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Vorurteile entschlüsselt: die soziale Inkompetenz von Frauen

Vorurteile sind bekanntlich böse: Obwohl die herrschende Sozialtheorie der Intersektionalität Menschen nach Geschlecht und Hautfarbe einteilt, macht sie geltend, nicht selbst sexistisch und rassistisch zu sein, sondern diejenigen als Rassisten oder Sexisten an den sozialen Pranger stellen zu können, die das nicht tun oder sich aus humanistischer und aufklärerischer Grundintuition weigern, Gruppenrechte und Gruppenprivilegien zu akzeptieren. Was dabei ebenfalls verloren geht, ist Fähigkeit sich mit Hilfe von Vorurteilen zu orientieren. Sehen wir uns die Sache an von einem logischen Standpunkt.

Ich hatte ja bereits einmal argumentiert, daß vom Standpunkt eines social engineerings aus die Pointe des Feminismus darin liegt, Frauen einen Grund zu geben, sich asozial zu verhalten und auf diese Weise einen gesellschaftszerstörenden Wiederspruch zu generieren zwischen den Alltagserfahrungen mit asozialen Frauen und der offensichtlich richtigen, moralischen Norm, niemanden wegen seines Geschlechtes zu diskriminieren. Denn die Gesellschaftszerstörung liegt offenbar darin, daß man aus moralischen Gründen gegenüber Frauen keine Präventivmaßnahmen ergreifen darf – nur weil sie Frauen sind.

  • Das kommt den meisten so vor, daß würde die Gesellschaft verlangen, daß man sich gegen Frauen nicht wehren darf, weil sie Frauen sind, so daß exakt die Privilegierung geschaffen zu werden scheint, die moralisch verboten ist. Wirksamer kann man vermutlich keine Sozialordnung diskreditieren. Der Grund dafür ist der, daß dabei das elementarste Gesetz der Moral verletzt wird: das principle of universality, das den Menschenrechten ebenso zugrunde liegt wie dem Humanismus, vom Multikulturalismus und Poststrukturalismus aber abgelehnt wird.

Und wer’s nicht kennt: das principle of universality besagt, daß alle Menschen in moralischer Hinsicht gleich sind.

Der Schlüssel zur Aufklärung ist wie üblich begriffslogischer Art und wir werden die Sache in ganz kleinen Schritten aufdröseln.

Warum wir DOCH Eigenschaften am Geschlecht festmachen sollten:

Wir schichten die erste Komponente ab: Ätiologie und direkte Verursachung sind nicht dasselbe.

  • (i) Nehmen wir zum Beispiel die Brillenträger. Seriöse Forschung hat festgestellt, daß sie im Mittel intelligenter sind als Leute ohne Brille.
  • (ii) Natürlich wird jeder zustimmen, daß das sporadische Aufsetzen einer Brille keinen Unterschied in der Intelligenz herbeiführen kann, weil das allein keinen kausalen Effekt auf die Neuronen ausübt.
  • (iii) Bei der physiologisch-optischen Notwendigkeit einer Brille ist das aber anders. Denn wie wir ebenfalls aus seriösen Studien an jüdischen und plästinensischen Kindern wissen, tragen ca. 70% der jüdischen, aber nur ca. 30% der palästinensischen Kinder eine Brille. Der Grund dafür liegt darin, daß der Koran im wesentlichen mündlich gelehrt wird, während die jüdischen Kinder während ihrer religiösen Erziehung viel den Talmud lesen.
  • (iv) Daher kommt es bei den jüdischen Kinden häufiger zu einer Überanstrengung der Augen in der Wachstumsphase, was häufiger dazu führt, daß später mal eine Brille gebraucht wird.
  • (v) Also: Da intelligente Menschen vermutlich schon früh mehr lesen als nicht so intelligente, tragen sie in ihrem Leben häufiger eine Brille.

Noch mal langsam: Von einem jüdischen Kind zu vermuten, daß es eine Brille braucht, bedeutet nicht insofern antisemitisch zu sein, weil man ihnen im Vergleich zu einem palästinensischen Kind schlechtere Gene zuschreibt, sondern weil man versteht, daß beide Kinder in unterschiedlichen Religionen und daher mit unterschiedlichen Lebensgewohnheiten aufwachsen UND wie Sehschwächen entstehen können. Folglich kann man schließen, daß intelligente Menschen als notorische Vielleser im Vergleich häufiger eine Sehschwäche als Kind entwickeln werden.

