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Was bei uns alles nicht klappt

Die manosphäre ist im Vergleich zu 2015 nur noch ein Schatten ihrer selbst. Viele blogs sind inaktiv, es gibt kaum neue Ideen, höchstens Wiederholungen, der Zustrom neuer Aktivisten liegt bei Null. Was tun?

Die Gründe, die zu diesem Zustand geführt haben, sind nicht Thema dieses postes. Vielmehr möchte ich auf den heutigen newsletter von Prof. Bill Warner zurückgreifen, der seit Langem ausgezeichnete Analysen des politischen Islam liefert und den ich an dieser Stelle nur weiterempfehlen kann.

Ich zitiere seinen heutigen newsletter im Ganzen und schiebe meine Kommentare kursiv sein.

Beginn des newsletters

Learning from the Muslim Brotherhood

The purpose of Political Islam is to have the world submit to the Sharia. And how well is Political Islam doing? It is winning this great civilizational game due to the organization of the Muslim Brotherhood. Here is an analysis of their strengths.

The advantages of the Muslim Brotherhood:

  • Great morale

    Haben wir nicht – wozu auch? Ist ja sowieso alles Biologie und die, die anderer Meinung sind, werden ausgegrenzt und beschimpft, und die Erleuchteten müssen sehen, wie sie individuell damit im Angesicht der Frauen, die sie kennen, klar kommen.

  • Long term planning – decades, generations

    Der Horizont der blogger mit dem größen Durchhaltewillen geht kaum über die click-Zahlen der nächsten Woche hinaus. Es gibt keine Pläne, Männlichkeit zu analysieren, zu stärken oder gegen toxische Weiblichkeit systematisch Allianzen zu schmieden und zu exekutieren. Die meisten Männer, die engagiert sind, suchen nur nach ein wenig Besserung für ihr eigenes Leben und lehnen jede weitergehende Verantwortung ab.

  • Rapid response to problems

    Es gibt keine übergeordnete, etablierte  Struktur, und daher gibt es auch keine Organisation, die eine schnelle, weil koordinierte Reaktion auf Probleme erlauben würde. Und individuelles engagement kann ebenfalls nicht stattfinden, weil Informationen zu irgendwelchen Problemen nicht systematische verteilt werden – weder zentral, noch dezentral über blogs oder soziale Medien.

  • Plan and work in groups. Groups always defeat individuals.

    In der manosphäre gilt: TEAM = Toll, Ein Anderer Macht’s. Vor allem hat bei uns dieselbe Gehirnwäsche stattgefunden, die im Moment auch den Widerstand lähmt: Die meisten Männer glauben, daß sie die moralische Pflicht hätten, jeden zu verdammen, der mit ihren eigenen Vorstellungen von Moral nicht übereinstimmt. Zugleich sind sie zu doof, zu bemerken, daß moralische Koinzidenz das falsche Kriterium fürden Start  sozialer Kooperation ist. Da haben die Eliten und ihre Medien, gestützt von den Frauen, mal wieder ganze Arbeit geleistet.

  • Have concise plans

    Der Maskulismus hat es in 20 Jahren weder geschafft, ein eigenes Verständnis linker Politik zu formulieren, noch hat er eine Theorie der Geschlechterrollen entwickelt, obwohl der Feminismus in seinem epischen Versagen dieses Feld weit offengelassen hat. Und es beschwert sich noch nicht mal jemand darüber. Niemand scheint etwas zu vermissen.

  • Do not quit or accept failure

    Peter Scholl-Latour sagte mal: „Um eine Revolution zu machen, braucht man Schläger, Gauner und Banditen.“. Wir haben Männer, die sich jeweils vor dem nächsten Schritt nach allen Seiten absichern, ob sie auch nicht irgendwie stören oder irgendwo Bedenken gegen ihre Anliegen aufkommen könnten – jetzt und in Zukunft.

  • Well-funded. Muslims are very generous.

    Auf dem Männerkongress, der alle zwei Jahre mal in Nürnberg stattfindet, gibt es regelmäßig Andeutungen von Großzügigkeit. Und vermutlich wird es auch dabei bleiben, solange wir uns auf blogs beschränken. Interessanterweise bekommt man die dominantesten online-Aktivisten und Kommentatoren nie zu sehen. Ob da nicht mal wieder eine Verschwörungstheorie fällig ist? Oder: NEIN – lieber nicht. In den letzten zwei Jahren sind alle meine Verschwörungstheorien wahr geworden.

  • Bold and aggressive

    Man stelle sich an dieser Stelle mein herzhaftes Lachen vor … zusammen mit ein paar deftigen Verbalinjurien.

