib spüren oder die Polizei rufen wollen.
  • Wenn du Zweifel hast, ob du uns zu dir nach Hause einladen sollst, taste dich ran.

Das gibt uns wieder die Chance, die Gültigkeit einer sozialen Norm festzustellen:

  • (5) Männliche Sexualität als Thema bedarf in der Gesellschaft wenigstens der Entschuldgung – immer.

Ganz offenbar kommt es für Frauen darauf an, daß der Mann sie zur Ausübung ihrer eigenen Sexualität hinführt, ohne das belegbar wird, daß die Frau selbst den Sex will: In keinem Fall möchte die Frau als aktiver Part darstehen, die das Zustandekommen des Geschlechtsverkehrs vorantreibt. Dabei ist das mehr als erstaunlich: Sexualität ist zweifellos eine Körpersprache der Intimität und es ist unmöglich, etwas Unmoralisches darin zu sehen, einem Menschen nahe zu sein oder nahe zu kommen. Doch Frauen scheint diese Tatsache unbekannt zu sein: Insofern sie nicht in den Verdacht geraten wollen, sexuelle Bedürfnisse zu haben, demonstrieren sie, daß sie Sexualität für etwas Unpersönliches halten, etwas Anmimalisches und Unzivilisiertes. Mit anderen Worten: Frauen haben in der Regel Sex mit Männern aus Gründen, die nichts mit Intimität zu tun haben. Und weil die weibliche Sicht auf Sexualität offenbar in der Gesellschaft dominiert,  kann es nicht anders sein, als das die Frauen in der Gesellschaft dominieren – auch wenn der der Feminismus notorisch versucht, uns das Gegenteil weiß zu machen.

IV. Was bleibt uns als Männer?

Wer jetzt noch nicht reihert, hat gar nichts verstanden.

Es gibt selten einen Text, in dem noch offensichtlicher dargelegt wird, wie sehr Frauen Männer objektifizieren und versuchen, sie für ihre Zwecke in respektloser Verachtung zu instrumentalisieren. Der Text hat auch keine Hemmungen, deutlich zu machen, daß Frauen ihre Sexualität instrumentalisieren im Sinne eigener psychologischer Bedürfnisse, die mit evolutionärem Erfolg nicht in Zusammenhang gebracht werden können. Und ich kann nicht erkennen, daß diese Art emotionaler Ausbeutung von Männern durch Frauen aufgrund der dabei propagierten, sozialen Normen etwas anderes als menschenverachtend wäre. Denn Männer wollen diese psychologischen Bedürfnisse der Frauen gar nicht bedienen, so daß sie erst durch Androhung des Entzugs von Sexualität von Frauen dazu gedrängt werden, sich emotional mißbrauchen zu lassen. Für Frauen mag dies ein akzeptabler Kompromiß sein, für Männer ist das einfach nur belastend.

Natürlich dürfen Männer nicht vergessen, daß nicht alle Frauen so sind. Und anders als der Biologismus glaube ich auch nicht, daß alle Frauen aufgrund der physiologischen Struktur ihres Gehirn irgendwie tief drinnen den Wunsch verspüren, genau so zu sein oder ihnen dieses Verhalten Männern gegenüber infolge ihrer Hirnchemie irgendwie logisch vorkommt. Aber wenn ein Mann eine ihm unbekannte Frau trifft, dann lohnt es sich immer, diese Frau daraufhin zu überprüfen, ob sie nicht mal wieder eine von dieser abstoßenden Sorte ist.


25 Kommentare

  1. […] Nachtrag: Wenn Ihr genau wissen wollt, warum Schlampen kein Beziehungsmaterial sind, hat Elmar das hier sehr schön analysiert. […]

  2. Shitlord sagt:

    Ich bin mir hier recht sicher, dass die soziale Norm #1 am Kippen ist. Dass Frauen nicht lügen würden ist m.E. nicht etabliert; Frauen hatten nur nichts relevantes zu sagen, bei dem ihnen eine Läge weitergeholfen hätte.