  • Die meisten Intersektionalisten werden mit solch einfachen Überlegungen vermutlich bereits völlig überfordert sein – aber wen interessiert das schon?

Wir schichten die zweite Komponente ab: soziale Kompetenz hat nichts mit sozialer Verträglichkeit zu tun.

  • (i) Denken wir uns einen Vorbildnerd wie z.B. Sheldon aus der Serie Big Bang Theory.
  • (ii) Meiner Meinung nach ist seine soziale Kompetenz größer, als die eines sog. normalen Menschen. Der Grund dafür ist der, daß ich soziale Kompetenz von sozialer Verträglichkeit unterscheide.
  • (iii) Denn die meisten Menschen sind so normal, so mainstream und so durchschnittlich, daß sie überhaupt nichts extra machen müssen, um im Alltag nicht aufzufallen und mit anderen Menschen klar zu kommen, sie müssen einfach nur sie selbst sein. Bringt man sie hingegen in außergewöhnliche soziale Situationen, versagen sie in der Regel in epischem Ausmaß.
  • (iv) Doch eine Kompetenz ist immer eine erworbene Fähigkeit. Das gilt auch für soziale Kompetenz.
  • (v) Folglich hat Sheldon, sofern er mit sog. normalen Menschen halbwegs klar kommt, eine viel höhere soziale Kompetenz, denn er muß sich an den sozialen mainstream ständig adaptieren und kann es keineswegs dabei belassen, er selbst zu sein. Mit anderen Worten: für Sheldon sind fast alle Situationen außergewöhnlich, so daß am Limit zu operieren, für ihn der Normalfall ist. DAS ist soziale Kompetenz.

Noch mal langsam:  Nehmen wir an, daß Frauen den sozialen mainstream konstitutieren. Dann müssen sie nichts extra und Außergewöhnliches tun, um im Alltag als sozial erfolgreich zu gelten. Sie müssen einfach nur sie selbst sein. Doch das allein beweist noch keine soziale Kompetenz: einfach mainstream zu sein, ist keine besondere, erworbene Fähigkeit.

Kombinieren wir mal beide neu gewonnenen Einsichten und verkürzen wir mal die Formulierung drastisch. Dann bekommen wir Folgendes:

  • (1) Weil jemand eine Frau ist, gibt es einen guten Grund, zu vermuten, daß sie keine soziale Kompetenz entwickelt hat – obwohl das natürlich im Einzelfall ganz anders sein kann.
  • (2) Und – das ist hier die Pointe – obwohl natürlich die Form der primären Geschlechtsorgane nichts Kausales mit sozialer Kompetenz zu tun hat, sie weder hervorbringt, noch minimiert, ist obiges Vorurteil gegenüber Frauen genau dann nützlich, wenn Frauen den sozialen mainstream definieren – nützlich im Sinne einer schnellen und vorläufigen sozialen Orientierung.
  • (3) Und das tun sie. Man könnte von einem weiblichen Neofeudalismus des Sozialen sprechen.

Wo ist nun das angebliche Vorurteil hin, etwas gegen Frauen zu haben? Es ist verschwunden und zwar deshalb, weil wir verstanden haben, daß bei Frauen das Fehlen sozialer Kompetenz zu vermuten, nicht bedeutet, zu behaupten, daß z.B. Eierstöcke oder etwa Östrogen dieses Fehlen kausal erzeugen. Doch Feministen und Intersektionalisten führen alle Unterschiede zwischen den Menschen auf Geschlecht, Hautfarbe und sexuelle Neigungen zurück. Doch seit wann ist es eigentlich ok, Menschen danach einzuteilen?

  • (4) Also: Erst die künstliche Kausalinterpretation, die Biologisierung eines sozialen Vorurteils ist korrekterweise moralisch anstößig. In einer entwicklungspsychologischen Lesart hingegen ist das Vorurteil für andere zwar lästig, aber nachvollziehbar und vor allem nicht unmoralisch. Folgerung: Asozial ist, wer sozial vernünftige Vorurteile – wenngleich diese keineswegs immer wahr sind – künstlich biologisiert.

Das Interessante an dem Resultat ist, daß es neben biologischen Merkmalen, die Geschlechter unterscheiden, auch soziale Gründe gibt, bei Geschlechtern bestimmte Eigenschaften zu vermuten – auch wenn solche Vermutungen im Einzelfall völlig falsch sein können. Und der Grund dafür ist der, daß die Geschlechter in der Gesellschaft unterschiedlich leben – und zwar in systematischer Weise.