  • Find creative solutions to problems

    Auch hier ist die allgmeine Einstellung, mit dem Alltagsverständnis etwas Substanzielles verstehen, ändern und innovativ sein zu können. Überall sonst beruhen im Vergleich Innovationen auf Grundlagenforschungen, nur die Männer meinen, sie können eine neue Kultur erfinden, nachdem sie erschöpft von der täglichen Erwerbsarbeit, um ihre Familien zu finanzieren oder ihre Unterhaltsansprüche zu bezahlen, mit Bier im Sessel hocken, und über die beste Strategie lesen, irgendwelche gammeligen Frauen aufzureißen.

    Echt jetzt? Muß ich dazu wirklich was sagen oder ist bereits klar geworden, was ich meine?

If we are to defeat Political Islam, we must study the Muslim Brotherhood’s strategic planning and operations, adapt them for our own needs, and devise our own long-term plans that seek victory.

Tja … goldene Worte … aber wir Männer machen uns Sorgen darüber, ob wir vielleicht islamophob und deshalb irgendwie rechts sein könnten. Ich hingegen sage: Wir sind bei weitem nicht islamophob genug, weil wir  Aufklärung und Humanismus nicht ernst nehmen!

Ende des newsletters

Es ist kein Wunder, daß wir Männer nichts zustande bringen, da wir einander nach wir vor mißtrauen und vor allem die reichweitenstarken blogger von eigener Geltungssucht getrieben sind.

So wird das nichts.


18 Kommentare

  1. Du musst einfach deine Frequenz erhöhen und dadurch eine größere Plattform bereit stellen. Vielleicht kannst du ja noch jemanden anderen dazu nehmen. Das ist immer ein guter Kristallisierungspunkt

    Oder ihr baut auch so etwas wie Geschlechterallerei auf, als Aufzuchtstation für Blogger.

    Aber was rede ich, dir fallen sicher passendere Sachen ein.
    Wenn eine neue Szene entsteht finde ich das immer spannend.

  2. luisman sagt:

    Jedes Mal, wenn ich bei Christian einen Kommentar schreibe, fuehlt sich mindestens Einer derart getriggert, dass er mich als Nazi beschimpft. Fakten sind auch in der linken manosphere ‚problematisch‘. Und seichtes Geplapper mit immer den selben Doktrinen langweilt mich.

    Ich fing ja auch vorwiegend mit Maennerthemen an, aber denke inzwischen, dass das Geschlechterverhaeltnis nur ein Resultat der von uns selbst geschaffenen (politischen, wirtschaftlichen) Umweltbedingungen ist. In den Drittweltlaendern ist das Thema Feminismus hoechstens oberflaechlich bekannt. Weak men create bad times. Vielleicht fuehren die kommenden Winter, ohne Gas und Strom, zu einem kleinen Erwachen der Utopisten.

    • „Ich fing ja auch vorwiegend mit Maennerthemen an, aber denke inzwischen, dass das Geschlechterverhaeltnis nur ein Resultat der von uns selbst geschaffenen (politischen, wirtschaftlichen) Umweltbedingungen ist.“

      Es geht in meinen Augen – wie überall auf der Welt – darum, daß das weibliche Geschlecht offen die soziale Kooperation verweigert, um Vorteile von den Männern zu erpressen. Als cover-story kann die Feminismus-Geschichte erzählt werden oder auch irgendein anderer bullshit. Und genau deshalb wirkt auch MGTOW.

      Hier in Mexiko sind die Frauen übrigens keinen Deut besser als in Deutschland und es beginnen immer mehr Mexikaner ausschließlich nach ausländischen Frauen zu suchen, weil sie keine Lust mehr auf weibliche Lügen, weibliche Privilegien und Erpressung haben. Die Geburtenrate sinkt hier immer schneller in den letzten Jahren. Doch die Frauen in Mexiko haben das irgendwie noch nicht geschnallt, sie erzählen ganz offen, daß sie als Königinnen alle möglichen kostenlosen Dienstleistungen von den Männern verdient hätten und bekommen einfach nicht mit, daß sich die mexikanischen Männer immer schneller von ihnen abwenden.

      Daher beginnt der Feminismus als zusätzliches Druckmittel hier immer populärer zu werden. Mal sehen, wie schnell die mexikanischen Männer hinter diesen Trick kommen.

      Das wird noch interessant hier.