    Dank der tollen Emanzipationsbewegungen haben jetzt aber viele Frauen, die das weder wollen noch können das Bedürfnis, in der großen weiten Welt irgendwie zu bestehen, wofür ihnen aber nur die lästerlichen Methoden eines Nachmittagskaffeklatschs zur Verfüngung stehen – der großen Mehrheit, übrigens. Das nervt sehr deutlich und ist v.a. enorm unproduktiv, was den „Backlash“ gegen die ganze zunehmende Frauenförderungsidiotie schonmal rational erklären würde.

    Männern hingegen wird von kleinauf beigebracht, dass man seine Klappe hält, wenn man nichts zu sagen hat.

    Wäre durchaus löblich, *da* mal Frauenförderprogramme zu unterstützen und auf Gleichstellung hinzuarbeiten.

  3. „Das impliziert natürlich, daß Frauen in keiner Weise den biologistischen Standpunkt teilen, nach dem Männer ohnehin allein durch biologische Triebe gesteuert wären“

    Den vertritt ja ohnehin keiner oder kennst du da jemanden? Ich wüßte nicht, dass jemand soziale Faktoren komplett aussschließt. Das würde es zu einem Strohmann machen?

    „und daher von Männern gehegte Meinungen für ihr Verhalten als völlig nebensächlich einstufen: Die These, daß Männer nur mit dem Schwanz denken, ist folglich ebenfalls lediglich Teil der verbalen Manipulationsstrategie der Frauen.“

    Nur in einer falschen Dichotomie.
    Die These wäre eher, dass Männer einen stärkeren Sexualtrieb haben, aber auch andere Motivationen, teils biologischer Natur wie das Bedürfnis nach Anerkennung etc.
    Natürlich kann man diese auch nutzen und die meisten Frauen gehen davon aus, dass sich das auch auswirkt.
    Viele der Flirttipps sind ja eher: mach es nicht so billig, sei ehrlich, richte es nicht zu sehr schlicht auf Sex aus, sei nicht wahllos, sondern gebe uns das Gefühl an uns als Person interessiert zu sein und uns nicht nur rumkriegen zu wollen.

    • „Ich wüßte nicht, dass jemand soziale Faktoren komplett aussschließt.“

      Bisher hast du keinen einzigen sozialen Faktor und seine Wechselwirkung mit biologischen Faktoren diskutiert. Mach das erst mal.

    • crumar sagt:

      @Christian @Elmar

      Selbst wenn Männer im Schnitt einen stärkeren Sexualtrieb als Frauen haben, so sagt das nichts über die jeweilige Stärke des Sexualtriebs einer beliebigen Frau aus.
      (Die Stärke des Sexualtriebs einer Frau hat wiederum nichts mit ihren Testosteronwerten zu tun)

      Hingegen erwarten so ziemlich alle Frauen – ungeachtet der Stärke ihres Sexualtriebs – bei der Kontaktanbahnung (zum Zwecke *gemeinsamer* Sexualität) den ersten Schritt vom Mann.
      Es ist also offensichtlich, dass hier soziale Faktoren ausschlaggebend sind und nicht biologisch induzierte Triebe.

      Diese sozialen Faktoren wiederum – da liegt Elmar m.E. völlig richtig – werden von Frauen manipulativ verwendet, um eine Erfolgsbahn vorzuschreiben, der zum angestrebten männlichen Ziel führt.
      Wobei hier weiblich *gesetzt* wird, was das männliche Ziel ist (ob das wahr ist oder nicht, ist völlig irrelevant).

      Die Position sozialer Dominanz der Frauen ergibt sich daraus und aus der Möglichkeit, die Performanz der Männer nachträglich zu bewerten, ohne selber performant gewesen zu sein.

      Elmar hat den zweiten Schritt „Hoffnung“ genannt und ich möchte einen weiteren hinzufügen, der für mich aus dem „Vice“-Artikel hervorgeht: „Verheißung“.