Mit anderen Worten: von einem Standpunkt des social engineering aus verschleiert der Intersektionalismus, daß die beiden Geschlechter bereits vor jeder Norm der politischen Korrektheit in der Gesellschaft ganz unterschiedlich lebten. Und ganz analog zum Feminismus, der an der Fairniß in einer Gesellschaft nagt, nagt der Intersektionalismus an unserem Verständnis des sozialen Funktionierens unserer Gesellschaft. Letzteres ist unabhängig davon, wie man dieses reale Funktionieren bewertet.

  • Im Ergebnis leugnen daher Feminismus und Intersektionalismus den Einfluß der Gesellschaft auf die Entwicklung der Individuen und führen alle bestehenden Unterschiede auf Machtdifferenzen zwischen Menschen mit verschiedenen, äußeren Merkmalen wie Geschlecht, Hautfarbe oder Sexualverhalten zurück – die sie wiederum scharf verurteilen. Diese Ignoranz gesellschaftlicher Einflüsse auf die psycho-soziale Entwicklung von Individuen teilen sie mit dem Biologismus. In diesem Sinne empfehlen sich beide Theorien als politische Handlanger des Neoliberalismus, den Margret Thatcher einmal mit dem slogan „Gesellschaft? Das gibt es nicht.“ charakterisierte. Denn insofern der Neoliberalismus jede Zukunft von Individuen zerstört, lohnt es sich für ihn, die Aufmerksamkeit der Menschen zu moralisieren und auf das zu lenken, was ihnen noch geblieben ist: ihre Herkunft.

In meinen Augen ist der Intersektionalismus nur eine Erweiterung des Feminismus als Werkzeug, die Gesellschaft zu zerstören und es ist nicht verwunderlich, daß man dafür zunächst die sozialen Privilegien der Frauen heranzog und nun, da die Festung sturmreif geschossen ist, wieder längst vergessen geglaubte Abstammungskonflikte schürt: Denn was könnte man leichter zerstören, als etwas, dessen Nutzen niemand mehr einsieht, weil er dessen Funktionieren nicht mehr versteht und daß er obendrein als unfair ablehnt? Also: Ganz offentsichtlich funktioniert die Destabilisierung einer Gesellschaft von innen durch Stärkung des Rechts auf Selbstbestimmung von angeblich unterprivilegierten Gruppen genauso, wie die Destabilisierung von Staaten durch Stärkung nationaler ethnischer Minderheiten durch andere Staaten. Letzteres ist für die Rüstungsindustrie profitabel und daher haben uns die USA mit den zerfallenden Ostblockstaaten und auf dem Balkon seit den 1990igern diese Masche immer wieder vorgemacht.

Also: cui bono? Wer verdient, wenn der innere Zusammenhalt einer Gesellschaft zerstört wird?


5 Kommentare

  1. luisman sagt:

    […]daß die beiden Geschlechter ….. in der Gesellschaft ganz unterschiedlich lebten[…]
    Das ist doch nicht vor 5 Minuten ganz willkuerlich entstanden. Es kann doch nur evolutionaer entstanden sein, wenn diese Unterschiede fast universell sind. Phaenotypisches Verhalten ist am Ende doch Biologie.

    • „Es kann doch nur evolutionaer entstanden sein, wenn diese Unterschiede fast universell sind. “

      Nicht unbedingt: Kooperative Gleichgewichte des Sozialen könnten evolutionär entstanden sein. Aber ich habe noch nie ein Argument gehört, warum es nicht anders sein kann – universell oder nicht.

    • WerdenkenkannistklarimVorteil sagt:

      Was bitte ist PHAENOTYPISCHES VERHALTEN ?

  2. […] Vorurteile entschlüsselt: die soziale Inkompetenz von Frauen – Vorurteile sind bekanntlich böse: Obwohl die herrschende Sozialtheorie der Intersektionalität Menschen nach Geschlecht und Hautfarbe einteilt, macht sie geltend, nicht selbst sexistisch und rassistisch zu sein, sondern diejenigen als Rassisten oder Sexisten an den sozialen Pranger stellen zu können, die das nicht tun oder sich aus humanistischer und aufklärerischer Grundintuition weigern, Gruppenrechte und Gruppenprivilegien zu akzeptieren.+++JungsUndMädchen+++ […]

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