    • Und du weißt doch: „Nazi“ ist heutzutage ein Ehrentitel. 😉

    • diehassrede sagt:

      Dieses Gejammer kann einen Nerven. Was ist denn bitteschön eine linke Politik für Männer? Das ist doch genau das Problem. Der Asubau des Sozialstaats hat doch erst den feminismus beflügelt. Jetzt dürfen halt alle Männer diese Frauen versorgen, statt des Ehemanns oder der Familie. Ohne diesen überbordenden Sozialstaat hätten sich diese Fantasmen sehr schnell erledigt. Bullshit—Jobs die aus Staatsknete bezahlt werden würden sofort wegfallen und die so emanzipierten Frauen könnten sich produktive Jobs suchen. Thema erledigt.

  3. diehassrede sagt:

    Jammern. Klingt wie eine verschrumpelte Emanze.
    1.) es ist biologisch determiniert. Scheinst du nicht zu verstehen.
    2.) werden doch von dir beschimpft
    3.) Zentralismus. Nein danke. Blogs gibt es doch genug. Man muss sich halt mal umschauen.
    4.) warum linke Politik?
    5.) warum soll ich mich für dich schlagen? Macht doch keinen Sinn. Aus deinem Lager kommt doch gerade man dürfte keine Polizeiketten durchbrechen.
    6.) Geld sammeln? Für wen? Was kannst du denn, außer jammern?
    7.) es steht doch jeden frei mit Hilfe von Erspartem oder einem Sponsor sich an die Sache zu machen.
    Mein persönlicher Eindruck ist ja, dass jetzt auch Männer für das Jammern bezahlt werden sollen. Die wollen auch wieder kollektivistische Lösungen, statt individuelle Lösungen.
    Jeder Mann kann doch heute dem System das Geld entziehen. Dann ist das Thema durch. Gibt halt einfach Zuviels Männer die noch an Mu@@@@@ für Geld schnuppern.

  4. uepsilonniks sagt:

    Ich denke, dass Hauptproblem ist, dass Männer – anders als Frauen – sich nicht als Männer begreifen im Sinne einer Gruppe, mit der man dann solidarisch ist. Männer sind Konkurrenten. Wenn z.B. nur all die Trennungsväter, die bei Vätervereinen aufschlagen und dann wieder verschwinden… nicht wieder verschwinden würden, sondern im Sinne einer Männerbewegung aktiv blieben… das ganze Problem wäre längst gelöst, weil diese wirklich vielen Männer enormen Druck ausüben könnten.

    • @yps

      „Ich denke, dass Hauptproblem ist, dass Männer – anders als Frauen – sich nicht als Männer begreifen im Sinne einer Gruppe, mit der man dann solidarisch ist.“

      Ja, das habe ich auch schon mal für einen guten Ansatz gehalten, aber bisher ist mir nicht klar, was es zur Folge haben würde, wenn Männer als Männer ein Klassenbewußtsein entwickeln würden.

      Vielleicht müßte man zunächst die hinreichenden Bedingungen eines solchen Klassenbewußtseins zu formulieren versuchen. Und wie haben das die Frauen hinbekommen?

      • diehassrede sagt:

        Klassenbewusstsein. Und da sind wir wieder beim Kollektivismus.
        Jetzt mal im Ernst, nur weil wir biologisch etwas gemeinsam haben, heißt es doch noch lange nicht, dass uns da mehr verbindet.
        Und was bitteschön ist eine linke Männerpolitik? Verstehe ich nicht.

        Die Frauen sind biologisch so determiniert. Die haben die Aufgabe das Geld in der Sippe sozialistisch zu verteilen. Das funktioniert halt etwas anderes.

        • uepsilonniks sagt:

          Ok, du bist über ein böses Wort getriggert. Was schlägst du denn vor?

          • diehassrede sagt:

            Wie kommst du auf die Idee, dass mich das Wort als solches stört. Mich stört die gesamte Idee. Ich kann damit überhaupt nichts anfangen, mich einer Gruppe zugehörig zu fühlen aufgrund meiner Geschlechtsteile. Das ist absurd. Nur weil die Feministinnen es geschafft haben die Geschlechter zu trennen, heißt es doch nicht, dass ich das gleiche tun muss. Solidarisch bin ich mit meiner Familie, dass schließt Frauen mit ein. Daraus leitet sich alles andere ab.
            D.h. nicht, dass ich es schon genossen habe, dass wenn nur Männer gemütlich zusammensitzen und kein Waschweib stört. Da sind mir traditionelle Verhältnisse sehr lieb, so wie es zum Teil noch in Südamerika der Fall ist.

  5. […] Elmar meint, dass die Manosphäre in einem desolaten Zustand ist und von der „Muslim Brotherhood“ lernen sollte. Mal schauen, was er da hat: […]

  6. Kniggeldi sagt:

    Der linken Manosphäre wünsche ich die islamischen Menschenrechte.

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