      Während Männern der Sexualtrieb auf der Basis ihrer Hormone vorgeworfen wird, geht es hier m.E. um etwas anderes: „Insofern sie nicht in den Verdacht geraten wollen, sexuelle Bedürfnisse zu haben, demonstrieren sie, daß sie Sexualität für etwas Unpersönliches halten, etwas Anmimalisches und Unzivilisiertes.“

      Wobei an dieser Stelle sichtbar wird, wie falsch Feministinnen damit lagen zu behaupten, Frau sei „Natur und Mann „Zivilisation“, denn es verhält sich hier genau anders herum.
      Mann= Natur, unzivilisiert, animalisch – Frau=Zivilisation, kultiviert, menschlich

      Der weibliche Vorwurf lautet demzufolge, unter dem dünnen Firnis der Zivilisation des Mannes lauert noch immer die Bestie/seine animalische *Natur*.
      Anders ausgedrückt: Es ist der permanent wiederholte Vorwurf mangelnder männlicher Impuls- und Triebkontrolle (des Sexuellen), von dem sich Weiblichkeit „positiv“ abgrenzt.
      Indem diese signalisiert, wie vorbildlich diese Impulse und Triebe unter ihrer Kontrolle gehalten werden: Die eigenen *und* die des Mannes.

      Im bürgerlichen Zeitalter käme jetzt die Ehe und die Hochzeitsnacht – das wäre die „Verheißung“ (nach virgin signaling, quasi)
      Auf einem offenen „Sexualmarkt“ ist ein solches Verhalten jedoch kontraproduktiv, von daher muss das weibliche Angebot etwas deutlicher formuliert werden.
      Der shitlord hat das in „Vice“ entworfene Szenario berechtigt mit „Resteficken“ nach einer Party umschrieben, aber vielleicht kann man dem Szenario noch mehr abgewinnen.

      Denn es fällt auf, dass die beschriebenen Umstände eine weibliche *Rechtfertigung* dafür sind, die weibliche Impuls- und Triebkontrolle ihrer eigenen Sexualität *aufzugeben*, ohne selber dafür verantwortlich zu sein oder selber tätig zu werden.

      Sicher ist das manipulativ, aber ist es nicht auch tragikomisch?

      Der Aufwand, dem anderen Geschlecht einen Ratgeber zu schreiben, wie man selber am besten und zuverlässigsten flach gelegt werden kann, ohne in der Lage zu sein, die *eigenen Ratschläge* AKTIV zu beherzigen?
      Wie üblich wird der „Erfolg“ des Unternehmens, nämlich die weibliche Triebkontrolle der weiblichen Sexualität zu überwinden dem Mann überantwortet und ex-post hat Frau wieder das Recht, das Gesamtunternehmen zu bewerten. Gäääääähn…

      Aber diese erbärmliche Feigheit, Passivität und Unfähigkeit, die für mich aus jedem noch so großmäuligen Satz des Artikels aufscheint, mir würde die über kurz oder lang auf die Nerven gehen.
      Man kann dies auf eine biologisch induziertes Verhalten schieben, nur haben wir den großen Vorteil, das eigene Verhalten kritisch reflektieren und ändern zu können.
      Bei den Autorinnen des Artikels bin ich mir da jedoch nicht so sicher…

      • „Der Aufwand, dem anderen Geschlecht einen Ratgeber zu schreiben, wie man selber am besten und zuverlässigsten flach gelegt werden kann, ohne in der Lage zu sein, die *eigenen Ratschläge* AKTIV zu beherzigen?“

        Ja, volle Zustimmung – daß von Frauen unterschiedliche Zwecke zugleich angestrebt werden, bildet einen pragmatischen Widerspruch, der zugleich komisch und grotesk ist: „Ich will, daß du mich durchvögelst, aber glaub nicht, daß ich es dir leicht mache.“. Solche Widersprüche sind ein zuverlässiger Hinweis, daß gelogen wird, daß sich die Balken biegen.

        „Man kann dies auf eine biologisch induziertes Verhalten schieben, nur haben wir den großen Vorteil, das eigene Verhalten kritisch reflektieren und ändern zu können.“

        Auch das ist ein Standpunkt, den ich seit Jahren wiederhole. Aber leider führt das bei den Biologisten nur zu der üblichen, üblen Nachrede, Sozialkonstruktivist zu sein. Und das, obwohl ich diese Position bereits ausführtlich diskutiert und verworfen habe. Aber gut … lassen wir das auf sich beruhen.

      • Shitlord sagt:

        > Der shitlord hat das in „Vice“ entworfene Szenario berechtigt mit „Resteficken“ nach einer Party umschrieben, aber vielleicht kann man dem Szenario noch mehr abgewinnen.

        Man kann Resteficken durchaus was abgewinnen, es ist nur nichts, worauf man sonderlich stolz sein oder gar einen Ratgeber lesen (oder gar schreiben) sollte, wie man das hinbekommt.

        Dass Frauen aber keine Verantwortung übernehmen wollen ist sicher ein Punkt, der korrekt und wichtig ist – das ist aber fast sicher eine Sozialisationsgeschichte; siehe oben – früher hatten Frauen nichts relevantes zu melden, und heute wird ihnen erzählt, dass sie pures Gold kotzen.

        Dass das dazu führt, dass – wie Elmar sagt – Frauen lügen, dass sich die Balken biegen, hat die ja nun bekannte Konsequenz, dass Männer das systematisch *auch* machen werden – PUA und so.

        Hinzu kommt das mit dem kritischen Reflektieren des eigenen Verhaltens – das ist mit Sicherheit ein soziales (menschliches) Phänomen, und das führt dann auch zu Konzepten wie „Selbstwert“ und „Respekt“, ist aber ein enormst zweischneidiges Schwert. Die Autorinnen, die sich für derart anbetungswürdige Prinzessinen halten, dass jeder Verehrer noch ihren blöden Tussen von „Freundinnen“ Zucker in den Arsch bläst, haben in etwa die gleichen Erfolgschancen, „den richtigen“ Mann zu finden wie die Einstellung irgendeines Deppen, der findet, alle Frauen werden feucht, wenn er „geile Titten“ sagt.

        Hat dann übrigens beides (also, dummes, sich selbst belügendes Verhalten) ausschließlich negative Auswirkungen auf den Selbstwert. Der wiederum mit dem Respekt korreliert, den man von anderen erwarten kann – da geht nicht mehr, als man sich selbst respektiert. Und ist gleichzeitig die Grenze dessen, die einem ehrlich entgegengebracht werden kann – also, was man selbst glauben kann, ohne sich anzulügen.

      • „Der Aufwand, dem anderen Geschlecht einen Ratgeber zu schreiben, wie man selber am besten und zuverlässigsten flach gelegt werden kann, ohne in der Lage zu sein, die *eigenen Ratschläge* AKTIV zu beherzigen?“

        Wenn Männer und Frauen verschieden sind, gerade was die Einstellung zum Sex und die Kriterien der Partnerwahl angeht, dann wäre es auch verständlich, dass für beide Geschlechter unterschiedliche Ratschläge zu geben sind.
        Warum sollten sich Frauen dann an die für Männer halten?
        Und natürlich verändert sich die Einstellung zu Sex, wenn eine Schwangerschaft zuverlässig verhindert werden kann, man damit mit Sex nicht mehr potentiell sein komplettes soziales Leben ruiniert und eine größere Absicherung über eigene Erwerbstätigkeit und soziale Systeme da ist. Das faszinierende ist doch, dass trotz der kulturellen Reduzierung der Kosten für Sex auf quasi null Frauen nach wie vor eine vollkommen andere Einstellung dazu haben. Sieht man auch sehr gut, wenn man schwule und Lesben vergleicht.
        Frauen brauchen eben nach wie vor ein gewisses Vertrauen und eine gewisse Stimmung, Männer nur eine Gelegenheit.

        • crumar sagt:

          @Christian

          „Warum sollten sich Frauen dann an die für Männer halten?“
          Gegenfrage: Warum sollten sie Männern dann welche geben? 😉

          „Das faszinierende ist doch, dass trotz der kulturellen Reduzierung der Kosten für Sex auf quasi null Frauen nach wie vor eine vollkommen andere Einstellung dazu haben.“

          Gar keine Frage – die andere Einstellung bestreite ich nicht.

          Mir geht es um die Herkunft der Einstellung und an dieser Stelle gibt es m.E. ungebrochen ein Verständnis, dass sich sexuelle Bedürfnisse eben nicht 1:1 tauschen, sondern die weibliche Sexualität mehr wert ist als die männliche.
          Natürlich kann man sagen, die männliche Nachfrage ist auf dem Sexualmarkt auch höher als das weibliche Angebot, was den Marktpreis bestimmt.
          Ich finde es auch plausibel, dass weiblicherseits das baldige verlassen des Sexualmarkts gewünscht sein muss, da der Marktwert mit fortschreitende Alter sinkt und die Konkurrenz nachwächst.

          Nur ist der Marktpreis nicht gar so hoch zu diktieren, *dass* Sexualität nur noch im Rahmen eines Verhältnisses stattfindet, welches weiblicherseits gewünscht wird, nämlich in einer Beziehung.
          Das ist – ich stelle es einfach nur fest – das sich durchgesetzt habende gesellschaftliche Verständnis: Wir haben kontinuierlich Sex, also haben wir eine Beziehung.
          In diesem Moment haben jedoch zwei Teilnehmer den Sexualmarkt verlassen und das Regulativ für Sexualität bildet ein ganz neuer „Markt“, der durch „Beziehung“ erst gebildet worden ist.

          Worauf ich hinaus will ist, dass sich weibliches Wollen (und müssen) mit einem sich durchgesetzt habenden *gesellschaftlichen Verständnis* deckt, was ich natürlich nicht zufällig finde.
          Es handelt sich schon wieder um einen Fall, wo das Patriarchat kläglich versagt hat, männliche Interessen durchzusetzen! 😉

          • „Gegenfrage: Warum sollten sie Männern dann welche geben? 😉“

            Damit Frauen auf eine ihren Vorlieben entsprechende Weise angemacht werden und nice auf eine billige Weise, die eher nur auf Sex abstellt

            • crumar sagt:

              @Christian

              Seit wann ist Sex „billig“?
              Mein Tipp wäre, seitdem „wir“ entschieden haben, dass das *gesellschaftlichen Verständnis* von „nur Sex“ billig ist.
              Weil sich das *gesellschaftliche Verständnis* von Sex mit der Einstellung deckt, dass aus „Sex“ mehr herauszuholen ist, als – nun ja – NUR Sex.

              Frauen „auf eine ihren Vorlieben entsprechende Weise“ anzumachen ist deckungsgleich (Brüller!) mit einem „Verständnis, dass sich sexuelle Bedürfnisse eben nicht 1:1 tauschen, sondern die weibliche Sexualität mehr wert ist als die männliche.“

              Was faktisch bedeutet, dass „Sexualität nur noch im Rahmen eines Verhältnisses stattfindet, welches weiblicherseits gewünscht wird, nämlich in einer Beziehung.“

              D.h. Frauen diktieren nicht nur den Markt, sondern dass es – wenn es sie betrifft – KEINEN Markt mehr gibt, sondern ein Monopol. Diese Frau diktiert also Monopolmarkt und Monopolpreis UND den Ratgeber HIN zur Durchsetzung von Monopolmarkt und Monopolpreis.

              Was könnte ich als Mann nur dagegen haben???
              Es muss einfach Gründe geben, warum ich MGTOW bin und kein PUA… 😉

            • Ich glaube du versuchst etwas nach den Grundsätzen logischen Denkens zu verstehen was auf Unterbewussten Wertungen beruht. Deswegen kommt es dir bösartig vor und deswegen erscheint dir vielleicht auch mgtow als der richtigere Weg.
              Frauen handeln nicht als Gruppe, die sich einen Markt sichert. Jede einzelne Frau will einfach jemanden finden, den sie gut findet und vertraut und der für sie anziehend ist und er nicht nur Sex will sondern mehr.

            • crumar sagt:

              @Christian

              „Deswegen kommt es dir bösartig vor“ – nein, es *klingt* nur bösartig, wenn man es in ökonomische Begriffe packt. Aber letztlich ist die Paarbeziehung vom Mann ebenso gewollt und „Treue“ ist ein hohes Gut, bzw. eben eine *wechselseitige* Anforderung, sexuell exklusiv zu sein.
              Wenn man das als „Monopol“ bezeichnet, klingt es sofort wesentlich schauriger, als es ist und man wartet innerlich auf die Hausdurchsuchung, weil die Kartellbehörde einschreitet. 😉

              „Frauen handeln nicht als Gruppe, die sich einen Markt sichert.“
              Das halte ich für eine komplette Fehleinschätzung.
              Und um es zu verdeutlichen: Es ist eine gefährliche *politische Fehleinschätzung*.

              Glaubst du wirklich, die Verschärfungen des Sexualstrafrechts kommen aus heiterem Himmel?
              Schau dir die Diskussionen um Sexroboter an, schau dir die Diskussionen um Pornografie an.
              Wie soll PUA bewertet werden, was ist das Ergebnis der „sexuellen Revolution“?
              Das ist alles umkämpft.
              Der Vorschlag des Bundes Deutscher Juristinnen lief im Kommentar auf die Nicht-Anerkennung eines vorliegenden Konsenses zum Beischlaf für Frauen *unter 18 Jahren* hinaus.
              Damit wäre Jugendsexualität tot.
              Das IST der „Muff von 1000 Jahren“. DIE SIND der „Muff von 1000 Jahren“.

              Schau dir die bestehende Mode an, schau dir die sozialen Medien an und wer dort die „Influenza“ 😉 sind.
              Es dreht eine *bestimmte* soziale Schicht von Frauen am Rad und diktiert das von ihnen *empfundene Konkurrenzverhältnis* allen anderen Frauen, nämlich, *wie diese zu regieren haben*.
              Ich weiß nicht, in was für einer Stadt da lebst, aber bei uns (in Berlin) sind gerade großflächig aufgeschnittene Jeans angesagt, die zudem möglichst eng anliegen sollten. Oder kurze Hemdchen über Leggins – aber bei Mädels, die 14 oder 15 sind.
              Das hat ein Ausmaß angenommen, dass ich wirklich bereit wäre über „Frühsexualisierung“ zu reden (nur nicht im Kontext der Rechten).

              Diese Form der Selbstdarstellung kommt nicht aus deren Köpfen, sondern das wurde ihnen aufgezwungen von *doppelt so alten Frauen*, die in der Mode-/Selbstvermarktungsbranche arbeiten und keinen Pfifferling über das nachdenken, was sie da anrichten.

              Natürlich gibt es eine Gruppe von Frauen, die Mr. Right/Big wollen und denen die prozentuale Verteilung des Verhältnisses zwischen Männern und Frauen an Universitäten die Lebensplanung versaut.
              Wenn 80% aller Frauen 20% aller Männer erstrebenswert finden, dann wird es sehr, sehr eng, wenn der Anteil von Männern an Universitäten nur noch 45% ist und von diesen 30% bereit sind, sozial nach unten zu heiraten.
              Rechne es dir selbst aus, warum der empfundene Druck *zwangsläufig* steigen muss.

              Das ist die soziale Schicht von Frauen, die jede Frau, die sich „unter Wert“ verkauft – also ihre sexuellen Bedürfnisse einfach nur 1:1 austauscht – am liebsten an ein virtuelles Kreuz nageln würde.
              Denn diese Frauen versauen die Marktpreise für Sexualität.
              Seitdem sich ein SMV gebildet hat, der *unabhängig* ist vom Heiratsmarkt (MMV) und das nicht mehr identisch ist, drehen diese Frauen eher am Rad „sexyness“, statt nur einmal zu überlegen, was ein Frau zu bieten hätte, ungeachtet der Tatsache, dass sich IHRES ERACHTENS naturwüchsig SMV -> MMV transferiert.

              Das ziehen sie durch.
              Es interessiert sie einen Scheißdreck, ob darunter die Mädels leiden müssen, die sie beeinflussen.
              Oder eine ganze Schicht von jungen Frauen, die sich zu Konditionen anpreisen müssen, unter denen sie nur verlieren können.

              So lange dieser Prozess *genau so* strukturiert ist, wird es immer wahnsinniger werden.
              Die Verbote werden immer irrsinniger werden, die „sexyness“ auch.
              Follow the white rabbit oder der roten Königin.

              Ich will den/diesen Wahnsinn hier nicht.
              Weder für die jungen Frauen, noch, entschieden NOCH für die Jungs.
              Ich suche Mitstreiter, die verhindern, dass wir uns auf diesen Weg begeben und aufgeben.

              Ich hätte da einen jungen, romantischen Halb-Maskulisten im Angebot, um euch zu überzeugen:

              „Du und ich – wir warn zu wenich…“
              „Und ich sitze schon wieder barfuß am Klavier…“ 🙂

              Subcomandante crumar

            • pingpong sagt:

              @christian:

              Ich glaube du versuchst etwas nach den Grundsätzen logischen Denkens zu verstehen was auf Unterbewussten Wertungen beruht. Deswegen kommt es dir bösartig vor und deswegen erscheint dir vielleicht auch mgtow als der richtigere Weg.

              Das bewusste Reflektieren von „unterbewussten Wertungen“ ist die Grundlage unserer westlichen humanistischen Zivilisation. Gerade die „unterbewussten Wertungen“ müssen (!) nach den Grundsätzen logischen Denkens diskutiert und wenn möglich verstanden werden, ansonsten können wir nämlich gleich zurück ins finstere Mittelalter. Dort gab es eine Menge aus heutiger Sicht völlig absurder Verhaltensregeln, die damals eben gottgegeben waren. Der Mensch ist aber nicht Sklave seiner Triebe, und gerade wenn Bedürfnisse auf „unterbewussten Wertungen“ beruhen ist es umso wichtiger diese zu reflektieren. Die Alternative dazu wäre in letzter Konsequenz ein dumpfer Biologismus: Ich fühle (unterbewusst), deshalb ist es richtig (!) – Ende der Diskussion. Ich denke nicht, dass du darauf hinauswillst.

              Frauen handeln nicht als Gruppe, die sich einen Markt sichert. Jede einzelne Frau will einfach jemanden finden, den sie gut findet und vertraut und der für sie anziehend ist und er nicht nur Sex will sondern mehr.

              Dieser Wunsch sei jeder einzelnen Frau unbenommen. Wenn diese einzelne Frau zwecks Wunscherfüllung bestimmte Strategien einsetzt, und ihre Freundin sieht dass das funktioniert dann wird die Freundin vielleicht ebenfalls eine ähnliche Strategie einsetzen. Dieses Spiel kannst du noch ein paarmal gedanklich durchgehen, bis du bei der Situation landest, dass VIELE Frauen eine ÄHNLICHE Strategie fahren. Und DANN, Christian, treten makrosoziologische Effekte auf. Diese können nicht durch die Biologie der individuellen Frau erklärt werden, nicht durch individuelle psychologische Bedingungen und nicht einmal durch kleinräumige soziale Interaktionen (Tratsch mit Freundinnen).
              Wenn viele Frauen ähnlich handeln, dann hat das auf gesamtgesellschaftlicher Ebene KONSEQUENZEN. Und das ignorierst du mit beharrlicher Sturheit.
              Es mag etwas hart sein von Elmar, wenn er deinen Einwurf der Udry Studie oben als off-topic abkanzelt. Aber in letzter Konsequenz hat er recht: pränatales Testosteron ist eine Eigenschaft einer individuellen Frau. Für die gesamtgesellschaftliche Betrachtung die Elmar anstellt, spielt das eine untergeordnete (nicht: keine!) Rolle. crumar hat das in seinem Beitrag sehr schön weiter ausgeführt.

              Deine Einstellung „Frauen handeln nicht als Gruppe“ ist durchaus verständlich: Du wehrst dich gegen ein groupthink, bei dem Frauen als homogene Menge gesehen werden. Das ist gut und richtig. Es bedeutet aber nicht, dass die KONSEQUENZEN der Handlungen VIELER Frauen weggehen. Die Konsequenzen existieren als empirisch beobachtbare Realität, und es ist höchste Zeit, das angemessen zu diskutieren.

            • Natürlich haben biologische Unterschiede für die gesamtgesellschaftliche Betrachtung Bedeutung. Gerade weil in dieser ja Frauen als Gruppe Motivationen und Ziele untergestellt werden. Und in diese spielen eben die Unterschiede herein.

            • pingpong sagt:

              @Christian: Schrieb ich irgendwo etwas anderes? Oder was möchtest du mit dieser Antwort sagen?

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